Final Fantasy Fables: Chocobo's Dungeon (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US) Boxart (JAP)
Publisher: Square Enix
Releasedatum: 31/10/2008
ab 6
Spieleranzahl: 1
Genre: Rollenspiel

Oh wie ist das schön. Endlich kommt nun auch Final Fantasy Fable: Chocobos Dungeon zu uns. Die Japaner durften sich schon ein Jahr früher auf machen die Erinnerungen zurück zu holen, aber dafür bekommen wir eine perfekt umgesetze PAL Version, oder etwa nicht? Nun gut, englische Sprachausgabe und englische Untertitel, zeugen jetzt nicht wirklich davon, aber ein Spiel hat auch mehr zu bieten, als nur die Sprache. Dafür verspricht dich knuddel Grafik uns ein leichtes Spiel, oder etwa auch nicht? Fragen über Fragen denen wir nun auf den Grund gehen.

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Spielinhalt: 

Unser Schatzjäger Cid und sein Freund Chocobo sind auf der Jagd nach einem großen Kristall. Leider kommt ihnen Irma dazwischen und schnappt ihnen das Schmuckstück vor der Nase weg und schleudert die beiden Abenteurer in die fremde Stadt "Lostime". Dort angekommen erklärt ihnen der Bürgemeister Gale, dass bei jedem neuen Glockenschlag, die Erinnerungen der Bewohner verloren gehen. Dies sei aber nicht schlimm, denn wenn man nichts weiß, brauch man sich auch keine Sorgen machen. Doch kurz darauf fällt wie durch ein Wunder ein Ei vom Himmel, aus dem ein Baby mit dem Namen Raffaelo krabbelt. Der kleine Junge vertraut Schirma, dem aufgeweckten Mädchen aus der Stadt, nicht nur gleich auf Anhieb, er kennt sogar ihren Namen!

Und mit diesem kleinen Baby beginnt auch euer Abenteuer. Von Raffaelo erhaltet ihr die Erinnerungsbrosche. Mit dieser könnt ihr in die fehlenden Erinnerungen der Stadtbewohner eintauchen. Wann dies nötig sein wird, erkennt ihr am leuchtenden Puzzle am linken unteren Bildschirmrand. Die Dungeons werden, wie für einen Dungeon Crawler üblich, jedesmal beim Betreten neu generiert. Das bedeutet, dass egal wie oft ihr in einen Dungeon geht, er jedesmal neu aussehen wird und auch die Items nicht immer am selben Platz liegen. Das macht die Orientierung zwar nicht leicht, sorgt so aber für viel Abwechslung. Und die Karte am rechten Bildschirmrand zeigt euch auf, wo Items liegen und wo der nächste Ausgang liegt.

Die Kämpfe in den Dungeon laufen Rundenbasiert ab. Nach einem Schritt von euch, bewegt sich auch der Gegner vorwärts. Dies ermöglicht es einem die Kämpfe taktisch zu bestreiten. Was auch schon fast wieder ein Muss ist. Denn leicht sind die Dungeons nicht. Auch wenn die knuddelige Grafik und niedlich animierten Charaktere einem etwas anderes suggerieren wollen. Der Schwierigkeitsgrad der Battles zieht recht schnell an. Deswegen sollte man nie unvorbereitet in die Dungeons gehen. Eine gute Portion Potion und Ether sollte stets in euren Taschen sein. Welche jedoch wieder leer sind, nachdem ihr ein Leben verloren habt. Ebenso müsst ihr dann das Verlies von vorne beginnen.

Im weiteren Verlauf stehen euch dann noch in den Verliesen verschiedene Jobs zur Auswahl. Diese wären Ritter, Weiß-Magier, Schwarz-Magier, Barde und noch einige mehr. Jeder dieser Jobs hat besondere Fähigkeiten und Fertigkeiten die sich erweitern, um so höher eure Erfahrungspunkte steigen. Je nachdem welchen Beruf ihr zu Beginn wählt, ist der Dungeon leichter, oder schwerer zu bewältigen. Aus diesem Grund allein bleibt es daher nicht aus, dass ihr öfters ein Dungeon besuchen müsst, um letztendlich den idealen Beruf zu nehmen.

Selbstverständlich geht es bei Final Fantasy nicht immer nur um den nächsten Endgegner, sondern auch die allseits bekannten Sidequests und Minispiele sind mit dabei. Ihr könnt Angeln, oder Blumen pflanzen und dadurch etwas Gil nebenbei verdienen.

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Grafik: 

Der Grafik Stil erinnert stark an Chocobo Tales für den Nintendo DS. Sowohl hübsch als auch niedlich präsentieren sich uns die Charaktere in vorgezeichneten Landschaften. Die Zwischensequenzen sind, wie wir es aus dem Final Fantasy Universium gewöhnt sind, farbenkräftig und schön inszeniert.

