Ace Attorney Investigation: Miles Edgeworth (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (JAP)
Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom
Releasedatum: 19/02/2010
ab 12
Spieleranzahl: 1
Genre: Adventure

Nachdem die Phoenix Wright Triologie, erstmalig 2001 in Japan für den GBA erschienen, nun schon seine Umsetzung auf dem Nintendo DS fand und seit diesem Jahr nun auch auf der Nintendo Wii als WiiWare, erschien nun ein Spin-Off der Serie Ace Attorney Inverstigations: Miles Edgeworth mit dem Staatsanwalt Miles Edgeworth. Wie gut dieser ist und was sich im Vergleich zu den übrigen Ace Attorney Teilen geändert hat, erfahrt ihr in unserem Review.

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Spielinhalt: 

Eigentlich heißt unser neuer Staranwalt Apollo Justice, doch ist Staatsanwalt Miles Edgeworth, auch liebevoll Edgeypoo genannt, immernoch im rennen. Und nach Auftritten in anderen Ace Attorney Episoden, ist er nun selbst der Hauptdarsteller. Allerdings ist es dabei nicht erforderlich, Kenntnisse aller Ace Attorney Spiele zu haben, denn Ace Attorney Investigation: Mile Edgeworth ist ein eigenständiger Titel, mit eigener Story, nur die ein oder andere Anspielung entgeht einem. Und wie man es bisher aus der Reihe kennt, gibt es fünf verschiedene Fälle, die für sich abgeschlossenen sind, aber am Ende doch einen roten Faden aufweisen.

Doch bis dahin ist es ein langer und beschwerlicher Weg, denn ein weiteres Mal hält es Capcom nicht für nötig, den Titel ins Deutsche zu übersetzen. Ist dieser Umstand bei einem Mega Man 10 bei so wenigen Sätzen noch irrelevant, kann das bei Ace Attorney Inverstigations: Miles Edgeworth schon am Anfang das Ende bedeuten. Denn schließlich besteht der Hauptteil des Spiels darin, Aussagen, Beweise etc. logisch miteinander zu verbinden, um so die Lösung zu finden. Und wie soll dies einem gelingen, wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist? Aber nun gut, heutzutage hat man für solche Fälle noch das gute alte Wörterbuch.

Ausgestattet mit Wörterbuch ist es also kein Problem die blinde Justizia zur Wahrheit zu führen. Dabei ist das Spielprinzip recht einfach gestrickt. Zum Großteil klickt ihr euch durch Dialoge und versucht dabei die komplexen Handlungstränge zu verstehen. Doch allein vom lesen kommt hier nicht weiter, der zweite Teil des Spiels besteht darin, den Ort des Verbrechens direkt zu untersuchen und zwar in 2D Optik. Das heißt, ihr steuert Miles Edgworth selbst am Tatort hin und her und untersucht dabei interessante Objekte. Findet ihr etwas wichtiges, landet dies im Organizer oder im Gedächtnis von Edgeypoo.

Um einen Fall der Lösung näher zu bringen, liegt es nun an euch seine Gedankengänge im Menu „Logik“ zu einer Schlussfolgerung zu bringen. Dabei müsst ihr zwei Gedanken miteinander verknüpfen. Dies geht natürlich nur, wenn diese auch zusammen passen. Seid ihr dabei erfolgreich, offenbart sich dadurch ein neuer Hinweis. Liegt ihr jedoch falsch, leert sich dabei die Wahrheitsanzeige, die sozusagen als Lebensleiste fungiert. Ist sie leer, heißt das auch für euch Game Over.

Wurden alle Beweismittel und Gedankengänge zusammengetragen, geht es in der letzen Instanz zu Zeugen, anderen Ermittlern oder beidem. In einem Kreuzverhör werden so die Aussagen kräftig auseinander genommen, um einen Widerspruch in diesen zu finden. Hilfreich sind dabei wieder das altbekannte „Objection!“ und „Hold it!“, mit denen man noch tiefer bei den Aussagen ins Detail geht. Und gerade hier seid ihr dann ohne Englischkenntnisse völlig aufgeschmissen. Denn man muss die englische Sprache nicht nur beherrschen, sondern die Widersprüche aufdecken und durch logische Schlussfolgerungen der Wahrheit näher kommen. Der Schwierigkeitsgrad bleibt dabei wie gewohnt anspruchsvoll.
 

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Grafik: 

Dank der neuen Optik wirken die Charaktere noch lebendiger, als man es von Phoenix Wright oder Apollo Justice gewohnt war. Und obwohl sie auf dem Nintendo DS recht klein wirken, sind sie dennoch sehr Detailreich.

Sound: 

Nicht umsonst gibt es aus der Phonix Wright Triologie unzählige Orchester Aufnahmen und sogar Konzerte. Bei Ace Attorney Inverstigations: Miles Edgeworth finden wir viele bekannte Melodien und Geräusche wieder, aber auch einige neue Stücke, die das Spielgeschehen immer wieder hervorragend unterstützen. Daher kann man die Soundkulisse als nahezu perfekt bezeichnen.

Steuerung: 

Völlige Freiheit und ungeahnte Möglichkeiten stehen euch zur Verfügung. Ok, zwar nicht ganz, aber immerhin habt ihr die Wahl zwischen Stylus und der Steuerung via Steuerkreuz und den Buttons. Während der Adventure-Einlagen empfiehlt sich allerdings schon das Steuerkreuz, da sich unser Staatsanwalt damit einen Tick besser bei den Ermittlungen steuern lässt, als mit dem Touchpen.

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Fazit: 

Auch wenn Ace Attorney Investigation: Mile Edgeworth das Hauptgeschehen raus aus dem Gerichtssaal und raus auf die Straße verlegt, büßt die Serie dabei kein bisschen an ihrem Charme und Dynamik ein. Im Gegenteil, der Serie wird damit etwas erfrischend Neues geboten. Mit bis zu 20 Spielstunden und den anspruchsvollen Rätseln, wird es einem auch so schnell nicht langweilig. Ace Attorney Inverstigation: Miles Edgeworth dürfte somit Neulingen und alten Hasen gefallen. Nur für die fehlende Übersetzung gibt es einen donnernden „Einspruch!“.


Pro & Contra

+ neue Spieleelemente
+ frische Charakterdesign
+ fünf neue Fälle

 - keine deutsche Übersetzung
- Problemlösung manchmal nur durch Trial & Error möglich

Wertung

Grafik:

Detaillierte Charaktere
Sound:

Wie gewohnt hervorragend
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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