Die Sims brechen aus (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Maxis
Publisher: Electronic Arts
ohne Altersbeschränkung
Spieleranzahl: 1-2
Genre: Simulation

Nachdem Die Sims drei Jahre lang auf dem PC lebten und zum erfolgreichsten Spiel aller Zeiten wurde, kommt nun sein Nachfolger am Zug. Und auch hier feierten sie einen weltweiten Triumph. Grund genug an den Erfolg des ersten Teils nahtlos anzuknüpfen und mit Die Sims brechen aus das Beste noch besser zu machen. Ob der Nachfolger genau so gut ist, könnt Ihr in nachfolgendem Test lesen.

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Spielinhalt: 

Das Spiel teilt sich genau wie der Vorgänger in zwei Modis auf. Das eigentliche Spiel besteht aus dem „Brich aus“ Modus. Darin werdet Ihr von eurer Mutter permanent genervt und entschliesst euch auszuziehen. Das ist auch die Haupsächliche Neuerung an Die Sims brechen aus, Ihr könnt zu verschiedenen Orten fahren, sei es das Haus eurer Mutter, einer Freundes, der Disco u.v.m. Einige Örtlichkeiten müssen natürlich zuerst von euch freigespielt werden.

Doch nun wieder zum Brich aus Modus. Zunächst fängt euer Sim klein an und muss Aushilfsjobs erledigen. Nach seiner Arbeit trainiert er, entsprechend der Anforderungen für eine Beförderung, seine Logik, Kreativität, sein Charisma oder sein Geschick. Dafür stehen euch verschiedene Gegenstände wie ein Schachbrett, ein Fitnessgerät oder ein Spiegel zur Verfügung. So lernt der Sim nach und nach und erhält Erfahrungspunkte. Hat er die nötigen Kenntnisse erworben, steigt er auf. Dadurch verdient er mehr, muss aber auch zu anderen Zeiten arbeiten. Da diese Wechsel sich direkt nach der Beförderung vollziehen, kommt es vor, dass der Tagesablauf eures Schützlings durcheinander geworfen wird. Wer um 15 Uhr nach Hause kommt, denkt, dass er bis neun Uhr zur Entspannung fernsehen kann, dann aber nach dem Karrieresprung bereits um 23 Uhr wieder arbeiten muss, sieht die Energiewerte langsam aber sicher in den Keller sinken. Also heisst es umdenken und neu planen.

Wie in den anderen Sims spielen ist die Laune das Wichtigste. Man muss darauf achten das er genug Schlaf hat, das er genug Licht hat, das er genug Spass und natürlich das er was zu essen hat, um nur wenige zu nennen. Ausserdem sollte der Sim im beruflichem Leben aufsteigen. Damit dem auch so ist, solltet ihr euch bei Zeiten um die bereits angesprochende Beförderung bemühen. Diese erhaltet ihr aber nur dann, wenn ihr euer Charisma stärkt, eure Logik fördert oder den Sinn für Mechanik schärft. Neben diesen ganzen sekundären Problemen tun sich für euch auch die oben genannten zahlreichen Schwierigkeiten des Alltags auf. Wenn euch die ganze Arbeit über den Kopf wächst, könnt ihr euren Schützlingen auch mal ihren eigenen Willen lassen. Doch dann braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn schon mal - aufgrund Schlafmangels - der Bus zur Arbeit verpasst wird. Der Schwierigkeitsgrad, welcher an euch in den Aufgaben gestellt wird, steigt langsam, aber kontinuierlich an, so dass sowohl Einsteigern als auch Profis genug Abwechslung geboten wird.

Jetzt kommen wir zum zweiten Spielmodus, dem Freeplay Modus .In dem könnt Ihr euch eine nette kleine virtuelle Familie erstellen und ihr Schicksal in die eigenen Hände legen. Dadurch wird sie ihren Tagesablauf eigenständig versuchen zu managen und sich bei Bedarf ihre Luxusartikel selbst im nächsten Baumarkt oder anderswo kaufen. Ihr könnte ausserdem den GBA via Linkkabel mit dem GameCube verbinden und so ihre Spielstände beziehungsweise Spielfiguren benutzen. Dazu findet sich des Weiteren ein spaßiger Zweispieler-Modus per Splitscreen, der auch schon im ersten Konsolen-Sims überzeugen konnte.

