Bakugan Battle Brawlers (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (US)
Publisher: Activision
Releasedatum: 30/10/2009
ab 6
Genre: Action

Bakugan Battle Brawlers lässt sich wohl am einfachsten als einer der vielen Pokémon-Klone beschreiben. Die Kontrahenten treten mit Monstern, welche sich aus kleinen Kugeln formen, in einer Arena gegeneinander an. Anders als in Pokémon finden allerdings noch Spielkarten Einzug in die Videospielumsetzung. Kann dieser Klon, welcher sich in Form von einer TV-Serie schon behaupten konnte, auch auf der Wii bestehen? Dies erfahrt ihr in unserem Test.

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Spielinhalt: 

Eine 1 zu 1 Kopie des unanfechtbaren Taschenmonstergiganten ist Bakugan Battle Brawlers dennoch nicht. Die eingangs erwähnten Spielkarten oder der Spielablauf an sich bieten einen klaren Unterschied. Zu Beginn des Spiels dürft ihr euch einen eigenen Charakter erstellen, mit welchem ihr in die Arenakämpfe zieht. Viel Auswahl zur Individualisierung bietet der Charaktereditor allerdings nicht. Sobald ihr das getan habt stoßt ihr auch schon auf bekannte Charaktere aus der Serie und der erste Arenakampf beginnt.

Das Spiel ist rundenbasierend und die Kämpfe laufen nach dem immer gleichen Schema ab. Erst werden so genannte Torkarten auf dem Spielfeld platziert, diese haben Feldeigenschaften, doch dazu später mehr. Um das Spiel zu gewinnen müssen die Torkarten errungen werden. Der Spieler wirft hierzu seine Bakugan auf die Karte. Wenn sein Gegenspieler nun seine Kugel ebenfalls auf derselben Spielkarte platzieren kann, beginnt der Kampf zwischen den Bakugan.

Jedes Bakugan besitzt seinen eigenen G-Wert. Um dieses Attribut zu beeinflussen stehen dem Spieler ein paar Möglichkeiten frei. Eine Feldkarte z.B. kann den Wert des Bakugan beeinflussen wenn die Elemente übereinstimmen. Verstärkungskarten können ebenfalls zur Steigerung des Grundwerts beitragen. Doch die wohl effektivste Methode ist bei den Minispielen, welche den Kampf darstellen, möglichst gut ab zu schneiden. Diese sind keinesfalls besonders anspruchsvoll und bieten wenig Abwechslung. So müssen zum Beispiel mittels Pointer Symbole abgeschossen werden oder in kleinen Geschicklichkeitsspielen im rechten Moment die richtige Taste gedrückt werden. Lächerlich wird es dann, wenn man die WiiMote zum Aufladen des G-Wertes schnellst möglich geschüttelt werden will. Nach der kurzen Minispieleinlage wird ein kurzes, immer gleiches Video gezeigt in dem das gewinnende Bakugan eine Attacke ausführt. Sollte der Kontrahent keine Kugel auf derselben Feldkarte wie der Spieler platzieren können, was bei den ersten Gegnern keine Seltenheit ist, kann man diese Kampflos erringen indem eine 2te eigene Kugel auf derselben Karte platziert wird.

So eintönig wie die eigentlichen Kämpfe ist auch das drum herum. Eine Weltkarte auf der sich der Spieler frei bewegen kann gibt es nicht, ebenso wenig ist es gestattet sich an den Schauplätzen zu bewegen. In den einzelnen Gebieten wird ein Auswahlmenü angezeigt in welchem dem Spieler seine Optionen auf gezeigt werden. Viele Möglichkeiten abseits der Hauptstory, welche über Bakugan aus einer anderen Dimension und dem Ziel Champion zu werden handelt, gibt es allerdings nicht. In einem Shop können neue Karten und Bakugans gekauft sowie aufgewertet werden.

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Grafik: 

Das Spiel ist in nettem Cel-Shading gehalten, was zur Animevorlage passt. Wie der Anime ist das Spiel sehr bunt und die Japano-Hippy-Trippi Figuren werden Fans der Serie wohl eine Freude bereiten. Die Animationen sind, ganz nach Serienvorbild, sehr überzogen. Viel Abwechslung bieten sie allerdings nicht. Die Kampfanimationen werden auf Dauer recht fad, da sie eigentlich immer das Selbe zeigen.

Sound: 

Die Synchronstimmen sind sehr solide, was auch daran liegt, das es die Originalsprecher der Serie sind. Die Sprachanimation dazu sind allerdings grausig, dagegen sind die Figuren der Muppetshow lippensynchron zu ihren Sprechern. Musikalisch bekommt der Spieler eine Mischung aus Trance und Rock auf die Ohren. Die Stücke sind nicht wirklich schlecht, doch sind sie eher geschmackssache.

Steuerung: 

In den Menüs werden unkompliziert Textboxen geklickt, während den Arenakämpfen wird die Wiimote zum Auswerfen der Bakugan geschwungen. In den Minispielen kommt zum Teil der Pointer zum Einsatz oder es müssen flink Tastenkombinationen eingegeben werden. Alles in Allem eine unkomplizierte wenn auch nicht ganz anspruchslose Steuerung.

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Multiplayer: 

Bakugan kann mit bis zu 4 Spielern im Multiplayermodus gespielt werden. Was allein aber schon wenig Langzeitmotivation mit sich bringt, muss nicht zwangsläufig im Mehrspielermodus mehr Spaß bieten. Fans unter sich werden allerdings wohl das ein oder andere spannende Duell auszutragen wissen.

Fazit: 

Für Fans der Serie sicherlich ein Muss. Die überzogenen Animationen, meterhohe Frisuren, Prahlereien der NPC’s sowie kunterbunte Animationen sind ein fester Bestandteil der TV-Serie. Die Originalsynchronsprecher tragen nicht zuletzt dazu bei, das Fans von Beginn an das Herz höher schlägt. Nüchtern betrachtet ist es allerdings eine auch nicht mehr als ein nett gemacht kurzweiliger Zeitvertreib der aus einer Lizenz versucht hat das Beste herauszuholen. Bei dem Versuch ist es allerdings auch geblieben, viel Story bietet das Spiel nicht. All jene die Serie schon nicht viel abgewinnen konnten, sollten lieber einen großen Bogen um das Spiel machen.


Pro & Contra

+ Für Fans ein Muss

+ Nette Zwischensequenzen

+ Original Synchronstimmen

- Wenig Langzeitmotivation durch

- Eintöniges Spielprinzip

- Keine Bewegungsfreiheit

Wertung

Grafik:

Nette Zwischensequenzen, sonst aber eher unterer Durchschnitt
Sound:

Fetzige Trance- / Rockmusik und Originalsynchronstimmen
Multiplayer:

Eine nette Runde zwischendurch für Fans, aber auch nur für diese
Spielspass:
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