Bloody Roar: Primal Fury (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: Activision
Publisher: Activision
ab 16
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Beat'em Up

Fans von Prügelspielen hatten es auf dem N64 nicht gerade leicht. Bekamen die Hobby Fighter dort mit Super Smash Bros. Und einem indizierten Rare Game doch nur zwei relativ gute Prügelorgien. Ein reinrassiges und dazu nicht indiziertes Beat'em Up kann der GameCube dafür jetzt schon bieten: Bloody Roar: Primal Fury!

Die noch junge Bloody Roar Serie, die erstmals vor einigen Jahren auf der PSone ihren Einstand feierte, lässt sich zwar nur schwer mit realistischen Kampfspielen wie Tekken oder Virtua Fighter vergleichen, bietet aber im Gegensatz zu SSBM eine sehr erwachsene Gestaltung.

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Spielinhalt: 

Am Anfang könnt ihr zwischen 10 entschlossenen Kämpfern wählen. Im Arcade-Modus habt ihr allerdings die Möglichkeit, noch 6 weitere Fighter zu aktivieren. Eben dort lassen sich auch nette Gimmicks, wie das einstellen von größeren Köpfen oder Armen bei den Kämpfern, erspielen. Bis man also mit allen Kämpfern einmal den Arcade-Modus durchgespielt hat, können Wochen vergehen. Für Dauerspaß ist also gesorgt! Weitere Modi sind der Survival-, Versus-, Time-Attack-, Team Battle- und Trainings-Modus, die hier kurz vorgestellt werden:

Survival: Trete hier mit deinem Kämpfer gegen alle anderen Fighter an. Achte darauf, deine Gesundheits-Skala nicht überzustrapazieren, da du die Schadenspunkte jeweils in die nächste Runde mitnehmen musst.

Versus: Trete gegen einen Freund an.

Time Attack: Absolviere alle Kämpfe so schnell wie möglich. Die Bestzeiten werden anschließend eingetragen.

Team Battle: Trete mit mehreren Kämpfern in Pokemon-Mania nacheinander an. Tausche die 3 bis 5 Kampfmaschinen aus wann du willst. Wer als erster alle Kämpfer verliert, sollte besser noch einmal in den Trainingsmodus gehen.

Trainingsmodus: Übe hier gegen den ausgewählten Dummy Special-Moves, die dem Gegner möglichst viel Schaden zufügen. Entscheide dich zuvor inwiefern sich dein Partner noch bewegen darf.

Doch dass, was Bloody Roar von anderen Beat'em Up's hervorhebt, ist die Möglichkeit, sich während des Kampfes in die bei jedem Kämpfer individuelle Beast-Form zu verwandeln. So wird die süße Jenny zur Riesen-Fledermaus oder der stämmige Ganesha zum Elefanten. Dieses Feature ist das wichtigste Element im Kampf, da es sich nur einmal vollziehen lässt. Während der Transformationszeit ist man stärker und schwerer zu verletzen als in menschlicher Form.

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Grafik: 

Die Grafik ist auf gutem GameCube Niveau, reißt allerdings keine Bäume aus. Die Verwandlung wird mit tollen Lichteffekten in Szene gesetzt. Allerdings sind die Kampfschauplätze und besonders deren Hintergründe sehr lieblos gestaltet.

Sound: 

Was den Sound angeht wird das Ohr nicht mit anstrengenden Songs strapaziert, sondern mit passenden Hintergrundmelodien. Allerdings klingen die Sound-Effekte nicht sehr überzeugend.

Steuerung: 

Gesteuert werden kann mit dem Digi-Kreuz oder aber auch für Kampfspiele untypisch mit dem Analog-Stick. Dies ergibt allerdings ein komisches Spielgefühl, dass man lieber doch wieder zum kleineren Digi-Kreuz zurückgreift.

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Fazit: 

Rundum gutes Beat'em Up mit tollem Langzeitfaktor und zeitgemäßer Grafik. Gerade Freunde von realistischeren Beat'em'Ups werden sich über dieses Spiel freuen, denn schließlich gefällt nicht jeden SSBM.


Pro & Contra

+ ansprechende Grafik
+ Beast-Formen

- Hintergründe allerdings etwas lasch

Wertung

Grafik:

Sound:

Multiplayer:

Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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