Chronicles of Mystery: Fluch des alten Tempels (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: City Interactive
Publisher: Ubisoft
Releasedatum: 22/10/2009
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1
Genre: Adventure

Mit Chronicles of Mystery – Fluch des alten Tempels meldet sich ein weiteres Point & Click Adventure auf dem Nintendo DS. Die Konkurrenz ist groß, um sich von der Masse ab zu heben, hat City Interactive dem Spiel mehr Minispiele als genreüblich verpasst. Wie sich das Ganze im Spiel macht, erfahrt ihr wenn ihr weiter lest.

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Spielinhalt: 

Zu Beginn des Spiels muss ein Schwierigkeitsgrad ausgewählt werden: Entspannt oder Normal. Im Entspannten Modus gibt es in den Minispielen keine Zeitvorgabe, dafür allerdings auch keine Punkte und somit auch keinen Eintrag in den Highscore. Nach Wahl des Schwierigkeitsgrades bekommt ihr eine kleine Introsequenz zu sehen, die im Moment allerdings nicht viel aussagt: Ein Paar Ritter vom Malteserorden transportieren im 15ten Jahrhundert eine Kiste. Einer stürzt in eine Schlucht und auf einmal liegen alle tot am Boden. Ob diese Sequenz nun Sinn macht oder nicht, lassen wir jetzt einfach mal dahin gestellt. Nach diesem kleinen Video, welches wie ein Daumenkino lediglich aneinandergereihte Bilder zeigt, finden wir uns im Jahr 2009, in der Wohnung der Archeologiestudentin Sylvia Leroux in Frankreich, Paris, wieder.

Die Story ist kurz erzählt und ist im gesamten Spiel eher Ausrede um zum nächsten Minispiel zu treiben. Sylvias Professor bittet sie um Hilfe, da er eine wichtige Entdeckung gemacht hat. Allerdings kann er nicht offen darüber reden und bittet sie, ihm nach Malta zu folgen um dort mysteriösen Ereignissen nach zu gehen. Nun dürft ihr selbst Hand anlegen. Auf dem oberen Bildschirm ist eine Übersichtskarte des jeweiligen Raumes oder Areals in dem ihr euch gerade befindet. Auf dem Kartenausschnitt des unteren Bildschirms wird interagiert. Es spielt sich das immer gleiche Schema ab: Finde ein paar vorgegebene Dinge auf dem unteren Bildschirm durch antippen, welche Objekte das sind, wird auf dem oberen Bildschirm genannt. Sobald alle Objekte gefunden sind muss ein kleines Minispiel absolviert werden.

Wenn man einmal nicht weiß wo man etwas findet, kann man sich durch tippen auf das Fragezeichen einen mehr als offensichtlichen Tipp geben lassen. Der Kartenausschnitt schwenkt auf das Objekt und es wird mit leuchtenden Sternchen angezeigt wo es sich befinde, damit man es nicht mehr verfehlen kann. Die Minispiele sind insgesamt zwar abwechslungsreich aber nicht sehr anspruchsvoll. Markiere 2 gleiche Farben oder gleiche eine Waage mittels Gewichten aus. Im Schnitt sind sie in wenigen Sekunden gelöst.

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Grafik: 

Die gerenderten Hintergründe sehen alle sehr nett aus. Die Charaktere sind alle im Comicstil gehalten, haben aber keine Animationen sondern lediglich ein paar verschiedene Bilder für die unterschiedlichen Mienen. Die Grafik in den Minispielen kann sich auch durchaus sehen lassen. Viel Bewegung kommt nicht ins Spiel, alles sind mehr oder weniger stehende Bilder.

Sound: 

Die Hintergrundmusik ist alles in allem recht gut gelungen, wird auf die Dauer aber recht eintönig und erinnert an die Musik in Fahrstühlen großer Kaufhausketten. Auf eine Sprachausgabe wurde verzichtet. Die Soundeffekte sind zwar keine Glanzleistung, klingen aber immerhin nicht nach Katze im Mixer, wie sie in vielen Budgetspielen zu hören sind. Die Lautstärke der Hintergrundmusik und Soundeffekte kann im Menü unabhängig voneinander eingestellt werden.

Steuerung: 

Gesteuert wird Point and Click-typisch nur mittels Touchscreen. Der Kartenausschnitt auf dem unteren Bildschirm kann zwar auch mit den Tasten oder Steuerkreuz verschoben werden, allerdings kann man diesen auch mit dem Stylus verschieben. In den Minispielen benötigt man selten eine ruhige Hand, die Touchscreenerkennung ist tadellos.

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Fazit: 

Das Spiel ist für geübte Spieler insgesamt keine große Herausforderung. Die Minispiele sind zu einfach und bereits nach wenigen Sekunden erfolgreich abgeschlossen und die Itemsuche, nach dem "Wo ist Walter“-Prinzip, beginnt schnell zu langweilen. Die Story bedient sich dreist an großen Genrevorbildern alá Baphomets Fluch, kann diese aber nicht annähernd so gut rüber bringen und wirkt im gesamten Spielverlauf eher wie ein notwendiges Übel, um den Minispielen einen Sinn zu geben.


Pro & Contra

+ Nette Opitk

+ Viele verschiedene Minispiele

- Viel zu niedriger Schwierigkeitsgrad

-  Auf dauer langweilige Fahrstuhlmusik

- Story nur Brücke zwischen den Minispielen

Wertung

Grafik:

Netter gerenderter Hintergrund, steife Charaktere, kaum Bewegung
Sound:

Auf dauer langweilige Fahrstuhlmusik
Spielspass:
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