Alien Syndrome (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: Totally Games
Publisher: Sega
Releasedatum: 08/09/2007
ab 12
Spieleranzahl: 1-4
Genre: Action

Vor knapp 20 Jahren gab es bereits schon einmal ein Videospiel mit diesem Titel, wovon unter anderem Versionen für Amiga, C64 oder dem NES existieren. Zu meiner Schande muss ich gestehen, nie in den Genuss des Originals gekommen zu sein, weswegen ich im folgenden Review die Wii-Version ohne Bezug auf den Klassiker besprechen werde. Viel Spaß beim Lesen!

big_01.jpg
big_02.jpg
big_03.jpg
Spielinhalt: 

In der Zukunft hat die Menschheit das Weltall erschlossen und versucht mittels Terraforming weitere Lebensräume zu erschließen. Eine solche Station namens Seti-Alpha 5 wurde nun jüngst vom "Alien Syndrome" befallen und ihr werdet mit eurem Charakter dorthin gesendet, um nach dem rechten zu sehen. Die Story erzählt sich im allgemeinen Spielverlauf in immer wieder kurz eingestreuten Zwischensequenzen.

Zu Beginn begebt ihr euch an Bord der "Kronos", ein Schiff, welches seit geraumer Zeit keinen Funkspruch mehr gesendet hat. Das Schiff sieht übel zugerichtet aus und überall quillen genetische Mutationen aus den Wänden. Im Verlauf gibt es immer wieder aktualisierte Missionsziele, so gilt es zuerst das Logbuch des Schiffes zu finden, wofür erst der Strom angeschalten werden muss und hierbei Signale von Überlebenden aufgefangen werden. Das Setting innerhalb des Schiffes unterscheidet sich von einer Ebene zur anderen. So sieht das Hangardeck selbstverständlich anders aus wie die Schiffsbrücke.

Zur Gegnerbekämpfung stehen euch mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder ihr verklopft das aufdringliche Gewurme mit einem Nahkampf-Stab oder ihr entscheidet euch für eine der verschiedenen Wummen, welche unter anderem Explosivmunition, Lasergewehr oder Standart-Projektilgeschosse wären. Jede dieser Taktiken hat natürlich ihre Vorteile, ebenso aber auch Nachteile - so muss der Spieler mit Explosivsprengstoff mit der langsamen und ungenauen Zielfähigkeit seines Ballermanns zurecht kommen, demnach hat der Lasergewehr-Spieler den Vorteil des präzisen Zielens hierfür aber weniger Durchschlagskraft.

Beim erledigen eines Gegners verliert der meist einiges an Goodies. So sind meist Medipacks oder Batteriepacks dabei, die man zum aufladen der Lebensenergie oder dem nutzbaren Energieschild, welches Schaden absorbiert, verwenden kann. Ebenso werden Rüstungsitems und neue Waffen fallen gelassen. So verbringt man zu Beginn einige Zeit im Upgrade-Menü, um für sich die möglichst beste Ausrüstung auszusuchen, was den actionreichen Aufbau etwas mindert.

Passend zum Upgrade der Rüstung und der Waffen gibt es auch Möglichkeiten zur Verbesserungen der Charaktereigenschaften. Hier setzen die Rollenspiel-Elemente ein, denn ihr bekommt pro Levelaufstieg eine begrenzte Anzahl an Punkten, die ihr benutzen könnt, um diverse Statistiken eures Charakters zu verbessern. So wird man auch gezwungen, sich festzulegen, ob man denn nun ein Nahkämpfer oder ein Fernkämpfer werden will, denn die Kategorien für die Punktevergabe unterscheiden sich hierbei deutlich. Hierbei kann man auch das Spiel die Punkte automatisch verteilen lassen.

