gamescom 2014 - Ein Erlebnisbericht (Teil 1)

Nintendo-Power.de war auch in diesem Jahr wieder auf der größten Spielemesse Europas, der gamescom in Köln, vertreten. Neben Bildergalerien versorgen wir euch auch mit Previews zu diversen, kommenden Nintendo-Titeln. Doch auch abseits von Nintendo hat die Messe natürlich so einiges zu bieten, weshalb sich nach einem oder gleich mehreren Tagen Messererlebnis ein entsprechender Bericht geradezu anbietet. Erlebt in unserem zweiteiligen Erlebnisbericht gamescom 2014 wie Messeveteranen und –Neulinge, sowie eingefleischte Nintendo-Fans und unvoreingenommene Nintendo-Neulinge ihre Zeit auf der Messe empfunden haben. Erlebt also Messealltag- und –Wahnsinn der Truppe Anne, Cindy, Daniel, Dennis und Christopher in individuellen Kurzberichten rund um die Messe! Und nun viel Spaß beim Lesen von Teil 1 mit Daniel und Anne…


Daniel

Die Gamescom wartet dieses Jahr wieder mit zahlreichen Herstellern auf, die sich in aufwendig gestalteten und auffälligen Ständen präsentieren. Besonders auffällig ist wieder einmal die EA Area. Dieses Jahr braucht es keine MIG um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Alleine die Größe der Area, welche etwa ein Drittel der Halle einnimmt ist beeindruckend. Das Auffälligste ist jedoch, dass der größte Teil der Fläche leer, bzw. für Warteschlangen reserviert ist. Noch auffälliger war der Stand von League of Legends. Rechnet man die Größe der Arena, welche im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich größer geworden ist mit ein, so belegt Riot etwa die Hälfte der Halle. Optisch hat mir dieser Stand am besten gefallen. Zahlreiche Details und im Spieldesign gestaltete Stände und Verzierungen begeistern hier das Herz der Fans. League of Legends ist als meist gespieltes Spiel der Welt mit diesem Stand definitiv angemessen auf der Gamescom vertreten. Auch für Nicht-Fans ist die Area definitiv einen Blick wert. Die allgemeine Atmosphäre während der allgemeinen Besuchertage ist gewohnt beengt und voll. An den Wochenendtagen dürfte mit noch mehr Andrang zu rechnen sein. Wer einen der größeren Titel anspielen will, der sollte in der Regel einen halben Messetag Wartezeit einplanen. Doch auch bei den kleinen Titeln ist mit weniger als einer halben Stunde  in der Warteschlange meist nicht zu rechnen.
 
Nintendo nimmt mit dem erwartungsgemäß optisch ansprechenden und auffälligen Stand wie auch in den vergangenen Jahren etwa ein Drittel der Halle ein. Besonders auffällig ist die erhobene Tribüne mit dem passenden Namen "Battle Tower". Spieler, die sich in Community-Matches in Smash Bros. beweisen konnten erhalten hier die Chance auf der Großleinwand gegen andere Sieger anzutreten und mit etwas Glück und noch mehr Talent eine Goldmedaille zu ergattern. An neuen Spielen war unter anderem die neuste Ausgabe von Mario Kart für Wii U vertreten. In gewohnter Manier werden Mitspieler durch den Einsatz aggressiver Fahrweise und geschickten Einsatz der Items zu Wutausbrüchen getrieben. Das bewährte Konzept hat sich nicht verändert, jedoch sind neue Karten, wie z.B. eine Unterwasserwelt vertreten. Die Fahrzeugauswahl wurde ebenfalls erweitert und mit vielen individuellen Anpassungsmöglichkeiten, wie etwa der Auswahl der Reifen versehen. Optisch hat sich ebenfalls einiges getan. Die Konturen wirken klarer, auch wenn Nintendo in alter Manier das Augenmerk auf Spielspaß statt anspruchsvoller Grafik setzt.
 
 
Neben Mario Kart ist auch eine neue Generation Mario Party vertreten. Zur Auswahl standen vier Minispiele. Wie gewohnt können bis zu vier Spieler gegeneinander antreten und ihr Können beweisen. Hinter dem ersten Minispiel verbarg sich ein Areal mit Säulen. Jeder Spieler startet auf einer Säule. Ziel ist es Obst zu sammeln, welches auf den leeren Säulen erscheint. Auf jeder Säule kann nur ein Spieler stehen. Ist ein anderer schneller, so wird man auf seine Säule zurückbefördert. Minispiel Nummer zwei bietet uns eine gigantische Pflanze als Gegner. Jeder Spieler ist mit Bomben ausgestattet. Ziel ist es gemeinsam den Gegner zu besiegen, aber auch hier gilt, der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Dauerbombardement führt jedoch nicht zum Sieg, denn die Pflanze saugt zwischendurch alle Bomben ein und pustet sie zurück zum Angreifer. Wer nicht aufpasst verliert so wertvolle Punkte. Das dritte Minispiel versetzt uns auf eine Plattform in einem Fluss. Über uns hinweg hüpfen Fische. Durch Springen können wir die Fische vom Himmel holen. Sieger ist hier der Spieler, der die meisten Fische trifft. Für das vierte Minispiel musste ich den Controller an den Kollegen abgeben, doch haben uns alle Minispiele viel Spaß bereitet, auch wenn das Aggressionspotenzial zwischenzeitig Mario Kart Niveau erreichte.
 
Mehr Spieler bedeuten in diesem Spiel mehr Spielspaß, wer also genügend Mitspieler findet, der kann ruhigen Gewissens zugreifen und sich auf viele unterhaltsame Spieleabende freuen. Auf die Neuauflage der Pokemon-Spiele Rubin und Saphir wurde lediglich durch Plakate aufmerksam gemacht. Handanlegen oder Gameplaydemos waren leider nicht im Repertoire. Allgemein hat Nintendo wenig Neues gezeigt und auf altbewährte Spieleserien gesetzt. Die bewährten Spielereihen wissen aber immer noch zu überzeugen und bescheren durch neue Features weiterhin eine Menge Spielspaß.
 
Mein persönliches Highlight der Gamescom ist die Halo – Master Chief Collection. Als begeisterter Anhänger der Spielereihe freue ich mich ungemein die Spiele der älteren Generation in aufgefrischter HD-Grafik auf der Xbox One in neuem Glanz erstrahlen zu sehen.
 
 
Ein persönliches Lowlight auf der Gamescom war für mich ganz klar der Stand von WD. Mitarbeiter der Firma waren nicht anzutreffen. Die freundliche Aushilfskraft konnte mir meine Fragen nicht beantworten und teilte mir mit, dass alle Mitarbeiter Kaffeepause hätten und ich es später nochmal versuchen solle. Den ganzen Tag über habe ich immer wieder versucht einen Mitarbeiter anzutreffen, doch die Mühe war vergebens und das am Pressetag. Auch am normalen Besuchertag lieferte WD das gleiche Bild ab.  Die Reise hätte WD sich sparen können, denn statt potentieller Kunden zu werben hinterlässt WD einen negativen Eindruck.
 
Allgemein ist zu der diesjährigen Gamescom zu sagen, dass im Vergleich zu den letzten Jahren wenig Neues präsentiert wurde. Vielmehr haben die meisten Hersteller wie Nintendo auf etablierte Konzepte und Spielreihen gesetzt. Das beste Beispiel ist Call of Duty. Seit der ersten Gamescom 2009 bisher jedes Jahr mit einem neuen Teil der Spielreihe dabei. Bleibt zu hoffen, dass auch neue Spielkonzepte auf der nächsten Gamescom stärker zum Vorschein kommen.
 

Meine gamescom 2014-Quickies:

Mein gamescom-Moment: Beim Anspielen vom Landwirtschaftssimulator 15
Mein Spiel der Messe: Destiny
Nintendo auf der gamescom 2014: Bewährte Spiele haben für Spaß gesorgt, neue Titel konnten nicht überzeugen
Mein gamescom-Tipp: Halo – Master Chief Collection
Gamescom 2014 ist/war: Gewohnt mit wenig Neuem
Für die gamescom 2015 wünsche ich mir mehr Neuerungen und weniger Fortsetzungen bekannter Titel
 

Anne

Dieses Jahr stand das erste Mal gamescom für mich auf dem Plan. Ein kleiner Kindheits- bzw. Jugendwunsch ging in Erfüllung. Aufgeregt und voller Erwartungen ging es dann am Mittwoch nach Köln. Ich war sehr begeistert von der Aufmachung. Durch die vielen Eindrücke wusste man gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Dank abgedunkelter Fenster,  lauten Soundanlagen, großen Leinwänden und zahlreichen Cosplayern war die Atmosphäre in den Hallen super.
Natürlich will man so viele Spiele wie möglich auch selber testen, was am Fachbesucher- und Pressetag Mittwoch auch noch recht gut gelang.  Dabei standen Spiele wie der Landwirtschaftssimulator 15, Little Big Planet 3, FIFA 2015, sowie ein paar Nintendo-Titel und viele weitere mehr auf dem Plan.
 
