Anno - Erschaffe eine neue Welt (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Keen Games
Publisher: Ubisoft
Releasedatum: 31/07/2009

Spieleranzahl: 1
Genre: Simulation

Vor mehr als zwei Jahren erschien Anno 1701 für Nintendo DS, nun folgt eine speziell auf Nintendo-Konsolen zugeschnittene Fortsetzung, die neben dem Handheld auch für Nintendos aktuelle stationäre Konsole erschienen ist und sich weniger an dem neuesten Teil für den PC mit dem Namenszusatz 1404 orientiert. Wir verraten euch, was die neue Mobil-Version der Wirtschaftssimulation aus deutschen Landen zu bieten hat.

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Spielinhalt: 

Im Gegensatz zur PC-Version liegt das Hauptaugenmerk der neuen DS-Version nicht auf dem Endlos-Modus sondern auf der sieben Kapitel umfassenden Story, in welcher ihr nach der Dürre von 1404 im Auftrag des Königs dessen Volk mit Nahrung und Bedarfsgütern versorgen müsst. Hierfür besiedelt ihr unbevölkerte Inseln im Süden und bekommt im weiteren Verlauf häppchenweise immer mehr taktische Spielmöglichkeiten offenbart.

Der Spielablauf selbst gestaltet sich für Serienkenner wie gehabt: Legt auf einer neuen Insel einen Kontor für Waren an, baut einen Holzfäller für Baumaterial, plaziert anschließend ein paar Wohnhäuser für eure Pioniere und versorgt diese zu guter Letzt mit Nahrung, indem ihr eine Fischerhütte am Strand aufstellt - fertig ist die erste Siedlung. Damit sich eure Pioniere weiterentwickeln, müsst ihr deren Grundbedürfnisse erfüllen, so hätten diese beispielsweise gerne eine Kirche in ihrem Einzugsbereich. Habt ihr schließlich eure Bewohner zufrieden gestellt, bauen diese ihre Häuser aus und nennen sich fortan Siedler - so gibt es insgesamt fünf Bevölkerungsstufen. Im weiteren Verlauf verlangen eure Untertanen nach exotischeren Gütern und so ist es Pflicht, weitere Inseln mit unterschiedlichen Fruchtbarkeiten zu besiedeln.

Da sämtliche Baumaßnahmen mit Kosten verbunden sind, ist es oberstes Gebot, möglichst viele Einwohner auf eurem Eiland zu haben, da ihr diesen wie im echten Leben über Steuern die Geldbörsen erleichtert und euch selbst vor dem Bankrott rettet - sollte es doch einmal soweit kommen, hilft euch der König mit einer Finanzspritze aus der Klemme.

Hat eine eurer Inseln zudem eine bestimmte Anzahl an Einwohner, dürft ihr diverse Belohnungen aus dem im weiteren Verlauf verfügbaren Technologiebaum freischalten, der verschiedene Verbesserungen enthält. Ebenso dürft ihr für euer verdientes Geld neue See- bzw Schatzkarten kaufen, welche Zugang zu weiteren Inseln eröffnen oder euch die Position von versunkenen Schätzen aufzeigt.

Neben Gefechte gegen Korsaren auf hoher See, die gerne eure frisch gehobenen Schätze erbeuten, könnt ihr auch bereits besiedelte Inseln mittels einer kleinen Armee erobern. Hier kam ebenfalls ein vereinfachtes System zum Einsatz: Mittels Kriegsschiff segelt ihr zu der gewünschten Insel, legt einen Brückenkopf an, über den eure Soldaten an Land gehen und den gegnerischen Kontor und Marktgebäude erobern. Da der Hauptaugenmerk auf dem friedlichen Siedeln liegt, sind die verfügbaren Kampfoptionen entsprechend gering.

Wer mit der Story nichts anfangen kann oder diese nach durchschnittlich 15 Spielstunden beendet hat, darf sich entweder auf Medaillenjagd in den einzelnen Kapiteln begeben (beendet die Mission schneller bzw. baut geldsparender für bessere Wertungen) oder auf das Endlosspiel zurückgreifen. Dieses bietet vor Beginn der Partie allerlei Einstellungsmöglichkeiten, unter anderem aktivierbare Katastrophen wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche. Ebenso könnt ihr das Startkapital oder die Welt- sowie die Inselgröße und deren Fruchtbarkeit festlegen.

Grafik: 

Während die Handlung in Standbild-Videosequenzen erzählt wird, die sich in einem hübschen Comic-Look präsentieren, wirkt auch die Spielgrafik wie gezeichnet und bietet für DS-Verhältnisse viele Details in der höchsten von vier wählbaren Zoomstufen. Um auf dem kleinen Handheld-Bildschirm einen besseren Überblick zu behalten, besitzen die verschiedenen Gebäudetypen einen Farbcode, so erkennt ihr auf einen Blick, wo ein Wohnhaus und wo ein Gewerbebetrieb platziert wurde. Ein drehen des vorgegebenen isometrischen Blickwinkels ist hingegen leider nicht möglich.

Sound: 

Wie bereits auf der Wii wurde das komplette Spiel mit ausgezeichneter Sprachausgabe versehen und die eingesetzten Sprecher wirken zu jeder Zeit authentisch - aufgrund technischer Limitationen befindet sich allerdings nicht der volle Umfang auf dem DS-Modul, so hat man sich hauptsächlich auf die Story-Sequenzen beschränkt. Zur Krönung erwartet euch während des Spielgeschehens eingängige Melodien, die wunderbar zum gemächlichen Tempo des Titels passen.

Steuerung: 

Bereits der direkte Handheld-Vorgänger lässt das komplette Spiel mittels dem DS-Touchscreen steuern, eine alternative Button-Steuerung findet ihr nicht. Außerdem wurde das Onscreen-Menü überarbeitet und intuitiver gestatltet, so ist dank des leicht zu bedienenden Ringmenüs jede geplante Aktionen schnell und unkompliziert erledigt.

Fazit: 

Die DS-Version von Anno: Erschaffe eine neue Welt weiß zu gefallen und versorgt Fans der Serie auch unterwegs mit dem typischen Anno-Feeling. Durch das vereinfachte Spielsystem ist sind auch Genre-Einsteiger nicht überfordert. Daher können wir nur wie bereits für die Wii-Version eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Vielen Dank an Ubisoft für die Bereitstellung des Testmusters.


Pro & Contra

+ Gelungene DS-Umsetzung
+ Story mit 15 Spielstunden-Umfang
+ Endlos-Modus mit vielen Einstellungen
+ Ausgezeichnete Sprachausgabe

- Zu einfach für Serienveteranen
- Kein Multiplayer auf Handheld
- Kampfsystem beschränkt
- Karte nicht drehbar

Wertung

Grafik:

Story in Standbildern erzählt, Spielgrafik mit 4 Zoomstufen
Sound:

Gelungene Sprachausgabe (auf DS nicht vollständig integriert), passende Hintergrundmusik
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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