C.O.P. The Recruit (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: VD Dev
Publisher: Ubisoft
Releasedatum: 01/10/2009
ab 12
Spieleranzahl: 1
Genre: Action-Adventure

Mit C.O.P The Recruit bringt Ubisoft einen Open World Titel für den Nintendo DS. Doch anders als in den meisten Spielen seiner Art, schlüpft ihr, wie der Titel schon vermuten lässt, in die Rolle eines Gesetzeshüters. Ob der kleine Handheld den hohen Erwartungen eines Open World-Titels gerecht wird, erfahrt ihr in unserem Test.

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Spielinhalt: 

Zu Beginn des Spiels seht ihr eine schicke Sequenz, in dem der vermeintliche Held in eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Polizisten verwickelt ist. Wie sollte es anders sein: Er wird abgedrängt und gestellt. Nachdem ein paar Täterfotos von unseren Protagonisten Dan Miles gemacht wurden, geschieht Unerwartetes: Jäger und Gejagter trinken abends in einer Kneipe zusammen ein Bier und unser Straßenrowdy wird von seinem Peiniger gefragt ob er seine Fertigkeiten nicht für die andere Seite, für das Gesetz einsetzen will. So kommt es das sich unser Held der CCD – City Controle Division anschließt. Diese ist eine Art bessere Polizei und scheint sich alle Rechte hinausnehmen zu dürfen, die sie zum durchboxen des Gesetzes benötigt. Eine staatlich geförderte Mafia?

Nun dürft Ihr zum ersten Mal selber Hand anlegen und die Kontrolle über unseren Protagonisten übernehmen. Da dieser heute Morgen aber ein wenig verschlafen hat, allerdings möglichst schleunigst zum CCD Hauptquartier gelangen muss, reibt Ihr kurzerhand den Freifahrtschein zum Diebstahl, die CCD-Marke, der Vermieterin unter die Nase um kurz darauf mit staatlicher Genehmigung ihr Auto zu entwenden. Mit dem angeeigneten Vehikel am Hauptquartier angelangt, startet ein kleines Tutoriel wie das 3C gehandhabt wird. 3C steht für City Controle Console. Es ist ein Navigationssystem, Taschencomputer, Pieper und Codeschlüssel in einem. Eben ein kleines multitalentiertes Helferlein für den freischaffenden Polizisten von heute. Um Codes für z.B. Schranken oder Tore ein zu geben haben sich die Entwickler etwas Besonderes einfallen lassen. Die Schranke zum Hauptquartier lässt sich beispielsweise durch einen im 3C Gespeicherten Code öffnen. Dazu müsst ihr erst im Verzeichnis nachschauen und hinterher mittels Touchscreen die passenden Ziffern in das 3C eingeben. Dieser übermittelt den Code und öffnet so die Schranke.

Nach dieser Unterweisung werdet Ihr aufgetragen den Schießstand auf zu suchen. Dumm nur, dass dieser sich außerhalb des CCD-HQ befindet. Also bekommt Dan einen Polizeitransporter als Dienstwagen zugewiesen um dort hin zu gelangen. Nun werden schon erste unterschiedliche Fahreigenschaften deutlich. Während der Wagen, den Ihr der Vermieterin geklaut, ähm… pardon, im Namen des Gesetzes zum Schutze der Bevölkerung ausgeliehen (?!) habt, fast wie ein Brett auf der Straße lag, steuert sich der Kleinbus wie ein Kasten Knete.

Nach den Zielübungen auf dem Schießstand wird unser Held auf die Straße geschmissen wo er sich jeglichen Wagen wie es ihm beliebt von der Bevölkerung mopsen kann, auch vor Einsatzmitteln wie Rettungswagen, Polizeistreifen oder Feuerwehrfahrzeugen braucht Ihr kein Halt machen. Und da Ihr ja auf der guten Seite des Gesetzes seid, braucht Ihr auch keine Angst haben, dass ein übereifriger und gesetzestreuer Polizist euch den Spaß vermiesen will. Einsatzfahrzeuge bringen euch bis auf anderen Fahreigenschaften keinen nutzen, die stets ertönenden Martinhörner bringen die rücksichtslosen New Yorker Autofahrer nicht dazu die Fahrbahn zu räumen. Mit gestohlenen Fahrzeugen fahrt ihr nun durch die Gegend und bekommt dabei Haupt- und Nebenaufgaben auf euer 3C übermittelt. Bei Hauptaufgaben wird eine Krimireife Story erzählt. Wenn ihr die Einsatzbefehle für Nebenaufgaben ein paar Minuten ignoriert, bekommt ihr eine Mitteilung, dass der Einsatz von der Polizei übernommen wurde.

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Grafik: 

Der kleine Handheld leistet mit C.O.P. The Recruit herausragendes. In dem Open World Titel kommt es zu keinen Ladezeiten während ihr New York erkundschaftet. Ausnahmen sind die kurzen Ladezeiten, wenn ein Gebäude betreten wird. Die Häuserfronten laden intelligent im Hintergrund mit und so hat es fast Seltenheitswert wenn einmal Häuserfronten plötzlich aufploppen. Einzig die Vehikel könnten ein wenig mehr Detailverliebtheit vertragen. Während einer Verfolgungsjagd kann es allerdings ziemlich nerven, wenn kurz vor eurem Wagen andere Verkehrsteilnehmer unvermittelt auftauchen, so dass ein Ausweichmanöver kaum den gewünschten Effekt erzielt. Anders als die Häuser werden diese nicht intelligent mit geladen.

Sound: 

Aus den kleinen Lautsprechern ertönt stets Stadtgetummel. Dies ist allerdings sehr verwirrend, wenn stets hupende und verbeirauschende Autos aus den Boxen erklingen, die Straßen allerdings leer bleiben. So ziemlich das Nervtötenste sind die Martinhörner der entwendeten Einsatzmittel, welche sich nicht abschalten lassen und ohnehin ohne nutzen sind.

Steuerung: 

Die Möglichkeiten des DS werden wohl in kaum einem anderen Spiel derart ausgeschöpft wie in diesem Titel. Die Fahrzeugsteuerung erfolgt über das Steuerkreuz und den Knöpfen, selbiges wenn ihr zu Fuss unterwegs seid. Einziges was bei den Spaziergängen stört, das nicht gleichzeitig mit dem Steuerkreuz gelaufen und mit den Y und A die Kamera gedreht werden kann. Sobald die Perspektive gedreht wird, bleibt Dan kurz stehen. Wenn eine Waffe gezogen ist wird mit dem Steuerkreuz seitlich und vor- und rückwärts bewegt und mit dem Stylus gezielt. Die Waffen werden mit Druck auf die Schultertaste abgefeuert.

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Fazit: 

C.O.P. The Recruit ist sicherlich ein Open World Titel, der alleine durch seine flüssige Spielbarkeit auf dem Nintendo DS überzeugen kann. Dabei kommt es allerdings nicht um einen direkten Vergleich mit GTA Titeln drum rum. Was allerdings in dem Spiel durchgängig als eigenartig, wenn nicht sogar als störend empfunden werden kann, dass unser freischaffender Polizist den Bad Guy heraushängen lässt und sich nach Gutdünken an der Bevölkerung vergreifen kann. Ein paar Überfahrene Passanten stören ihn genauso wenig wie dutzende Autodiebstähle. Im Großen und Ganzen lässt sich allerdings sagen, das C.O.P. ein solider GTA Klon ist. Wer seinen Spaß an GTA China Town Wars für den DS hatte sollte sich auch einmal diesen Titel genauer an schauen.


Pro & Contra

+ Keine Ladezeiten

+ Gelungene Open-World

+ Nette Krimistory

- Ignorante New Yorker Autofahrer

- Spät auftauchender Gegenverkehr

- Ominöse Hintergrundgeräusche

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
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Kommentare

Staatlich geförderte Mafia? Klingt ja verdächtig bei Crackdown geklaut.

Ich hör den Titel zum ersten mal...
mag daran liegen das ich mich wenig für XBOX spiel interessiere, auch von perlen wie Prototype bekomme ich erst, wenn überhaupt, was mit wenn ein freund sich die zulegt

Hab mir mal nen vid auf youtube angeschaut, sieht komisch aus^^

Naja, was willste erwarten wenn du später 15m hoch springen kannst
Der englische Wikipedia-Artikel ist da etwas aufschlussreicher.