Animal Crossing (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (JAP)
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Simulation

Bereits im Jahre 2002 erschien Animal Forest für das N64, jedoch nur in Japan. Auf die Frage zu welchem Genre das Game denn angehöre, antwortete Shigeru Miyamoto es sei ein Kommunikationsspiel. Noch im gleichen Jahr erschien dann Animal Forest+ für den Cube, welches jedoch nur ein Update war. Wenig später erschien es mit Namensänderung als Animal Crossing in den USA. Doch in Europa war noch ungewiss ob das Spiel überhaupt erscheinen sollte. Doch dann kam mit der australischen PAL-Version Hoffnung für Europa auf, und einige Zeit später gab Nintendo auch bekannt, dass das Game in Europa erscheinen wird. Trotzdem ist es unverständlich warum es erst jetzt auf den Markt kam, aber wir wollen nicht weiter meckern und sagen: Besser spät, als nie.

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Spielinhalt: 

Nachdem man das Game in seinen geliebten Cube geworfen hat, findet man sich in einem fahrenden Zug wieder. Da wird man dann auch sofort von der Katze Olli angesprochen, die einen fragt, was man denn vorhätte. Nachdem diese erfahren hat dass der Spieler praktisch ohne Geld eine Bleibe in der nächsten Stadt sucht, ruft Olli einen guten Freund, Tom Nook an und erzählt dem die Geschichte. Olli fragt ihn, ob er dem Spieler ein Haus verkaufen könnte. Dieser wartet nur darauf, und kaum sind wir in der nach unseren Wünschen benannten Stadt aus dem Zug ausgestiegen quatscht uns der Waschbär Tom Nook auch schon an. Zwischen 4 sehr spartanisch eingerichteten Häusern sollen wir uns eines aussuchen in dem wir dann für den rest des Lebens leben sollen. Wer glaubt man bekomme das Haus kostenlos, als Willkommensgeschenk, der irrt sich. 19 000 Sternis ist der Schuldenberg groß den man abarbeiten soll. Erste Arbeitsstelle ist nun Tom Nooks Laden, er gibt euch nacheinander 8 Aufgaben, ihr müsst zum Beispiel Blumen pflanzen, den Dienstboten spielen oder ein Werbeplakat für die schwarze Wand schreiben. Nachdem diese Aufgaben bewältigt sind, ist der Dienst für Tom Nook vorbei, und euer Alltagsleben in der Stadt beginnt.

Was ihr den ganzen Tag so treibt wollt ihr wissen? Ihr freundet euch mit anderen Bewohnern an, erledigt Jobs für sie, schreibt Briefe, stiftet Dinge fürs Museum, erstellt eure eigene Mode, richtet euer Haus ein, nehmt an Events Teil, und, und, und. Anfangs sind eure Möglichkeiten jedoch noch recht begrenzt, doch nach ein paar Tagen habt ihr euch richtig eingelebt und die Sucht packt euch. So quatscht ihr andere Bewohner an um eine Arebit für sie zu erledigen, die Uafgaben sind leider sehr monoton, so müsst ihr einen Gegenstand bei Bewohner A suchen eghn, um zu erfahren dass dieser den Gegenstand Bewohner C geliehen hat. Für die Rückgabe des Gegenstandes an den Besitzer gibt es Geschenke, in Form von Möbeln oder auch mal Sternis.

Außerdem solltet ihr ständig in gutem Kontakt zu den anderen Bewohnern stehen, redet einfach mal mit ihnen, sie geben euch nützlich Tipps und halten manchmal auch ein Geschenk für euch parat. Jeder Bewohner hat einen individuellen Charakter, so ist der Hase Claude neugierig aber schüchtern und das Eichhörnchen Ronny recht frech, aber er ist trotzdem auf seine Art liebenswürdig.

Wenn ihr durch die Stadt streift, erkennt ihr Risse im Boden, grabt dort und ihr werdet Fossilien und andere Dinge finden. Die Fossilien schickt ihr per Post zum Labor um sie auswerten zu lassen. Am nächsten Tag findet ihr sie im Briefkasten und verhökert sie für Bares an Tom Nook oder stiftet sie dem eigenen Museum. Das Museum wartet auch auf Fische die ihr fangt, Gemälde die bei Tom Nook gekauft werden können und auf Insekten die ihr per Köscher fangt. Das bringt euch zwar kein Geld ein, aber steigert euer Ansehen in der Stadt erheblich.

Für eine Steigerung eures Ansehens ist auch die Akademie des schönen Hauses zuständig. Tretet ihr dieser Akademie bei, erwartet euch jeden Tag eine Bewertung des Hauses. Bekommt ihr eine gute Bewertung steigert sich das Ansehen des ganzen Stadt, worauf sich neue Bewohner in eurer Stadt niederlassen, mit denen ihr euch anfreunden könnt. Achtet also immer darauf dass euer Haus gut eingerichtet ist.