Als sehr coolen Bereich hervorheben möchte ich die SingStar-Area von Sony. Hier kann man gemeinsam mit Freunden in eine Fotobox, nachdem man sich vorher ein lustiges Outfit mit Brillen, Perücken und Ähnlichem zusammengestellt hat. In der Fotobox letztlich kann man dann, während man den neuen SingStar-Titel ausprobiert, bei dem nun auch Smartphones mit der passenden App als Mikrofone dienen, Fotos während des Singens schießen, die dann direkt ausgedruckt werden und als Erinnerungsfoto dienen - definitiv eine super Sache.
 
 
Der Nintendo Stand bietet dieses Jahr sowohl bekannte Spiele, die bereits erschienen sind, aber auch ein paar brandneue Titel. Angefangen bei Mario Party 10 und Mario Kart 8 bis hin zu neuen Spielen wie Captain Toad: Treasure Tracker oder Splatoon für Wii U. Desweiteren gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen Spielern auf der Bühne in Super Smash Bros. 4 zu battlen. Dazu muss man zunächst am Stand auf dem Nintendo 3DS durchsetzen. Jeder, der dort gewinnt, bekommt einen Pass, der das Battlen mit weiteren qualifizierten Spielern auf der Bühne ermöglicht. Der Sieger dort erhält dann eine limitierte Goldmedaille. Aufgrund langer Wartezeiten an den „Qualifikationskonsolen“ nahm ich allerdings nur als Zuschauer teil.
 
Natürlich habe ich es mir dennoch nicht nehmen lassen, andere Spiele am Nintendo-Stand selbst anzutesten. Mario Kart 8 und Mario Party 10 wurden jeweils in einer Viererrunde angespielt, wie auch die Vorgänger bereiteten diese wieder mal großen Spaß. Alleine hingegen testete ich das neue Rätsel-Spiel von Toad für Wii U an. Die gamescom-Demo bietet insgesamt 4 verschiedene Level.  Hier kann man Toad lediglich laufen lassen und ihn bei Bedarf beschleunigen, d.h. kein Springen oder ähnliche Aktionen sind möglich. Das Ziel eines jeden Levels ist es, den goldenen Stern zu erreichen. In den Levels selber sammelt man, wie auch in anderen Nintendo-Spielen, u.a. Gold- Münzen ein.
 
Die 4 Levels waren unterschiedlicher Art. Das erste diente mehr dazu, sich mit dem Spiel etwas vertraut zu machen, weshalb es recht schnell durchgespielt war. Im zweiten Level fuhr man in einem Waggon einen Berg runter und musste Münzen und Ähnliches abschießen, um diese zu erhalten. Hierbei sah man auf dem GamePad das Level aus Toads Perspektive. Mit einem feuerspeienden Drachen hingegen hatte man im dritten Level zu tun, der stets darauf aus war, einen mit seinen Attacken zu verletzen. Das letzte Level der Demo verlangt etwas Köpfchen, da man hier durch geschicktes Verschieben von Türen versuchen muss, zum Stern zu gelangen. Alles in allem ein ganz cooles Spiel, was sich als spaßiger herausstellte, als ich zuerst angenommen habe.
 
 
Was mich leider ein klein wenig enttäuscht hat, war, dass von den neuen Pokémon-Spielen nichts zu sehen war bzw. diese nicht anspielbar waren. Zwar lief in den Hallen ein übergroßes Pikachu herum, mit dem ich mir ein gemeinsames Foto ergattert habe, und es gab Pikachu Caps, das war es dann aber auch schon.
Es war ein spannender und toller Tag mit vielen Eindrücken und sehr viel Spaß.  Ein Besuch der gamescom lohnt sich auf jeden Fall - sowohl für „Hardcore-Zocker“ als auch Spiellaien. Denn schon alleine die super Atmosphäre in den Hallen ist ein Besuch wert.  Für mich steht jetzt schon fest: gamescom 2015, ich komme!
 

Meine gamescom 2014-Quickies:

Mein gamescom-Moment: Pikachu in Lebensgröße getroffen
Mein Spiel der Messe: Final Fantasy XIV: A Realm Reborn
Nintendo auf der gamescom 2014 war super spaßig dank Mario Kart 8 und Mario Party 10
Mein gamescom-Tipp: Am  Singstar stand in der Fotobox singen und dabei Fotos mit lustigen  Outfits machen
Gamescom 2014 ist/war definitiv einen Besuch wert
 

Hier geht's zum Erlebnisbericht Teil 2!

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