Baphomets Fluch: The Director's Cut (DS) The Broken Sword

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Revolutions Software
Publisher: Ubisoft
Releasedatum: 31/03/2009
ab 12
Spieleranzahl: 1
Genre: Adventure

Point and Click Adventures hatten in den 90er Jahren ihre goldene Ära. Doch gerieten sie schon fast in Vergessenheit und wurden von Grafikprotzern und Actionschockern abgelöst. Seit einiger Zeit feiern sie allerdings ihr Comeback mit Titeln wie Another Code: Two Memories oder Geheimakte Tunguska auf Nintendos Handheald und Heimkonsole die wie geschaffen für Point and Click Adventures sind, was das Herz der Genrefans höher schlagen lässt. Auch alte Klassiker dürfen auf Nintendos Konsolen wieder aufleben und so hat es Baphomets Fluch: The Directors Cut in unsere Hände geschafft.

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Spielinhalt: 

Ihr beginnt das Spiel mit der französischen Fotojournalistin Nico Collard. „Man beginnt mit Nico?“ Wird sich wohl der ein oder andere eingefleischte Fan jetzt fragen, denn anders als das Original startet der Directors Cut mit einer Art Tutorial in dem euch die ersten Schritte noch einmal näher gebracht werden. Die Steuerung an sich ist sehr intuitiv und selbsterklärend, einige Rätsel haben es aber jetzt schon in sich. So müsst ihr die Schlösser einer alten Tür knacken. Das Schloss versteht sich als ein Schieberätsel an dem selbst Sam Fischer mit seinem Dietrich nichts hätte ausrichten können. Hier gilt es verschieden lange Balken so zu verschieben, dass der Verschlussbalken in die dafür vorgesehene Aussparung passt. Die Balken lassen sich aber jeweils nur in eine Richtung schieben. Das Ganze ist ein wenig knifflig und recht fummelig. Doch die Entwickler von Revolution Software haben auch an jene gedacht, die schon in den ersten Rätseln ihren Meister gefunden haben.

An einigen Stellen verleitet das Spiel zum Cheaten. Mit der eingebauten Komplettlösung steht einem weiterkommen nichts mehr im Wege. Wer gerade auf dem Schlauch steht und kein Weiterkommen in Sicht ist, kann das kleine blaue Fragezeichen zu Hilfe ziehen. Durch antippen gibt es einem sehr markante Tipps die ein Hängenbleiben quasi unmöglich machen. Für manche Rätsel hat es sogar Cheats parat. Wer also bei unserem ersten Schieberätsel das Schloss nicht knacken kann, einfach ein paar Mal das blaue Fragezeichen fragen und es verrät euch den Cheat wie ihr das ganze umgehen könnt. Ob man diese Option nun als positiv oder negativ betrachtet bleibt jedem selbst überlassen.

Nachdem ihr den Abschnitt mit Nico nun beendet habt, seid ihr dort wo das Original auch seinen Anfang findet. Nun seid ihr in der Rolle von George Stobbart, dem amerikanischen Touristen der gerade in einem Pariser Café den Tag genießt. Doch die trügerische Ruhe findet schon bald sein Ende. Denn es kommt zu einer unheimlichen Begegnung mit einem Clown, der das kleine Strassencafé für einen kaltblütigen Mord kurzerhand in die Luft sprengt. Der studierte Jurist George schwört sich natürlich den Mörder dingfest zu machen. Nachdem ihr von der eintreffenden Polizei vernommen worden seid, stoßt ihr auf Nico die ihre Verabredung mit dem Ermordeten um ein paar Minuten verpasst hat. So kommt es, dass sie beschließen den Morden gemeinsam auf die Spur zu kommen. Ehe sich unser Duo versieht, ist es inmitten einer spannenden Ermittlung um den Untergang der Tempelritter und deren Erbe.

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Grafik: 

Die für damalige Verhältnisse sehr gelungen Grafik wurde beibehalten, sie macht aber auch heute noch eine gute Figur und lässt Retrofeeling aufkommen. Neu dagegen sind ein paar weitere Schauplätze und Zwischensequenzen, die bei genauerer Betrachtung eine etwas andere Aufmachung haben, sie gehen aber nahtlos in die alte Grafik über. So ist die Anfangssequenz mit dem Raben um einige Sekunden erweitert worden. Neu sind auch die Einblendungen auf dem oberen Bildschirm. Er zeigt ein Artwork der Lokalität in der ihr euch gerade befindet, sowie in Dialogen die Gesichter der Protagonisten, die den teils sehr Humorvollen Gesprächen mit ihrer Mimik mehr Tiefgang verleihen, auch wenn die die Sprachausgabe fehlt.

Sound: 

Wie schon erwähnt wurde der DS-Teil des Remakes leider der überaus gelungenen Sprachausgabe beraubt, was bei längeren Gesprächen eher auf Unverständnis trifft. Die Hintergrundmusik sowie die Soundeffekte sind wie im Klassiker von 1996 wieder recht gut umgesetzt und die Musik verändert sich, wenn man des Rätsels Lösung näher kommt.

Steuerung: 

Wie sollte es anders sein, wird natürlich über den Touchscreen gesteuert, der DS ist ja quasi wie für ein Point and Click Adventure gemacht. Unser Protagonist wird nicht direkt gesteuert, wir geben ihm Genretypisch per antippen des Gebiets den Befehl dort hin zu laufen. Bei Objekten die man betrachten oder benutzen kann, erscheint ein kleiner Kreis auf dem Touchscreen, was ein langwieriges Pixelabsuchen, Genrefans werden es kennen, hinfällig macht.

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Fazit: 

Fans der Serie und Genrefans sollten auf jeden Fall zugreifen. Auch wer den Klassiker schon diverse male durchgespielt hat und die Story auswendig kennt, sollte es sich nicht nehmen lassen das Spiel aufgrund seiner neuen Schauplätze noch einmal auf Nintendos Konsole Revue passieren zu lassen. Wer bisher noch nichts mit Point and Click Adventures zu tun hatte sollte ruhig mal einen Blick riskieren. Genretypisch setzt das Spiel zwar weniger auf Action, dafür aber auf eine um so spannendere Story. Hier sei allerdings gesagt, dass wenn Ihr nicht unbedingt unterwegs spielen wollt, man aufgrund der fehlenden Sprachausgabe der DS-Version lieber zum Wii-Titel greifen solltet. Rundum ist das Spiel trotz der fehlenden Sprachausgabe auch auf dem DS gut gelungen und kann sich wirklich sehen lassen.


Wir danken Ubisoft für die Bereitstellung eines Testmusters.


Pro & Contra

+ Packende Story

+ Neue Spielabschnitte

+ Tolle Grafik

+ Witzige Dialoge

- Fehlende Sprachausgabe

- Kaum neue Grafikeffekte

Wertung

Grafik:

Eine Zeitlose Comicgrafik die noch immer eine gute Figur macht.
Sound:

Leider fehlende Sprachausgabe
Spielspass:
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