Catan (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Publisher: USM
Releasedatum: 29/05/2009
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1-4
Genre: Strategie

Ob Klaus Teuber 1995 auch nur zu träumen gewagt hatte was für einen Erfolg er mit seinem Brettspiel Die Siedler von Catan einfährt? Jeder zweiter Deutsche kennt den Begriff Catan. Bis 2002 alleine in Deutschland über 8 millionen verkaufte Exemplare. In über 20 verschiedenen Sprachen in doppelt so vielen Staaten erhältlich. Doch kann die digitale Insel auch überzeugen? Dies erfahrt ihr in unserem Test.

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Spielinhalt: 

Aller Anfang ist schwer. Ein Tutorial? Fehlanzeige! Hier hat man sich ganz an das Vorbild, dem Brettspiel, gehalten. Für die wenigen die noch nie Die Siedler von Catan in einer geselligen Runde gespielt haben, müssen sich mühsam in die Spielanleitung einlesen. Darauf weist das Spiel auch noch dreist hin, wenn eine neue Kampagne gestartet wird. Nach einem kurzen Überfliegen der Anleitung (der Autor dieser Zeilen kann sich zu den Glücklichen zählen, die zuvor das Brettspiel spielten und daher den Teil mit der Anleitung links liegen lassen kann) beginnen wir in der Kampagne durchzustarten. Einziger Pluspunkt ist hier der Catan Almanach, eine Enzyklopädie der Begriffe und einzelnen Regeln. Klingt jetzt zwar widersprüchlich, mit der vorher gemachten Aussage, man müsse ins Handbuch gucken, aber da nur Einzelregeln und Karten erläutert werden, der Zusammenhang allerdings fehlt, bleibt Neulingen nichts anderes übrig als ins Handbuch zu schauen. Es nützt auch nichts, jemandem die Abseitsregel zu erklären, wenn er nicht weiß was Fussball ist.

Das Spielfeld besteht aus mehreren aneinander liegenden Hexagonen welche die Art des Feldes darstellen und angeben welche Rohstoffe man erhält, wenn an den Eckpunkten eine Siedlung gegründet wird. Man spielt immer gegen mindestens 2 Computergegner die es durch Siegpunkte zu besiegen gilt. Siegpunkte werden mit gegründeten Siedlungen, langen Handelswegen oder durch Entwicklungskarten errungen. Neue Siedlungen können allerdings nur mit den entsprechenden Rohstoffen und einer gewissen zurückgelegten Straßendistanz gegründet werden.

Die Mitspieler sind meist die einzige Möglichkeit an Rohstoffe zu gelangen die selber derzeit nicht selbst eingefahren werde, da der Handel mit der Bank meist überteuert ist, es sei denn man konnte eine Siedlung an einem der begehrten Hafen errichten, denn diese setzen die Preise der Rohstoffe die mit der Bank gehandelt werden können . Die Computer sind allerdings oft fragwürdig was ihr Handeln anbelangt, oft lassen sie sich sehr lukrative Angebote entgehen, oder bieten dem Spieler selbigen Handel an, welchen der NSC gerade noch abgelehnt hat.

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Grafik: 

Bei der Optik wurde sich, wie nicht anders zu erwarten, stark am Brettspiel orientiert. Auf dem oberen Bildschirm werden die Rohstoffe sowie Gespräche, Handel und Entwicklungskarten angezeigt, während auf dem unteren Bildschirm das Spielfeld angezeigt wird. Nettes Feature ist die Zoomfunktion. Wenn stark in das Spielgeschehen hinein gezoomt ist, kann man die Bäume im Wind wehen oder Bäche in den Bergen fließen sehen. Optisch sieht es zwar nicht hochspektakulär aus ist aber ein nettes Feature. Da man der Übersichtlichkeit halber allerdings meist mit weit hinaus gezoomter Perspektive spielt, um möglichst viel des Spielbrettes im Überblick zu haben wirken diese Animationen allerdings wie Grafikfehler.

Sound: 

Klassische, angenehme Melodien erklingen aus den DS Lautsprechern, die Sounds sind gut gewählt, wenn auch recht simpel. Doch viel kann und sollte man von einem Brettspiel auch nicht erwarten.

Steuerung: 

Die Steuerung erfolgt gänzlich via Touchscreen und funktioniert tadellos. Sehr selten kommt es vor, das die gewünschte Aktion mittels antippen nicht gewählt wird, was für DS Verhältnisse eine Seltenheit ist.

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Multiplayer: 

Beim Thema Mehrspieler lassen die Entwickler einmal mehr ein großes Fragezeichen im Raum stehen. Wo ist der Wi-Fi Modus? Mit einem Onlinemultiplayer würde das Spiel locker auf dem Treppchen zwei Stufen nach oben steigen. Aber nein, er bleibt unbeachtet. Da Basisspiel von Catan kann kostenlos und legal auf der offiziellen Internetseite online gespielt werden, wieso nicht mit dem DS? Genauso wie ein fehlender Einzelkartenspielmodus für den Multiplayer. Hier wird massig Potential verschenkt.

Fazit: 

Ein Brettspiel zu viert, selbst mit Erweiterungen, ist bei weitem günstiger als vier mal Catan für den Nintendo DS zu kaufen. Allein hartgesottene und alteingesessene Fans dürfte es freuen dass ihr Brettspiel auch als Singleplayer auf dem DS spielbar wird, denn es bleibt im Grunde ein netter Singleplayer, in den seltensten Fällen dürfte es zu einem Multiplayerspiel kommen, denn wenn man ohnehin in einer geselligen Runde zusammen sitzt (fehlender Onlinemodus), kann man gleich das Brettspiel auspacken.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ Kampagnenmodus

+ Almanach

+ Langanhaltende Singleplayerpartien

- Fehlender Onlinemodus

- Kein Einzelkartenspiel

- Grafik bei herausgezoomter Ansicht

Wertung

Grafik:

Nette Zoomfunktion, hätte aber besser ausgearbeitet werden müssen.
Sound:

Der Sound ist gut gewählt und die Musik passt zur Thematik
Multiplayer:

Viel verschenktes Potential durch fehlenden Onlinemodus, es ist nur ein Multikartenspiel im Multiplayer möglich.
Spielspass:
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Kommentare

Das Brettspiel spielle ich heute noch mit meinem Onkel xD
Schade, dass das Spiel nicht ganz so gut abschneidet, denn das Brettspiel ist genial, vorallem mit Erweiterungen