Eternal Darkness: Sanity's Requiem (GCN)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: Silicon Knights
Publisher: Nintendo
ab 16
Spieleranzahl: 1
Genre: Action-Adventure

"DEEP IN THIS DARKNESS PEERING, LONG I STOOD THERE, WONDERING, FEARING, DOUBTING" - Dieser Satz begrüßt den Spieler nach dem Einschalten des Gamecubes bei Eternal Darkness! Er wird im Grunde als eine Art Ladezeit benutzt, um den Spieler zwischen 50 und 60Hz Modus wählen zu lassen. Anschließend wird das Nintendo-Logo, dass der Programmierer "Silicon Knights" und das der Soundunterstützung, DOLBY PRO LOGIC II, eingeblendet. Danach startet ein düsteres Intro, das allerdings eher etwas Allgemeines zu Eternal Darkness aussagt und nichts zur Handlung verrät.

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Spielinhalt: 

Im eigentlichen Intro erfährt der Spieler mehr zur Handlung, es bleibt aber vieles im Dunklen, was auch sehr gut gelungen ist. Alexandra findet sich inmitten eines Alptraumes wieder, den der Spieler bereits voll steuern kann! Schafft man es, den Gegnern zu entkommen bzw. wird getötet, so wacht man auf, worauf die eigentliche die eigentliche Filmsequenz startet. Die wirklich Oscarverdächtigen Filmchen vermitteln eine sehr dichte Atmosphäre und treiben die Handlung immer sehr gut voran, man kann sich förmlich in Alexandra hineinversetzen!

Ein kurzes Wort zur Story:
Mitten in der Nacht wird Alexandra durch einen Telefonanruf geweckt, am anderen Ende der Leitung meldet sich die Polizei. Alexandra soll so schnell wie möglich zum Anwesen ihres Großvater eilen. Dort angekommen muss Alex allerdings zu ihrem Ernüchtern feststellen, dass ihr Großvater auf grausame Art und Weise getötet wurde! Die Polizei kann allerdings keine Spuren finden und stellt sich allgemein sehr dumm an bei der Aufklärung des Mordes. So nimmt Alexandra das Heft selber in die Hand und ermittelt auf eigene Faust. Dabei passieren ihr und auch dem Spieler eine Menge seltsame, makabre und furchterregende Dinge!

Charaktere im Überfluss!
Es gibt nicht nur einen Charakter, den man steuern kann, nein neben Alexandra sind noch 11(!) weitere Figuren spielbar! Man steuert zwar Alexandra durch eine Art Hauptwelt, dem Anwesen des Großvaters, jedoch liest Alexandra nach und nach 12 Kapitel aus einem Buch, das die Geschichte des Anwesens und die der Dunkelheit erzählt. In jedem dieser Kapitel spielt man eine andere Person, darunter römische Krieger, Mönche und Architekten. Jede dieser Figuren hat andere Waffen zur Verfügung, obwohl das Kampfsystem immer gleich leicht und vielleicht auch etwas eintönig wird nach einiger Spielzeit!

Das Sanity-Meter:
Neben der roten Lebensanzeige und der blauen Mana- Anzeige findet man auch eine grüne Anzeige auf dem Bildschirm. Dieser Balken representiert den geistigen Zustand des momentanen Charakters. Wird der Charakter von Gegnern erblickt und angegriffen, so sinkt dieser Balken immer weiter! Je niedriger er ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, eine der vielen Halluzinationen  zu erleiden, die den Spieler oftmals unerwartet und schockend überraschen. Z.B. steht der Raum in den man gerade ging auf dem Kopf, man zerfällt nach und nach, nur euer Kopf fällt runter und man kann ihn aufnehmen, wobei der einzige Kommentar dabei nur ist "To Be, Or Not To Be". Davon gibt es mehr als genug Varianten, die aber jeder selber erfahren muss!

