Orcs & Elves (DS) GC07 Hands-On

Spieleinfos
Entwickler: id Software

Publisher: Electronic Arts
Spieleranzahl: 1
Genre: Rollenspiel

Wer hätte es gedacht, dass die Macher solcher Spiele wie Doom und Quake eines Tages für Nintendos DS ein Spiel entwickeln würden und dann auch noch ein waschechtes Rollenspiel mit Zwergen, Orks und Drachen? Das Spiel, um das es hier geht, ist die Umsetzung eines bereits seit knapp einem Jahr für Handys erhätlichen Titels, das den Entwicklern viel Lob einbrachte. So erhielt Orcs & Elves vor knapp einem Jahr beispielsweise den Best of GC Award in der Kategorie 'Bestes Moblile-Game'. Vor knapp zwei Monaten kündigte Electronic Arts, der Publisher des Titels, auch eine Umsetzung für Nintendos Handheld an. Am EA-Stand im Business Center der Games Convention durften wir uns das Rollenspiel in aller Ruhe anschauen und können euch so unsere ersten Eindrücke schildern.

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Doch fangen wir von vorne an. Orcs & Elves steckt euch in die Rolle von Ellie, eines jungen Halb-Elfen, der seinen Zwergenfreunden dabei helfen soll, ihr Schloss vor bösartigen Orks zu beschützen. So macht sich unser junger Held auf, sein Schwert und einen magischen sprechenden Stab in den Händen, die Burg zu säubern. Der obere Bildschirm des DS zeigt dabei die Welt aus der Sicht des Helden, der Touchscreen dient der Steuerung. Dort ist nämlich eine Art Steuerkreuz mitsamt Benutzen-Knopf eingeblendet. Ihr könnt also entweder ganz normal mit dem Steuerkreuz und den Tasten des DS euren Helden durch das Schlachtfeld führen oder auf den Touchscreen zurückgreifen. Doch nach einem Klick auf den Vorwärts-Knopf fällt uns auf, dass die Welt nur in vorbestimmten Schritten begangen werden kann. Jedes Mal, wenn ihr nach vorne geht, bewegt sich die Figur ein Spielfeld weiter. Manch einer mag das klassisch nennen, wir nennen es lieber veraltet. Solch eine Art von Bewegung ist seit dem Anfang der Neunziger Jahre nicht zu unrecht aus der Spielewelt verschwunden und war davor nur Aufgrund einer Limitierung der Hardware in Benutzung.

Die Grafik des Spiels ist durchaus ansehnlich, solange ihr nicht zu nah an Monster oder Leichen heranlauft, dann könnt ihr fast schon jedes Pixel einzeln abzählen. Mit jedem eurer Schritte bewegen sich auch die Monster, das Spiel läuft also komplett rundenbasiert ab, das heißt aber auch, dass es keinen externen Kampfbildschirm gibt. Begegnet ihr einem Monster, bei uns war der erste Gegner ein Rattenmensch, könnt ihr simpel mit dem Benutzen-Knopf eure aktuell gewählte Waffe schwingen, mit jedem eurer Schläge führt auch der Gegner eine Aktion aus. Habt ihr den Opponenten niedergestreckt, müsst ihr noch seine Leiche mit eurer Waffe zerschnetzeln, um an seine Habe zu kommen. Diese sammelt ihr durch simples Darüberlaufen.

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Prognose: 

So wie das Spiel im Moment wirkt - wir spielten eine ziemlich fertige Version mit deutschem Bildschirmtext - könnte es durchaus seine Anhänger finden. Der Titel spricht auf jeden Fall Fans von klassischen Dungeon-Crawlern wie etwa Wizardry. Innovationen dürfen sich DS-Besitzer von dem neuesten Machwerk von id Software wohl nicht erwarten. Obwohl das Spiel in der Handyversion bei Kritikern sehr gut ankam, bleibt es abzuwarten, ob das klassische Spielprinzip und die durchschnittliche Grafik bei den Besitzern von Nintendos Handheld gut ankommen wird.

Spielverweis: 

Screenshots: