Detective Conan: Die Mirapolis-Ermittlung (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Marvelous Entertainment
Publisher: Electronic Arts
Releasedatum: 29/01/2009
ab 12
Spieleranzahl: 1
Genre: Action-Adventure

Ein jeder dürfte wohl Detective Conan mindestens aus der Anime-Serie kennen. Doch angefangen hat alles als Manga und weiter geht es nun als Videospiel auf Nintendos Wii. Wie sich der Meisterdetektiv in Detective Conan: Die Mirapolis-Ermittlung schlägt, erfahrt ihr in unserem Review.

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Spielinhalt: 

Nachdem Shinichi Kudo durch ein geheimnisvolles Gift geschrumpft wurde, muss er fortan in der Gestalt eines Grundschülers seine interessanten Fälle lösen. In Detective Conan: Die Mirapolis-Ermittlung landen Conan und seine Freunde die Detektiv-Boys, dank Kogoro Mori, bei er Eröffnungsfeier des Freizeitparks „Mirapolis“. Doch wer die Serie kennt weiß, dass es bei solchen Ausflügen der Gruppe immer zu dem ein, oder anderen Verbrechen kommt. So muss sich Conan Edogawa nicht nur mit einem verschwundenen Taschentuch, sondern auch mit einer Leiche im Pool die Nacht um die Ohren schlagen.

Nach der Eröffnungsrede des Managers habt ihr die Möglichkeit die anwesenden Gäste zu befragen. Bei diesem Tutorial wird euch gezeigt, wie wichtig es ist, über alle Personen bestens bescheid zu wissen. Alle Personen ausgefragt, macht ihr euch auf den Weg in die Spielehalle, in der nicht nur Spielautomatenein - ein paar von ihnen könnt ihr sogar spielen - sondern auch gleich der erste Fall auf euch wartet. Das Taschentuch des angeblichen Meisterdetektivs Kogoro Mori ist verschwunden und ihr kommt erst weiter, wenn ihr dieses dann auch gefunden habt. So befragt ihr erst mal alle Anwesenden darüber aus, was sie zu dem Fall zu sagen haben, um dann mithilfe der Indizienkette den Fall zu lösen. Die Indizienkette findet ihr in eurem Menu und ist dazu da, die Aussagen der Zeugen in die richtige Reihenfolge zu bringen, um so den Tathergang nachzuvollziehen. Gut hierbei ist, wenn man absolut kein Plan hat, kann man solange rumprobieren, bis man die richtige Reihenfolge inne hat. Andererseits wirkt die Indizienkette eher aufgesetzt und man hätte sie sich sparen können. Auch ist sie nicht besonders logisch. Zu den Fragen die euch beim ausfüllen der Indizienkette gestellt werden, müsst ihr anhand eurer Informationen die passenden Antworten finden. Dieses ähneln sich aber oft und da kommen wir dann wieder zu dem rumprobieren.

Nachdem ihr Kogoro sein Taschentuch wieder gebracht habt, macht ihr euch mit Ai, dem Solarbetriebenen Skateboard und eurem Walkie-Talkie Anstecker auf den Weg die Gegend zu erkunden. Dabei führt euch euer Weg auch zum Pool, in dem ihr eine Frauen-Leiche schwimmen seht. Sogleich erkennt ihr die Frau – sie war auch bei der Eröffnungsrede. Ganz der Detektiv macht ihr euch gleich daran, die Leiche nach Hinweisen zum Mörder zu untersuchen. Dabei findet ihr eine Handtasche, in der sich neben Frauenkram, auch ein interessanter Zeitungsartikel befindet. Nachdem ihr dem Manager euren Fund mitgeteilt hab, geht es dann auch richtig los.

Wie in dem Taschentuch-Fall müsst ihr euch nun auf den Weg machen und alle Gäste befragen. Dies ist jedoch nerviger als Gedacht, denn der „Park“ bzw. das Gebäude ist riesig. Und ihr könnt von Anfang an alles erkunden. Somit habt ihr keine Einschränkungen und euch bleibt nichts anderes übrig, als überall nach Personen zu suchen, die auch was zu dem Mord zu sagen haben. Zum Glück hat man aber das Skateboard dabei, welches die unendliche Wege der Ermittlungen verkürzt. Die Unterhaltungen jedoch kann man nicht steuern. Die Fragen werden automatisch gestellt, ihr könnt also nicht selbst welche auswählen. Somit erhält das Spiel noch viel mehr den Geschmack einer interaktiven DVD.