Da euer Inventar auf ein bestimmtes Gewicht begrenzt ist, müsst ihr im späteren Verlauf diverse Sachen entweder wegwerfen oder recyclen, um Platz zu gewinnen. Hierfür bekommt man Baupunkte, mit denen man sich über seinen Scarab-Begleiter Items bauen kann. Gespeichert wird hingegen nur an vorgegebenen Savepoints, die fair in den Levels verteilt sind.

big_04.jpg
big_05.jpg
big_06.jpg
Grafik: 

Im Allgemeinen wirkt die Optik bei den grafikverwöhnten Spielern etwas unter Wii-Niveau, da einige Texturen leicht matschig wirken und einige Charaktermodelle etwas zu kantig ausgefallen sind. Ihr steuert euren Charakter aus einer leider etwas unübersichtlichen Perspektive von schräg oben - ähnlich der damals vielfach verwendeten Iso-Perspektive. Zudem zoomt die Kamera bei einigen Stellen selbstständig an das Geschehen heran, wodurch noch weniger vorgeahnt werden kann, wann von wo Gegner auftauchen.

Sound: 

Wer mit Dolby Pro-Logic II gerechnet hat, wird enttäuscht sein. Ansonsten wird euch hier nicht allzuviel Abwechslung geboten, da sich die verschiedenen Themes gerade am Anfang viel zu schnell wiederholen und so auf längere Spieldauer leicht nervig werden. Auch die etwas seltsam anmutenden Laufgeräusche passen nicht so Recht ins Geschehen. Was hingegen gefällt sind die rar gesääten Sprecheinlagen, welche in den Cutscenes stimmungsvoll (auf Englisch) eingesprochen wurden.

Steuerung: 

Das selbstsändige Drehen der Kamera mittels Nunchuk-Neigung nach links oder rechts fällt suboptimal aus, da die Wii-Konsole oft nicht direkt erkennt, was man denn nun mit dem Nunchuk-Gefuchtel eigentlich möchte. So sitzt man diverse Male eine Zeit lang da, bis endlich der gewünschte Blickwinkel eingefangen wird.

Falls ihr euch für einen Nahkämpfer entschieden habt, könnt ihr entweder die Gegner mit der Standartattacke beharken, welche per B-Knopf ausgeführt wird, oder ihr greift zu den etwas rabiarteren Angriffen, die ihr mittels Schwingen der Wiimote ausführt. Fernkämpfer mit ihren Ballermännern haben es da schon einfacher, da man einfach via Wiimote auf den Bildschirm zielt und die Gegnerschaaren über den Haufen ballern kann.

big_07.jpg
big_08.jpg
big_09.jpg
Multiplayer: 

Hier könnt ihr mit bis zu 3 weiteren Spielern gemeinsam die Level unsicher machen. Die Ansicht wird hierbei nicht in vier Minibildschirmen geteilt, sondern bewegt man sich gemeinsam über den großen Schirm, hierbei müssen sich die Spieler koordinieren, wo es langgehen soll, damit das Bild weiterscrollt. Die Scharmützel zu viert fallen richtig unterhaltsam aus, wäre da nicht das Problem, dass jeder die Kamera drehen kann - so wird das Geschehen leicht chaotisch.

Fazit: 

Mit Alien Syndrome bekommt ihr einen interessanten Genremix, der geschickt RPG-Elemente in solch einem Action-Titel implementiert, dem der Aufstieg in höhere Wertungsregionen leider aufgrund diverser Macken verwehrt blieb. Somit zwar kein Must-Have-Titel, dennoch kurzweilig unterhaltsam und einen Blick für diejenigen wert, die sich für derartige Genre begeistern können.

Zum Schluss ein Wort in eigener Sache:
Es sei ein großes Dankeschön an die Presseabteilung von Sega ausgesprochen, die uns freundlicherweise ein Test-Muster des Spieles zukommen ließen.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ Interessanter Genre-Mix
+ Multiplayer-Gemetzel
+ Steuerung gut zugeschnitten

- Grafik unter Wii-Niveau
- Eingeschränkter Blickwinkel
- Nun-Chuk Kamera-Move leicht bockig

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 6 (1 vote)

Teilen heißt unterstützen: