Die Sims 2: Gestrandet (Wii)

Spieleinfos
Entwickler: Maxis

Publisher: Electronic Arts
Spieleranzahl: 1
Genre: Simulation

So eine einsame Insel kann ganz schön anstrengend sein. Kein Essen, nichts zu trinken, ein Dach über dem Kopf fehlt auch und am Ende spricht man womöglich noch mit einem Volleyball. Nicht der Fall bei den Sims, im neuesten Abenteuer-Ableger der erfolgreichen Serie stranden einige Figuren auf einer Inselgruppe und kämpfen ums Überleben.

sims2cs_10_08 (1).jpg
sims2cs_10_08 (2).jpg
sims2cs_10_08 (3).jpg

So steht man mit seinem Anfangs erstellten Sim ersteinmal auf einer Insel, direkt neben uns ein zerstörtes Schiff mit dem die Sim-Gruppe havariert ist, und fragt sich was zu tun ist. Erkunden des Eilandes wäre ersteinmal keine schlechte Idee, also macht man sich auf mithilfe des Nunchuck und der Wii-Remote die Spielfigur durch die Insel zu lenken. Schnell fällt auf, dass man mit ziemlich jedem Gegenstand interagieren kann, so lassen sich beispielsweise Bäume fällen, um Holz zu sammeln oder Erz wird abgebaut. Hat man ersteinmal genügend Rohstoffe eingesammelt, kann man sich ein paar Gegenstände basteln. Wir entschieden uns ersteinmal für ein Bett, flugs über das Menü ausgewählt kann man dieses an einem geeigneten Platz aufbauen.
Produzent Bart Menayas
Um Überblick zu wahren kann man beim Platzieren der Gegenstände auch auf eine "Von-Oben"-Ansicht umschalten, besonders für größere Objekte ist das sinnvoll. Unser Sim entwickelt sich dabei zu einem echten MacGyver und bildet im Laufe des Spiels auch mal ein Haus, schmilzt Sand, um an Glas zu gelangen oder züchtet Hühner.

Irgendwann trifft man bei seinen Erkundungsgängen auch andere Sims, die mit dem gleiche Schiff auf der Insel gestrandet sind. Es bleibt dem Spieler überlassen, ob sich diese unserer Gruppe anschließen oder nicht. So hat es durchaus Vorteile ein paar helfende Hände zu haben, andererseits müssen auch mehr Münder gestopft werden. Die anderen Sims handeln dabei nach ihrem eigenen Kopf und gehen alltäglichen Dingen nach, gehen Fischen, jagen oder trompeten auch mal direkt in unsere Ohren. In der uns gezeigten Version gab es noch einen Bug, durch den die anderen Sims dem Spieler nachgelaufen sind. Bis zum Release des Spiels soll der Fehler allerdings behoben sein.
Beim Herumlaufen auf der Insel stößt man irgendwann auf Reste einer alten Zivilisation, dies ist einer von mehreren Storyverläufen des Spiels. Unter anderem lassen sich auch Aliens finden oder man lässt die Sims ein großes Schiff bauen, um von der Insel zu flüchten. Ein kleines Floß reicht zumindest schon aus, um von einer Insel zur anderen zu reisen. Denn die unterschiedlichen Inseln haben auch verschiedene Settings, so gibt es beispielsweise auf einem Eiland einen Vulkan, auf dessen Spitze man sogar einen Unterschlupf bauen kann. Wirklich schlau wäre das natürlich nicht, schließlich müßten Ressourcen recht weit geschleppt werden, dafür gibt es aber in direkter Nachbarschaft viele Erzstätten. Vor- und Nachteile einer Baustelle müssen also gut abgewogen werden.

sims2cs_10_08 (4).jpg
sims2cs_10_08 (5).jpg
simscastaway_29_08 (1).jpg
Prognose: 

Als wir die ersten Bilder des Spiels sahen, haben wir uns gefragt, ob wir die DS-Version vor uns hätten. Nein, es war die Wii-Fassung und laut Bart Menayas, dem Producer des Spiels, wurde Sims Gestrandet von Anfang an für Wii entwickelt. Leider sieht man das dem Spiel nicht an, vorsichtig ausgedrückt ist die Grafik nicht wirklich ansehnlich. Kantenflimmern an jeder Ecke, Figuren mit wenigen Polygonen und matschige Texturen wohin das Auge blickt. Dazu kommt noch, dass die einzelnen Gebiete, in die jede Insel unterteilt ist, nicht wirklich groß sind. Mit der Grafik werden die Entwickler also keinen Blumentopf gewinnen. Was das Spiel retten könnte, ist die offene Spielweise, die sich augenscheinlich an Second Life orientiert (obwohl der Produzent hoch und heilig das Gegenteil behauptete). Die vielen Möglichkeiten, angefangen vom Bauen von Gebäuden und Gegenständen über das Erforschen alter Ruinen, bis zum Fischen und Jagen bietet sich durchaus viel Abwechslung.