1080° Avalanche (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Left Field
Publisher: Nintendo
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1-4
Genre: Rennspiel

Ganze fünf Jahre mussten Fans des Überraschung-Hits 1080° Snowboarding von 1998 warten. Im November dieses Jahres sollte es nun endlich soweit sein, dass der langerwartete Nachfolger endlich erscheint. Ob das Spiel besser als der Vorgänger geworden ist, erfahrt ihr hier.

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Spielinhalt: 

Nach einem schicken Intro gelangt ihr in den Titelbildschirm, in dessen Hintergrund eine Horde Eichhörnchen von Baum zu Baum springt. Drückt nochmal eine Taste, um ins Hauptmenü zu gelangen, welches wie eine Berg-Hütte gestaltet wurde, in welcher ihr euch für einen der 6 Spielmodi entscheiden könnt.

Nach der Auswahl des Modus wird einer der 5 Fahrer gewählt. Danach wird eines von 4 verschiedenen Boards ausgesucht und zu guter Letzt wählt ihr eine Strecke aus, die ihr unsicher machen wollt. Insgesamt bietet euch das Spiel 12 verschiedene Strecken sowie 6 gespiegelte Kurse. Diese ganzen Strecken sind in 4 Cups unterteilt.

Meisterschaft:
Solltet ihr eine Meisterschaft fahren, habt ihr pro Cup 3 Versuche. Ihr tretet jeweils gegen einen von der CPU gesteuerten Fahrer an, dessen Intelligenz je nach Cup angepasst ist. Zudem wird als Finale eines jeden Cups eine Avalanche-Strecke gefahren, in welcher euch eine Lawine im Nacken sitzt und ihr zusehen müsst, dass diese euch nicht verschlingt.

Goal-Race:
Hier gilt es, möglichst schnell durch viele Tore, die auf der Strecke verteilt sind, zu fahren. Am Ende wird eure Fahrt nach Punkten bewertet. Solltet ihr den Rekord geschlagen haben, bekommt ihr den Gold-Pokal. Nebenbei könnt ihr hier Bonus-Snowboards freispielen.

Time Attack:
Damit ihr nicht ewig mit dem Anfänger-Snowboard den Berg hinab flitzen müsst, könnt ihr im Time Attack Modus für jeden Fahrer 3 neue Snowboards freischalten. Dazu müsst ihr auf jeder Strecke alle 5 Teile einer Münze einsammeln. Manche Teile sind richtig gut versteckt, sodass ihr erst eine Weile suchen müsst, bevor ihr alle gefunden habt.

Trick Attack:
Hier könnt ihr in insgesamt 3 Disziplinen euer Können auf dem Snowboard zeigen. So könnt ihr auf einer Schanze die beste Kombo den Zuschauern zeigen oder ihr flitzt die Schnee-Halfpipe hinunter. Negativer Punkt hierbei ist das veraltete Tricksystem, dass komplett aus dem Vorgänger übernommen wurde und leicht angestaubt wirkt.

Mulitplayer:
1080° Avalanche bietet euch neben dem klassischen Split-Screen für 2 Spieler auf einen LAN-Modus für bis zu 4 Spieler an. Leider könnt ihr hier nur Downhill fahren und nur zwischen 6 Strecken wählen. Schade drum!

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Grafik: 

Auf den ersten Blick mag das Spiel nicht sonderlich atemberaubend aussehen. Dennoch liegen hier die einzelnen Feinheiten im Detail. So findet ihr auf euren Pistenausflügen am Streckenrand vorbei huschende Rehe oder Eichhörnchen oder kommt an einer Bahnstrecke vorbei, auf der gerade ein Zug mit seinen Anhängern entgleist ist.

Die Performance ist auch nicht von schlechten Eltern. So treten trotz des hohen Tempos bei den Rennen keine Slowdowns auf. Ab einer gewissen Geschwindigkeit werden dann noch zusätzlich weisse Streifen eingeblendet, welche das Geschehen noch schneller wirken lassen. Zur Freude mancher Zocker spendierten die Entwickler dem Spiel noch einen 60Hz-Modus.

Sound: 

Zum ersten Mal in der Geschichte von den Nintendo-Videospielen gibt es lizensierte Musik zu hören! Ja, ihr habt richtig gelesen. So dröhnen fetzige Punkrock-Sounds aus den Boxen eures Fernseher, was sehr gut zum Geschehen auf dem Bildschirm passt. Die Sprachsamples der einzelnen Boarder sind verständlich und bringen zusätzlich Flair ins Spiel.

Die unter Vertrag genommenen Bands mag hierzulande vielleicht keiner kennen, hier trotzdem eine kleine Auflistung: Cauterize steuerten den Titelsong bei - zusätzlich findet ihr das Musikvideo als Bonus auf der Disk, außerdem steuerten Finger Eleven, Seether und Squidd einige Songs bei.

Steuerung: 

Das größte Manko am Spiel ist hauptsächlich die schwerfällige Steuerung. Eure Snowboarder steuern sich meistens nur widerwillig in die Richtung, in die ihr sie gerne lenken würdet. Wenn ihr dabei dann noch in der Hocke seid, damit ihr schneller den Berg hinab rasen könnt, geht fast garnichts mehr. Nach längerer Eingewöhnungszeit findet man sich aber doch mit der Steuerung zurecht und kommt trotzdem heil den Berg hinunter.

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Fazit: 

Mitunter das realistischste Snowboardspiel, was es zur Zeit für den GameCube gibt. Der geringe Umfang sowie die etwas zu bockige Steuerung verweigern dem Spiel den Zutritt zur höheren Wertungsebene. Letztendlich kann man das Spiel trotzdem allen Snowboardfreaks wärmstens empfehlen.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ lizensierte Musik
+ realistisch

- etwas gewöhnungsbedürftige Steuerung

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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