Sound: 

In allen Final Fanatasy Teilen wurde schon immer der Sound besonders hervorgehoben. Und so ist auch in Final Fantasy Fable: Chocobos Dungeon. Die Musikstücke intensivieren die Geschichte noch mehr. Ebenso ist es natürlich schön, die bekannten Sounds aus Final Fanatasy zu hören wie z.B. die Fanfare am Ende eines gewonnen Battles. Und diese Soundeffekte hört ihr nicht nur aus dem TV, sondern auch aus den kleinen Lautsprechern der Remote. Die Synchronisation der Charaktere hört sich zwar gut an, leider stimmen die Lippenbewegungen und die Stimmenausgabe sehr oft nicht miteinander überein.

Steuerung: 

Ihr habt die Wahl zwischen dem Classic Controller und der Remote. Praktischer ist hier natürlich die quer gehaltenen Remote, da es nicht vieler Buttons bedarf. Euren Chocobo dirigiert ihr mit dem Steuerkreuz durch die Dungeon und Landschaften. Der A Button bringt euch ins Menu und die Button 1+2 dienen dem Bestätigen bzw. Abbrechen der Aktionen. Allen in allem ist die Steuerung sehr einfach gehalten. Im Laufe der Zeit lernt man noch einige Kniffe, mit denen man schneller an bestimmte Befehle kommt. Diese sind besonders in den Dungeon von großer Hilfe. Es gibt zwar auch noch die Möglichkeit die Remote in senkrechter Ausrichtung zu halten, dennoch ist davon abzuraten. Da man sich auch hier mit dem Steuerkreuz weiterhin fortbewegen soll, ist das mehr umständlich als erleichternd.

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Multiplayer: 

Im Moghaus findet ir die Minispiele "Pop-Up-Duell, "Bat Basher" und "Kick Darts". Das Pop-Up-Duell bekannt aus dem DS Spiel Chocobo Tales ist auch vertreten. Hier könnt ihr online gegen andere Spieler antreten, oder gegen den Computer. Bei diesem Spiel tritts du mit deinem Kartendeck gegen andere an. Bei den Karten ist es wichtig, dass ihr darauf achtet welchem Element sie angehören, oder ob es sich mehr um eine Angriffskarte, oder eher um eine Karte zur Verteidigung handelt. Viele Faktoren entscheiden über Sieg oder Niederlage. Daher müsst ihr mit Bedacht die Karten wählen.

Bei "Bat Basher" müsst ihr die Fledermäuser und andere Gegner so schnell wie möglich schnappen. Dafür einfach die Remote auf sie richten und A drücken. Werdet ihr dreimal getroffen, verliert ihr ein Leben. Seid ihr schnell genug gibts dafür Bonuspunkte.

In "Kick Darts" werft ihr virtuell via Remote Dartpfeile auf den Bildschrirm. Hierbei gilt, umso näher an der Mitte, umso mehr Punkte. Klar auch, dass es für den Mogry in der Mitte einen Extra-Bonus gibt.

Fazit: 

Eine Mogelpackung wie sie im Buch steht. Die niedliche Grafik und süßen Charaktere täuschen einem vor, man hätte es mit einem kinderleichten Rollenspiel zu tun. Dabei steckt hinter Final Fantasy Fable: Chocobos Dungeon ein eben nicht so leichter Dungeon Crawler, der einem schon nach wenigen Stunden seine Grenzen aufzeigt. Die musikalischen Stücke und das Optische sind wie immer gut in Szene gesetzt. Vor allem die niedlichen Griemassen des Chocobo trösten einen, wenn man ein Verlies auch nach der 10 Niederlage wieder besuchen muss. Für Anfänger wohl einen Tick zu hart, totz kinderleichter Bedienung. Für Fans des Genres dürfte es ein wahres Fest sein. Schade ist es auch wieder, dass man es mal wieder nicht geschafft hat, es wenigstens mit deutschen Untetiteln herauszubringen. Zumindest ist aber die Bedienungsanleitung in deutscher Sprache.

Ein Dankeschön an Koch Media für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.


Pro & Contra

+ Mitreißender Soundtrack
+ Leichte Steuerung
+ Viele bekannte FF-Charaktere
+ Knackiger Schwierigkeitsgrad, für Pro eine Herausforderung...  

-...Frustig für Anfänger
-  Keine deutschen Untertitel 

Wertung

Grafik:

Final Fantasy typisch schick
Sound:

Untermalt die Ereignisse auf dem Screen
Multiplayer:

Zum Zeitvertreib ganz nett
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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