Call of Duty: Finest Hour (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (US)
Entwickler: Spark Unlimited
Publisher: Activision
ab 16
Spieleranzahl: 1
Genre: Ego-Shooter

Das erste, was man denkt, wenn man Call of Duty Finest Hour spielt, ist wohl: Na das sieht ja aus wie Medal of Honor Frontline! - Mit Recht. Denn Call of Duty versucht da anzusetzten, wo Medal of Honor aufgehört hat. In Call of Duty verschlägt es euch an packende Schauplätze des 2. Weltkrieges. Dabei haben sich die Entwickler sehr an Filme aus der Szenerie angelehnt. Ihr schlüpft während des Spiels in eine Vielzahl von Rollen auf amerikanischer, britischer und russischer Seite. Die Story im Spiel ist wirklich genial verknüpft, nach jeder Mission lernt ihr meistens einen neuen Charakter im Gefecht kennen, den ihr dann auch in der nächsten Mission übernehmt. Die Rote Armee kämpft um Stalingrad, während die Briten in Nordafrika versuchen, die Deutschen zurückzudrängen und die Amerikaner schließlich im Westen verzweifelt den Rhein überqueren wollen.Im Spiel selbst könnt ihr eure Gegner mit 23 verschiedenen Waffen in die Flucht schlagen .Von Maschinenpistolenüber Stielhandgranaten, Schwere MGs mit Dreibein und Karabiner bis zu schweren Waffen wie Panzerfäusten und sogar schweren 38 Tonnen Panzern.

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Spielinhalt: 

Im Gefecht selbst solltet ihr nie alleine unterwegs sein! Bekanntlich lebt's sich in Gesellschaft besser.Deckung ist wirklich alles, auf freiem Feld habt ihr gegen die Scharen von Gegnern keine Chance. Hinter jeder Eckekann ein Gegner lauern. Auch wenn eure Kampftruppe den Anschein erweckt, sie sei unbesiegbar, solltet ihr immer mit Panzerminen, Stukas, schweren Bombern und massenhaft MG Nestern rechnen, die eure Truppenstärke in Sekunden bis auf ein Minimum reduzieren können. Es ist keineswegs irgend jemand in diesem Spiel unbesiegbar,eure Kameraden nicht, eure Gegner nicht und schon gar nicht ihr. Selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad geht es gut zur Sache, denn sofort in den ersten Missionen solltet ihr einschätzen können, wann ihr lieber den Kopf einzieht als den Helden zu spielen. Darin liegt auch schon der Unterschied zwischen Call of Duty und MOH Frontline.Diesmal geht es nicht um Rambo-mäßige Methoden und ums Held sein, es geht um Teamwork. Niemand hat irgendwelches Mitleid mit euch, falls eure Kameraden es vorziehen, sich in ein Haus zu verziehen, solltet ihr ihnen schweigenden Schrittes folgen, denn sonst könnt ihr schnell mal alleine gegen ein Dutzend Infanteristen dastehen die zufälligerweise von 2 Königstigern unterstützt werden.

Das "Krieg-Feeling" kommt sehr gut rüber, man denkt wirklich sehr oft man wäre mittendrin. Vor allem die große Anzahl an Teammitgliedern machen das Geschehen, im Gegensatz zu Frontline, deutlich realistischer.Da Spiel macht sehr gute Ansätze. Unter schwerem Beschuss sitzt ihr zu Beginn in einem Landungsboot, das auf dem Weg nach Stalingrad ist.Nach einigen Propagandasprüchen eures Staffelführers lauft ihr zur Waffenausgabe und stellt fest, dass nur jeder 2. eine Waffe bekommt. Euch drückt man nur ein 5er Magazin in die Hand und macht euch klar, dass ihr die Waffe eures Partners nach seinem Dahinscheiden übernehmen müsst. Ihr merkt also schon, was euch für vielversprechende Aussichten erwarten. Dann geht's auch schon los, deutsches Sperrfeuer von allen Seiten. Ihr und euer Kamerad rettet euch durch ganze Komplexe von Schützengräben zu eurem Ziel: Einer total zerbombten Raffinerie.

Im Spiel kommt ihr nie zur Ruhe, immer gibt's von einer Himmelsrichtung Sperrfeuer, Bombenangriffe oder sonstige fiese Attacken.Der Großteil des Spiels findet im Häuserkampf statt. Dort lassen sich deutlich Elemente von "Battlefield 1942", aber auch von ""SWAT"" feststellen.
Anfangs, während der russischen Missionen, seit ihr häufig im Panzer unterwegs, erlebt packende Schlachten undseit nirgends sicher. In Nordafrika, auf der britischen Seite, geht es um verdeckte Operationen und geringes Aufsehen erregen. Falls ihr euch verhaltet, als seit ihr vom Sylvester Sprengkommando habt ihr schnell Besuch von deutschen Panzern, die es sich nicht nehmen lassen wollen, mitzufeiern.Bei den Amerikanern seit ihr bereits an der Westgrenze vom deutschen Reich. Hier erwartet euch all das, was von jedem Soldaten gefürchtet wird. Offener Kampf mit Panzern, Häuserkampf, Hinterhalte und besonders die berüchtigte 88er Flak macht euren Panzertruppen schwer zu schaffen.Diesmal sind nicht nur die deutschen in der Verteidigung, sondern häufig auch ihr.Eure einzige Hoffnung sind eure 2 Hände, denn mit entsprechender Gerätschaft in ihnen, bei der es übrigens bei jeder Nation das passende Gegenstück gibt, sollte es euch möglich sein, euren Kopf in Sicherheit zu feuern.

