Splatoon (Wii U) gamescom 2014 Preview

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Nintendo
Releasedatum: 29/05/2015
ab 6
Publisher: Nintendo
Spieleranzahl: 1-8
Genre: Shooter
Als Splatoon auf der E3 von Nintendo angekündigt wurde, stellte dies für viele einer der größten Überraschungen der gesamten Messe da. Warum? Handelt es sich nicht lediglich um einen Shooter in Comic-Optik? Wohl kaum, denn zum einen haben wir es hier mit einer brandneuen IP von Nintendo zu tun und zum anderen geht dieser Third-Person-Shooter einen ganz anderen Weg – einen völlig neuen Ansatz. Was für ein Ansatz gemeint ist und wie die anspielbare Demo auf der gamescom Lust auf mehr gemacht hat, lest ihr in unserem Preview-Artikel.

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Den grundsätzlichen Spielansatz so anders macht die Tatsache, dass man hier nicht, wie bei den meisten anderen Shootern, darauf aus ist, die anderen kalt zu machen, sondern vielmehr, die zur Verfügung stehende Karte, auf der gespielt wird, möglichst mit der eigenen Farbe vollzuspritzen, -sprühen oder –schießen. Als kuriose Mischung aus halb Mensch, halb Tintenfisch, befindet sich in euren Waffen nämlich kein Projektil mit Munition, sondern lediglich Tinte. Ihr erhaltet zwar auch Punkte, wenn ihr eure Gegner damit ordentlich abballert, Ziel ist es jedoch, am Ende der Runde den höheren Prozentsatz der Karte mit der eigenen Farbe bedeckt zu haben. Bis zu 8 Spieler gleichzeitig messen sich im Multiplayer des Spiels, der in der fertigen Version später hoffentlich auch online spielbar sein wird, in zwei Teams mit unterschiedlichen Farben und beginnen in ihrer Basis auf jeweils gegenüberliegenden Seiten der Karte.
 
 
Auf Los geht’s los und die Farbschlacht beginnt. Neben euren normalen Schüssen aus eurer Waffe, könnt ihr unter Umständen noch besondere Waffen wie einen Farbroller oder einer Bazooka finden, was mir in der gamescom-Demo aber nicht gelingen wollte. Auf jeden Fall zur Verfügung stehen aber auch Handgranaten, die nochmals für eine ordentliche Farbexplosion, möglichst im gegnerischen Lager, sorgen. Erledigt ihr einen Gegner, landet dieser wieder in der heimischen Basis und muss sich erneut nach vorne kämpfen, gut dabei ist, wenn das eigene Territorium ordentlich mit der eigenen Farbe gefüllt ist, denn verwandelt man sich dann in einen Tintenfisch, kann man sich auf Knopfdruck durch die Tinte fortbewegen – ein enormer Geschwindigkeitsvorteil im Vergleich zur menschlichen Gestalt. In der eigenen Tinte könnt ihr euch vor euren Gegnern verstecken, während sich zudem automatisch euer Tintenstand wieder auffüllt.
 
Im richtigen Moment aus der Tinte gesprungen, kann man den Gegner dann ordentlich überraschen. Schwer hingegen wird’s, wenn man feindliche Tinte überwinden möchte, denn hier zieht sich die Fortbewegung im wahrsten Sinne des Wortes wie Gummi – man klebt regelrecht fest. Hier hat man also nicht wirklich eine Chance, voran zu kommen. Vielmehr sollte man versuchen, sich als Team gemeinsam einen Weg in der eigenen Farbe bis zum gegnerischen Lager zu schießen. Auf dem GamePad befindet sich die Karte, die den aktuellen Farbstand der Karte anzeigt und einen guten Überblick darüber verschafft, wie es derzeit aussieht und auf welche Bereiche man sich am ehesten konzentrieren sollte. Über das GamePad könnt ihr zudem auch gezielt eure Teamkameraden auswählen, um in Tintenfischform direkt zu ihnen zu springen, ohne lange Wege zurücklegen zu müssen, gerade wenn man zur Basis zurückbefördert wurde, eine echt nützliche Angelegenheit. Sollte man nur aufpassen, dass man nicht gleich im Kreuzfeuer der Gegner landet.
 
