Cursed Mountain (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: Sproing
Publisher: Deep Silver
Releasedatum: 21/08/2009
ab 16
Spieleranzahl: 1
Genre: Horror

Genug von dem immer gleichen Einheitsbrei im Grusel-Genre? Dann solltet ihr einmal einen Blick auf Cursed Mountain aus dem Hause Deep Silver werfen, denn hier wird gänzlich auf ein unverbrauchtes Thema gesetzt. Wie die finale Version des Spiels schließlich geworden ist, verraten wir euch in unserem Review.

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Spielinhalt: 

Der Bruder von Hauptcharakter Eric Simmons ist auf der Suche nach einem Artefakt auf dem Berg Chomolonzo im Himalaya verschollen. Um den Bruder nicht seinem Schicksal zu überlassen, zieht Eric vom Fuße des Berges in der Stadt Lhando gen Sptize los. Doch bereits in den ersten Spielminuten werdet ihr feststellen, dass hier irgendwas nicht richtig ist, denn sämtliche Bewohner des beschaulichen Örtchens sind verschwunden und seltsame Erscheinungen begegnen euch in den verwinkelten Gassen.

Diese Umgebung dient zeitgleich als Tutorial, um in die für Wii-Verhältnisse umfangreichere Steuerungsmethode einzusteigen. So lernt ihr unter anderem auch, dass ihr euch mit verstreut herumliegenden Räucherstäbchen an speziellen Altaren heilen könnt, um eure Gesundheitsleiste wieder aufzufüllen und nach dem Aufspüren eines Eispickels, der scheinbar eurem Bruder gehört hat, lernt ihr auch diverse Kampfbewegungen - ebenso Möglich ist auch die Nutzung vom sogenannten "Dritten Auge", welches euch n einen alternativen Sichtmodus versetzt, bei dem ihr nicht nur Geheimnisse wie leuchtende Symbole aufspürt und durch Interaktion mit selbigen verschiedene Events auszulöst, sondern auch mittels Energiebeschuss diverse böse Geister aufs Korn zu nehmen.

Ist dies erstmal verinnerlicht, wandert ihr immer weiter über Bergpfade und verlassene Dörfer gen Spitze des Berges entgegen - der Weg an sich ist zwar linear, dennoch solltet ihr systematisch vorgehen, da die Entwickler euch keine Karte spendiert haben, worunter die Übersicht etwas leidet. Die Beschränkung auf dieses Setting lässt daher auch leider nicht viel Abwechslung zu und so macht ihr immer das gleiche: Ihr Erkundet die Umgebung, spürt Symbole mittels dem "Dritten Auge" auf, sammelt ein Räucherstäbchen nach dem anderen auf, lest euch herumliegende Textfetzen für Hintergrundinfos durch und meuchelt Gegner.

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Grafik: 

Auch die Optik beschränkt sich auf eine schmale Farbpalette - so begrüßen euch immer wieder die gleichen grau-braunen Farbtöne mit ihrem wunderbaren Einheitsbrei, von denen die Laufanimationen wohl einen Parkinson-Anfall erlitten haben müssen. Doch auch wenn es technisch getrickst ist, die Weitsicht ist für Wii-Verhältnisse eine Augenweide, da stets der komplette Berg im Blickfeld ist und auch die Partikeleffekte können sich sehen lassen.

Sound: 

Der Titel zeichnet sich durch eine enorme dichte Atmosphäre aus, wodurch hauptsächlich die Sounduntermalung verantwortlich ist. Im verlassenen Städtchen rauscht euch der Wind durch die Boxen entgegen, anderorts werden passende Musikstücke zu den Szenarien gemischt, ebenso wird der Lautsprecher der Wii-Fernbedienung wiederholt verwendet. Auch die deutsche Sprachausgabe ist im Gesamtbild gelungen ausgefallen.

Steuerung: 

Während die Wiimote und Nunchuk Kombination mit sinnvoller Tastenbelegung beglückt wurde, nervt das Wii-typische Gefuchtel während der Kämpfe, was sich bei den Finisher-Moves darin gipfelt, auf dem Bildschirm eingeblendete Bewegungen nachzuahmen, was bis auf bestimmte Ausnahmen ordentlich funktioniert.

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Fazit: 

Cursed Mountain weist ein paar außergewöhnliche Ideen auf, weiss aber letztlich nicht genau, was es sein will. Rätselfreunde stören sich an den wenigen Rätseln (die sich dann auch noch häufig ähneln), Survival-Horror Fans beschweren sich über die Tonnen von heilenden Räucherstäbchen und Action-Fans ägern sich über unfaire Stellen bei Boss-Kämpfen. Ebenfalls will das Spiel wohl gruselig sein, was ihm aber eher schlecht als recht gelingt. Doch da das Genre auf der Wii chronisch unterbesetzt ist, dürfen Anhänger ähnlicher Genre dennoch einen Blick riskieren und lassen sich durchschnittlichen 10 Stunden von der zürnenden Göttin des Berges maltretieren...

Wir danken Deep Silver für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ Unverbrauchtes Thema
+ Dichte Atmosphäre
+ ca. 10 Std. Spieldauer

- Grau / Braune Matschgrafik
- Hakelige Kameraführung
- Seltsame Laufanimationen
- kaum Wiederspielwert

Wertung

Grafik:

Hohe Weitsicht, gute Effekte, komische Laufanimationen, eintönige Umgebungsgrafik
Sound:

Gelungene deutsche Sprachausgabe, passende Musikuntermalung
Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 6 (1 vote)

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Kommentare

Ich find das Spiel eigentlich ganz cool, die beklemmende Bergsteigtour hats mir irgendwie angetan.

Auch wenn das Spiel ohne Zweifel ein paar MAcken hat.
Meine pers. Wertung liegt irgendwo im 7er Bereich. Aber wie bei vielen Wii Spielen gilt wohl auch bei Cursed Mountain.. viel verschenktes Potenzial.