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Grafik: 

Optisch gesehen ist das Spiel ziemlich ansprechbar und hat sich zum Vorgänger prächtig gemausert, man könnte es schon fast mit dem kommendem Sims 2 für den PC verwechseln. Viele Features dienen nicht nur der grafischen Gestaltung, sondern erweisen sich auch als äußerst nützlich. So gibt es erstmals einen Tag-Nacht-Zyklus, durch den eure Sims in ihrem Verhalten geprägt werden. Wer zum Beispiel zur Nachtschicht raus muss, sollte vorsichtig mit seinen Mitmenschen umgehen, die ansonsten einen Streit vom Zaun brechen könnten, wenn sie sich in ihrer gewohnten Ruhe gestört fühlen.

Die Einrichtungsgegenstände wurden ebenfalls alle sehr liebevoll bis ins letzte Detail gestaltet worden, aber auch die verschiedenen Verkehrsmittel sind eine echte Bereicherung. Während noch im Vorgänger lediglich ein Lade-Bildschirm eingeblendet wurde, könnt ihr euren Charakteren nun zusehen, wie sie vergnügt durch die Landschaft flitzen. Die Umgebungsgrafik wurde um einige Objekte bereichert und zahlreiche neue Gegenstände laden zum Shoppen ein. Jedoch ist die Grafik bei Sims Spielen nicht das wichtigste.

Sound: 

Es ist praktisch keine Musik vorhanden. Etwas geduudle kommt aus der Soundanlage raus und der Titelsong hat auch nicht die Qualität, als Ohrwurm kategorisiert zu werden. Dagegen sind die Soundeffekte erste Klasse, sie reichen von den nächtlichen Geräuschen der Grille über die Spülung der Toilette bis hin zu den emotionalen Geräuschen, die das virtuelle Leben den Sims entlocken. Doch leider gibt es immer noch keine Sprachausgabe.

Steuerung: 

Die Steuerung ist ziemlich gut gelungen. Mit dem Stick bewegt ihr eine Art Leucht-Cursor über Objekte und Charaktere. Wollt ihr mit diesen interagieren, drückt ihr einen Button zur Ausführung oder Abwahl. Dabei reagiert die Steuerung sehr präzise und dank einer guten Kamerapositionierungs- und Zoomfunktion seid ihr stets auf der Höhe des Geschehens. Erstmals dürft ihr mit verschiedenen Fahrzeugen durch die Landschaft fahren und eurem Sims dabei zusehen. Zur Verfügung stehen neben einem Roller auch ein Buggy und ein Luxus-Schlitten.

Mit den Schultertasten könnt Ihr die Zeit beinflussen, während die L-Taste das Spiel anhält, wird durch die R-Taste das Tempo wesentlich erhöht. Mit dem C-Stick behaltet Ihr die nötige Übersicht, denn damit könnt Ihr mit der Kamera reinzoomen, und die Perspektive zu 360 Grad drehen.

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Fazit: 

In diesem Spiel könnt Ihr eine fast perfekte virtuelle Welt erschaffen. Es gibt eine Welt zu erkunden, es gibt noch mehr zu tun und für Fans der Serie sicherlich auch unendlich viel Spaß. Die Steuerung ist an Einfachheit kaum noch zu überbieten, die aufpolierte Grafik macht einen in sich stimmigen Eindruck und über neue Karrieren und zahlreiche Kaufobjekte freut sich jedes Sim-Herz. Doch leider wird einem zu wenig Abwechslung geboten. Denn Die Sims brechen aus ist schlicht eine Modifikation des Vorgängers. Ausserdem ist der Speicherverbrauch von 161 Blöcken eine Frechheit.


Pro & Contra

+ einfache Steuerung
+ ansprechende Grafik

- wenig Abwechslung

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
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