Mit eurem Walkie-Talkie Anstecker haltet ihr ständigen Kontakt zu den Detective-Boys, die für euch so manch wichtige Information parat haben. Allerdings sollte man sich nicht allzu sehr darauf verlassen, da sie einem auch oft genug nur belangloses Zeug erzählen. Demnach sollte man sich vielmehr auf seinen eigenen Instinkt und Fähigkeiten konzentrieren.
 

Nett zu erwähnen ist auch, dass man in der Spielehalle einige der Minispiele spielen kann, wie zum Beispiel ein Beat 'em Up, oder ein „Schlag den Maulwurf“. Insgesamt könnt ihr während der Hauptstory durch sechs verschiedenen Minispielen aus dem linearen Spiel ausbrechen.
 

Auch der Schwierigkeitsgrad hält sich in Grenzen. Für jüngere Zocker noch durchaus geeignet, fühlen sich die älteren unter uns schnell gelangweilt. Unnötiges langes Suchen entspricht nunmal nicht den Vorstellungen älterer Spieler, von einem guten Spiel, dass einen fordert.

 

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Grafik: 

Das größte Manko an dem Spiel ist die Grafik. Im besten Fall kommt es der Optik eines späten Nintendo 64 Spiel nahe. Die Texturen sind verwaschen, die Farben blaß. Dass die Minispiele in der Spielehalle eine noch schlechtere Grafik haben, als das Hauptspiel selbst, kann man nur so entschuldigen, dass es sich nunmal nur um Automaten handelt. Auch versteht man nicht, was an dem Mirapolis so aufregend sein soll. Ein riesiges Gebäude mit einem Pool, einer Spielhalle und ein kleiner Garten, machen noch lange kein Freizeitpark aus. Auch hier hätte man sich mehr Mühe geben können. Einzig die sich an das Original haltenden Zwischensequenzen, trösten ein wenig über den vernachlässigten Rest hinweg.

Sound: 

Dieser hält sich wenigstens an die Animevorlage. Wobei man aber sagen muss, dass hier Abwechslung sogut wie nicht vorhanden ist. Während eurer Ermittlungen, schallt euch ein und dieselbe Melodie entgegen. Etwas neues hört ihr meist nur, sobald ihr euch eins der Minispiele vornehmt. Die Synchronisation ist hingegen ganz ok. Auch wenn sich Conans englische Stimme etwas quitschig anhört. Positiv hingegen ist, dass ihr auch eine japanische Aussprache auswählen könnt, das ist selten und daher was besonderes. Es genügt dennoch, nur die deutsche Sprache zu beherrschen. Die Menus und Untertitel sind deutsch.

 

Steuerung: 

Ihr könnt wählen ob ihr die Remote allein nutzt, oder zusammen mit dem Nunchuk. Von der Steuerung allein mit der Remote ist allerdings abzuraten, da man Conan dann allein mit dem Steuerkreuz fortbewegen muss, dies ist sehr umständlich und fühlt sich krampfhaft an. Besser ihr benutzt zum herumlaufen den Analog-Stick des Nunchuk, die Steuerung ist bedeutend einfacher zu handhaben, als das Steuerkreuz. Die Lupe steuert sich hingegen intuitiv. Den „A“-Button drücken und die Remote auf das zu untersuchende Objekt richten. Das Detektivwerkzeug ruft ihr mit dem „+“ bzw. dem „-“-Button auf. Im Großen und Ganzen ist die Steuerung so ziemlich das einzige, mit dem man in Detective Conan: Die Mirapolis-Ermittlung zufrieden sein kann.

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Fazit: 

Es ist wirklich schade, da hat der Meisterdetektiv Conan Edogawa seinen ersten Auftritt auf Nintendos Wii und soviel läuft verkehrt. Die Ermittlungen werden unnütz durch endlose Rennerei in die Länge gezogen. Die Indizienkette dient allein dem Zweck, sich den Tathergang nochmal vor Augen zu führen, obwohl man das von ganz allein macht. Das Augenscheinlichste, dass einem vor Augen führt wie unfertig der Titel leider rüberkommt, ist die Grafik. Schade, denn die Wii kann einiges mehr leisten, als gutes Nintendo 64 Niveau. Es gibt viele Spiele bei denen man sagt, dass sie eher was für Fans sind und dies trifft auch bei Detective Conan: Die Mirapolis Ermittlung zu.

 


Pro & Contra

+ original Sound der Serie

 

 

 

- schlechte Grafik
- zu große Areale
- wenig fordernd

 

Wertung

Grafik:

unfertig und verwaschen
Sound:

wiederholt sich ständig
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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