Die wahnsinnige Welt des Sports (Wii)
Als Party Konsole ist die Wii bereits seit Einführung bekannt, besonders durch Spiele wie Wii Sports und in jüngster Zeit durch Wii Sports Resort weiß die Konsole mit der Bewegungsteuerung immer wieder zu begeistern. Natürlich sind auf diesen Minispiel Zug eine ganze Menge Hersteller aufgesprungen. So kommt es, dass die Wii in regelmäßigen Abständen von mehr oder weniger gelungenen Minispiel Sammlungen beglückt wird. Um aus dieser Masse an Party Spielen herauszustechen, müssen Publisher und Entwickler neue Wege gehen. Deswegen setzt SEGA mit Die wahnsinnige Welt des Sports auf extrem durchgeknallte „Sportarten“. Wie sich das Spiel im Test schlägt erfahrt ihr in den nun folgenden Zeilen.
Der Name ist Programm, bei Die Wahnsinnige Welt des Sports setzt man bei der Zusammensetzung der Sportarten auf recht ausgefallene Themen. Insgesamt gibt es zehn mehr oder weniger ordentlich designte Sportarten bzw. Minispiele. Ihren größten Reiz ziehen diese natürlich durch den besagten „Wahnsinn“. Im Singleplayer Modus kann man diese Minispiele im sogenannten Tourmodus bestreiten. Dieser setzt bestimmte Spiele voraus, welche man dann erfolgreich gegen die Gegner austragen muss.
Bevor es losgehen kann müsst ihr euch für einen der Charaktere entscheiden. Leider ist die Auswahl arg begrenzt. Besonders im Vergleich mit Spielen wie Mario und Sonic bei olympischen Winterspielen oder dergleichen. Die Charaktere unterscheiden sich in den Attributen Stärke, Geschwindigkeit, Technik und Intelligenz.
Doch kommen wir zum eigentlichen Inhalt des Spiels, den Minispielen. Wie bereits gesagt gibt es insgesamt Zehn durchgeknallte Sportarten die auf folgende Namen hören. Thunfisch Weitwurf, Möbelrennen, Pulckstockspringen, Extrembügeln, Kartenboxen, Rasenmäherraserei, Käserollen, Schlammrutschen, Eisgolf und Baumfällersport. Im Grunde erklären die Namen zumeist auch schon recht passabel den Inhalt der Spiele.
Beim Extrembügeln zum Beispiel werdet ihr aus einem Flugzeug geworfen und ihr müsst um die Wette bügeln. Natürlich haben hier gestandene Hausfrauen einen gravierenden Heimvorteil! Im Grunde geht es beim Extrembügeln jedoch nur darum die gezeigten Befehle mit der WiiMote nach zu machen. Drückt also den richtigen Knopf oder bewegt die WiiMote in die vorgegebene Richtung. Wirklich spannend ist dies zwar nicht, aber zumindest kurzfristig, ist es doch lustig anzuschauen.
Beim Möbelrennen schwingt ihr euch auf oder in ein Möbelstück und müsst kleine Kurse in bester „Mario Kart“ Manier meistern. Dies ist natürlich nicht annähernd so spannen wie eine echte Partie Mario Kart. Wie der Name Thunfisch Weitwurf vermuten lässt, geht es darum einen Thunfisch am weitesten zu werfen! Den Inhalt des Spiels hat man in anderer Optik auch schon in Dutzenden anderen Spielen gesehen, schwingt die WiiMote und werft so den Fisch.
Das Kartenboxen ist eine Mixtur aus Box Minispiel und eine Art Memory. Abwechselnd wird Karten und Boxen gespielt. Habt ihr ein glückliches Händchen beim Memory kann der Spieler seinen Boxer ein wenig aufrüsten oder besondere Statuseffekte verpassen. Klingt ganz interessant ist in der Praxis leider vollkommen langweilig.
So oder so ähnlich läuft es bei den anderen Minispielen dann auch, von der Bedienung her, ist es alles ein alter Hut nur die Hülle ist ist eben eine andere. Dabei geben sich interessante und leidlich spaßige Minispiele die Klinke in die Hand.
Grafisch lässt Die Wahnsinnige Welt des Sports nicht unbedingt die Muskeln spielen. Zweckmäßig wäre wohl der am besten passende Ausdruck. Die Sportarten werden lustig in Szene gesetzt und bringen einen zum Schmunzeln.
Alles in allem fängt die Musik recht schnell an zu nerven. Besonders deswegen weil sich die Sprachsamples ständig wiederholen. Ansonsten ist die Musik nicht wirklich auffällig und tritt nicht weiter negativ ins Auge.
Wie zum Teil schon im Spielinhalt erwähnt, gibt es keine großen Überraschungen für die Steuerung. Die Bewegungserkennung funktioniert passabel und die Steuerungs-Schemata sind zumeist vertraut. Schwingt die WiiMote oder vollführt zum rechten Zeitpunkt die Bewegung die auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Wie zu erwarten war unterhält Die Wahnsinnige Welt des Sports am besten wenn man ein paar Freunde hat, mit denen man die verrückten Spiele spielen kann. Da der Einstieg nicht schwer fällt, können die Freunde ohne große Kenntnisse dem Spiel beitreten. Im Grunde treffen alle Beschreibungen des Singleplayer Modus auch für den Mehrspielermodus zu. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass sie im Mehrspielermodus auch wirklich Spaß machen. Leider besteht keinerlei Online Support.
Am Ende ist Die Wahnsinnige Welt des Sports doch wieder nur eine dieser Minispielsammlungen. Die Anfangs erwähnte Abhebung durch den „Wahnsinn“ ist nette Verpackung, doch im inneren, da sind die Unterschiede zu anderen Sportspielsammlungen nur minimal. Am Ende heisst es also wie bei allen anderen Spielsammlungen. Wie gut funktionieren diese Minispiele und machen sie Spaß. Und da ist das große Problem zumindest für Einzelspieler vergraben, die Spiele leiden an geringer Dauermotivation. Einzelspieler werden nach nur wenigen Stunden den Spaß verlieren. Und insgesamt sind auch zu viele der Sportarten recht langweilig geraten. Für einen gepflegten Spieleabend mit Freunden taugt Die Wahnsinnige Welt des Sports aber durchaus. Aber auch im Mehrspielermodus dürfte das Spiel nur für ein paar Stunden bzw. für einen einzigen Spieleabend genug Motivation bieten.
Pro & Contra:
+ Verrückte Sportarten
+ Steuerung ist passabel
- Keine Dauermotivation
- Singleplayermodus langweilig
- Nervige Sounds
- Kein Onlinemodus
Wertung:







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