 
Apropos Feuer, um ordentlich die angepeilten Ziele zu treffen, muss man sich zunächst an die Steuerung mit Gyrosensor und GamePad gewöhnen, denn um euch umzuschauen und letztlich das Ziel anzuvisieren, müsst ihr das GamePad bewegen, was sich zunächst etwas ungewohnt anfühlt, aber schnell durchaus besser von der Hand geht. Eine Steuerung ohne Bewegungssteuerung sollte aber auf jeden Fall noch Pflicht werden, denn für lange Zocksessions bietet sich diese sicherlich besser an.
 
Als Tintenfisch schwimmt man nicht nur auf dem Boden durch die eigene Tinte, kann sich damit sogar durch den Weg versperrende Gitter gleiten lassen oder die Wände hochwandern, um an höher gelegene Orte zu gelangen. Auch wenn Wände etc. nicht in die letztliche Auswertung einfließen, kann das also manchmal ganz hilfreich sein. Am Ende einer Runde werden die jeweiligen Prozente einer Farbe eingeblendet und ein Sieger geht aus dem Match hervor, zudem stehen die Ergebnisse der einzelnen Teilnehmer der Schlacht fest. 
 
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Prognose: 
Auf der spielbaren Karte der gamescom hatte man bereits eine Menge Spaß, gerade online, vielleicht sogar mit der Möglichkeit eines Voice-Chats mit dem Team und dem Absprechen von Taktiken könnte aus dem leicht zu erlernenden, aber sicher durchaus taktisch fordernden Shooter ein echter Spaß werden. Voraussetzung dafür ist aber auf jeden Fall eine Vielfalt an verschiedenen Karten, weiteren Gadgets und Spielelementen, denn ansonsten läuft sich das Konzept vielleicht doch recht schnell tot. Nintendo aber tut gut daran, den beliebten Shooter-Bereich mit einem solchen Spielkonzept aufmischen zu wollen – denn Spaß wird hier für jedermann geboten. Bleibt abzuwarten, mit welchen neuen Spielelementen wir bis zum Release des Titels im Jahre 2015 wir noch rechnen dürfen – einen guten Eindruck macht der Titel schon jetzt allemal.
 

Zweitmeinung / Kurzfazit von Cindy

Ich finde das Spiel an sich eine gute Idee und es bringt auch einiges an Spaß mit sich, welchen die eigenwillige Steuerung aber zumindest zu Beginn schmälert. Während man auf dem Bildschirm versucht mit dem Chaos auf der Karte klar zu kommen, bekommt man einen Knoten in die Hände, da man das GamePad stets drehen muss, um in andere Richtungen zu gucken und zu schießen. Dennoch ist es letztlich eine willkommene Variation von Nintendo-Spielen bzw. eine neue Abwechslung in Form einer neuen IP.
 
Spielverweis: 

Screenshots:

Kommentare

Mein Ueberraschungstitel auf der GC! Ich hatte das Spiel gar nicht mehr auf dem Bildschirm und dann konnte ich es probezocken und es hat sau viel Spaß gemacht =D

Wegen der Steuerung @Cindy: Ich vermute Mal du meinst die Bewegungssteuerung oder? Da hatte ich das gleiche Problem wie du, weil ich es einfach gewohnt bin, mit dem 2. Analogstick meine Sicht zu aendern. Dank meinem netten Kontakt von Nintendo wurde das Problem schnell behoben. Einfach kurz die Steuerung geaendert und schon war Schluss mit der Bewegungssteuerung

Fazit: Fuer mich ein wahrer Konkurrent zu CoD und Co ;D

Ich würde mich auch sehrgerne drauf freuen, abe rirgendwie finde ich das Charakter-Design so unglaublich häßlich, dass sich keine positive Stimmung aufbaut. Frage mich echt was sie sich dabei gedacht haben.

Oh ja, Nahkampfnase: Du sprichst mir aus der Seele. Konnte mich bisher auch nicht so recht damit anfreunden. Bin trotzdem gespannt!