Da die Zeit in Animal Crossing mit der internen Uhr des Cubes geregelt wird, läuft alles in Echtzeit ab, so liegt im Winter Schnee, im Frühling blühen die Blumen, usw. An einigen Tagen finden auch spezielle Events statt, am Geburtstag regnet es zum Beispiel Geschenke, an Helloween verkleiden sich die Bewohner und woollen Bonbons und an Silvester gibt es ein Feuerwerk.Ihr könnt die Zeit natürlich auch manipulieren, doch speichert zuvor, sonst halt euch der Maulwurf Resetti eine ellenlange Predigt.

Zurück zu den Schulden, habt ihr diese bei Tom Nook abbezahlt, dreht er euch an euer Haus vergrößern zu lassen und ihr habt einen noch viel größeren Schuldenberg als je zuvor. Wie bereits erwähnt könnt ihr euer Haus mit unzähligen Gegenständen einrichten, unter anderem 15 NES-Klassikern, wie Donkey Kong, Excitebike oder Baloon Fight, diese Spiele funktionieren auch im Mehrspielermodus.

Habt ihr einen Spielstand auf einer anderen Memory Card, könnt ihr mit dem Zug in das andere Dorf fahren. Im Zug nervt jedoch, dass man fast jedesmal von der Katze Olli angesprochen wird. Im anderen ort verkauft ihr die Früchte aus eurem Ort deutlich teurer als im eigenen Ort, umgedrehtfunktionert das natürlich auch.

In eurer eigenen Stadt können sich außerdem noch 3 weitere Freunde einnisten, man kann jedoch nur abwechselnd und nicht im Splitscreen zocken.

Wenn ihr einen GBA samt Verbindungskabel zur Verfügung habt, kommt ihr in den genuss eines weiteren Features. Am Steg bringt euch dann der Käpten mit seinen Boot zu einer kleinen Insel, mit nur einem Bewohner und exotischen Früchten. Verlasst ihr diese Insel, könnt ihr auf dem GBA ein Minispiel bestreiten und so weitere NES-Klassiker freischalten.

Positiv anzumerken ist auch, dass dem Spiel eine 59er memory Card beiliegt, auf der auch ein kleines Geschenk wartet. Schaut einfach mal was dem Willkommensschreiben von Nintendo beiliegt ;-)

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Grafik: 

Die Grafik ist eine Frechheit im Jahre 2004, sie scheint auf gutem N64 Niveau hängen geblieben zu sein und ist viel zu bunt. Dennoch gibt es einige nette Details, wie die comichafte Darstellung der wirklich knuffigen Charaktere (wenn sie wütend sind schweben etwa Staubwolken über ihnen) oder dem Feuerwerk an Silvester. Ein 60Hz Modus existiert leider nicht.

Sound: 

Die Musik hält sich meist im Hintergrund, sie reißt niemanden vom Hocker, aber nervt auch nicht. Die Musik passt meist, an Weihnachten zum Beispiel hört man Weihnachtsmusik. Leider fehlt mal wieder eine Sprachausgabe, die Charaktere geben nur unverständliche Laute von sich, die jedoch meist gut zum entsprechenden Charakter passen.

Steuerung: 

An der Steuerung kann man nicht viel meckern, beim Nageln nervt jedoch dass man den Köder punktgenau auf den Fisch werfen muss, damit dieser anbeißt. Es ware außerdem wünschenswert gewesen wenn man per Tastendruck einige Dialoge überspringen könnte. Zum besseren Verständnis der Steuerung, hier die Tastenbelegung: Mit A redet man einen Charakter an, oder tritt durch eine Tür, schüttelt Bäume, liest Briefe und benutzt die Angel, Kescher, usw. Mit B nimmt man einen Gegenstand, zieht Unkraut aus dem Boden und man kann laufen. X ist zum öffnen der Karte. Y sowie Start um das Inventar aufzurufen. Wenn man Z+L+R gleichzeitig drückt beendet man ein NES-Game. Mit dem Analog-Stick läuft man in die Richtung wo man will und der C-Stick ist zum zentrieren der Kamera (in einem Haus).

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Fazit: 

Wer mit einer schwachen und bunten Grafik leben kann, der kann sich auf ein innovatives Spiel freuen, das er fast jeden Tag eine halbe Stunde zockt. Man hört erst auf zu Zocken wenn man wirklich alles gesehen hat. Suchtgefahr und klare Kaufempfehlung!

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ viel zu entdecken

- schwache Grafik

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
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