Hannibal 4?
Nicht nur, dass die Gegner, Mumien, Skelette und undefinierbare Kreaturen richtig ekelig und furchterregend aussehen, sie können auch nach belieben zerstückelt, zerfleischt und aufgespießt werden! Der Spieler kann je nach momentanem Charakter mit seinem Säbel, seiner Muskete oder seiner Pistole [etc..] die einzelnen Körperteile wie Arme, Korpus und Kopf der Kreaturen anvisieren und diese nach und nach bearbeiten! Dabei spritzt mehr Blut, als es auf einer Intensivstation im Krankenhaus gibt! Liegen die Gegner am Boden, kann man zu einem Finishing-Move ansetzen, dieser bewirkt, dass der Gegner noch etwas Sanity wieder gibt und es sieht einfach genial aus! Diese Finishing-Moves reichen vom simplen Todesschuss bis hin zum schon sadistisch anmutendem Rummetzeln in den Überresten des Gegners!

Eternal Darkness = Resident Evil?
Nein! Während man bei Resident Evil mehr auf derbe Schockeffekte setzte, so liegt bei Eternal Darkness der Schwerpunkt mehr darin, den spieler langsam in den Wahnsinn zu treiben und ihn nicht mehr zwischen einem realen Reboot der Konsole und einer Halluzination unterscheiden zu lassen! Sicherlich spritzt sogar mehr Blut bei ED als bei RE, aber dies steht bei dem Spiel weniger im Vordergrund als beim Horror-Hit aus dem Hause Capcom! Denn nicht umsonst wird ED als Action-Advenutre und nicht als Survival-Horror eingestuft!

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Grafik: 

Sie ist sicherlich nicht das, was der Gamecube zu leisten im Stande wäre, trotzdem ist sie gut und durchaus ansehnlich! Besonders die guten Animationen der Figuren, ob Freund oder Feind, sind sehr flüssig und hübsch gelungen! Es gibt auch keine Slow-Downs, was dem Spielfluss sehr gut tut!

Kamera:
Seit Super Mario Sunshine ein sehr heikles Thema, aber wir können Entwarnung geben! Die Kameraführung ist die wohl beste, die ich je gesehen habe! Man hat das Geschehen immer im Blick und durch gekonnte Kameraschwenks erreicht auch das In-game Geschehen neben den Zwischensequenzen-Filmniveau!

Sound: 

Wie schon am Anfang erwähnt spendierte man Eternal Darkness Dolby ProLogic II, was man selbst mit lediglich 2 Lautsprechern genieße kann! Denn der Sound hört sich auch ohne Rundumklang einfach nur göttlich an und kann in jedem Fall überzeugen! Ebenso ist die Musikuntermalung einfach nur vorbildlich, die Musik im Spiel ist dynamisch und verändert sich, je nach Situation!

Steuerung: 

Die Steuerung geht recht gut von der Hand, allerdings steuern sich die Spielfiguren teilweise recht langsam. Zudem ist die Kampfsteuerung etwas gewöhnungsbedürftig, besonders das Zielen auf Körperteile fällt anfangs etwas schwer. Nach kurzem Eingewöhnen hat man die meisten Schwierigkeiten allerdings hinter sich gebracht.

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Fazit: 

Ein wirklich vortreffliches Spiel, das mit allem aufwarten kann, was der Spieler von heute braucht: zwar nicht sehr gute, aber gute Grafik, sehr guter Sound und eine unglaubliche Spielbarkeit sowie eine sehr dichte Atmosphäre! Allerdings und da ist mal wieder der Harken der bisher erschienen Gamecube - Titel: Eternal Darkness bietet einfach nur kurze Spieldauer! Ein geübter Spieler, der sich verständlicherweise nicht mehr lösen kann vom Gamepad wird das Spiel in maximal 10 Stunden durchspielen können, alle anderen werden bis zu 18 stunden brauchen! Wer es aber nicht hat oder nicht einmal probiert, der verpasst auf jeden Fall etwas Großes!


Pro & Contra

+ großartige Atmosphäre
+ die verrückten Effekte

- Grafik nicht optimal
- Kampfsteuerung gewöhnungsbedürftig

Wertung

Grafik:

Sound:

Spielspass:
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