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Grafik: 

Bei der Grafik gibt's wirklich nichts zu meckern. Die Texturen geben zwar keinen neuen Maßstab vor, trotzdem empfinde ich sie als sehr gut! Die Framerate läuft immer stabil, obwohl dies das letzte Spiel ist, bei dem ich die Framerate kritisieren würde, denn das Gegneraufkommen und die Effekte sind wirklich unglaublich. Auch die sehr gute Weitsicht und halbwegs intelligente Gegner machen meinen Eindruck in technischer Hinsicht perfekt.Einige Abstriche muss man, wie so oft trotzdem machen. Da wäre zum einen der fehlende 60 hz Modus, der aber nicht allzu ins Gewicht fällt, da es keine 50 hz bedingten Ruckler gibt.Zum anderen fehlt es diesem Spiel, wie seinem Genreverwandten Bruder Frontline am dynamischen Himmel.Das wurde aber geschickt durch ganze Rauchschwaden und Explosionen im Hintergrund vertuscht.Die Darstellung der gesamten Umgebung passt perfekt zum Ortsgeschehen, egal ob es Stalingrad, die Wüste, die Ardennen oder Aachen ist.

Sound: 

Tja...es gibt eine Redewendung die besagt: "Niemand ist perfekt." Das trifft letztendlich auch auf Call of Duty zu.Trotz der genialen Sprachausgabe, tollen, tiefen Explosionen und sattem Dolby Pro Logic II ist das Schussgeräusch der Waffen ziemlich miserabel. Alle klingen sich viel zu ähnlich, es ist einfach kein Zunder dahinter.Schön ist jedoch, dass man Flugzeuge wie den Stuka schon von weitem hört.Achtung kleiner Geschichtsauszug: Stukas hatten so etwas wie eine eingebaute Sirene, die durch starke Luftströme ein heulendes Geräusch zur Verbreitung von Angst und Schrecken im Anflug auslöste.Das heißt, wenn ihr Ähnliches hört, solltet ihr lieber zusehen, dass ihr euch einen Unterschlupf besorgt.Die Hintergrundmusik ist sehr unpassend zum Geschehen, wie es Frontline ja schon vorgemacht hat. Oft einfach nur zu patriotisch, vor allem in Amerikanischen Missionen.Alles in allem ist die Soundkulisse aber trotzdem deutlich überdurchschnittlich und veranlasst einen sehr oft zum Kopfeinziehen.

Steuerung: 

Perfekt, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Gewohnte Ego-Shooter 2 Stick Steuerung. Zum Genauen Zielen L festhalten, dann blickt ihr ohne Fadenkreuz direkt durch die Zielvorrichtung an eurer Waffe. Mit dem digitalen Steuerkreuz könnt ihr euch mit Medi-Paks versorgen, Nachladen und Waffen wechseln. Y dient zum springen und X zum ducken bzw. legen. Mit A werft ihr eine Granate, B dient sozusagen als Aktionstaste.

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Fazit: 

Activisions Ego Shooter löst ganz klar Frontline vom Thron der Weltkriegs-Shooter auf dem GameCube ab.Was aber eigentlich keine große Tat ist bei den oft miserablen Vorgaben. Call of Duty besticht durch seinen großen Schwerpunkt aufs Teamverhalten. Egoisten haben hier keine Chance. Besonders positiv ist, dass man nicht das ganze Spiel über zu Fuß unterwegs ist, sondern auch im Panzer mit schlagfertigeren Waffen zu tun bekommt. Gerade das Kämpfen im Großkalibrer macht unglaublich Spaß. Auch die Vielfalt an Abwechslung drückt die Wertung deutlich nach oben. Das einzige, was ich sehr vermisse ist der Multiplayer Modus. Schwer verwunderlich, dass keiner eingebaut wurde,denn gerade die Umgebungen und allein das Thema hätten zu einem genialen Multiplayer eingeladen, der mit Sicherheit, bei den hohen qualitativen Vorgaben genial geworden wäre.Mein Fazit ist, dass es sich hier um einen der besten Ego-Shooter auf dem Game Cube handelt, der nicht unterschätzt werden sollte.


Pro & Contra

- Gute Grafische Leistungen
- Packende Schlachten und Häuserkämpfe
- Möglichkeit zur Benutzung von Panzern
- Deutsche Sprachausgabe

- Schussgeräusche der Kleinkaliber-Waffen
- wenig Abwechslung
- Musik oft unpassend
- Kein Multiplayer Modus
- Kein 60hz Modus

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
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