Hana Samurai: Art of the Sword (3DSWare)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Publisher: Nintendo
Releasedatum: 11/10/2012
ab 6 Im Nintendo eShop als Download verfu
Spieleranzahl: 1
Genre: Action
Wenn es in Hana Samurai: Art of the Sword um eines nicht geht, dann ist es wildes Knöpfchendrücken und unkontrollierte Bewegungen. Denn hier geht es um präzisen Schwertkampf gegen Horden von Gegnern auf dem asiatischen Schlachtfeld mit dem Ziel, schlussendlich die entführte Prinzessin zu retten und damit das gesamte Land wieder von seiner Dunkelheit zu befreien. Doch ob sich diese Anstrengung wirklich lohnt, oder ob man es gleich bleiben lässt, erfahrt ihr in unserem Review!
 
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Spielinhalt: 
Über einen langen Zeitraum konnte Prinzessin Cherry Blossom die Welt mit ihrer atemberaubenden Schönheit und ihrer Liebenswürdigkeit erhellen und für das Gute sorgen. Doch als sie plötzlich entführt wurde, stürzte dies die einst so heile Welt in das Verderben – der Dunkelheit, dem Bösen und den Verbrechen wurde Einlass gewährt, fortan herrscht immer öfter Angst und Schrecken in der Bevölkerung. Gut, dass ein Held bereitsteht, die Prinzessin zu suchen und zu befreien. Angeleitet von einem Wassergeist-Mentor startet ihr in einem kleinen Tutorial, mit einem kleinen Sakura-Schwert bewaffnet, wenig Energie und noch keinerlei Kampferfahrung. Doch durch das angesprochene Tutorial und die kommenden, noch recht einfachen Level, werdet ihr schnell merken, worauf es ankommt.
 
Denn bei diesem Titel handelt es sich um keinen Open World-Titel, in dem ihr herumstreift, wie ihr es wünscht und auf alles einprügelt, was euch in den Weg kommt. Viel mehr gilt es, die Angriffe der Gegner vorauszuahnen, ihnen geschickt auszuweichen und dann zu mächtigen Gegenangriffen auszuholen, um sie das Zeitliche segnen zu lassen. Drei Abschnitte mit insgesamt 30 Leveln inklusive 3 Bossgegner erwarten euch, bis ihr die Prinzessin in euren Armen haltet. Die Level findet ihr auf einer klassischen Weltkarte wieder und betretet sie somit. In einem Level angekommen seht ihr nicht allzu weiter Ferne bereits die Gegnergruppen, nähert ihr euch diesen mithilfe des Schiebepads, wechselt das Spiel in den zentralen Kampfmodus. Hier könnt ihr euch nicht mehr wirklich frei bewegen, sondern nur noch einige wenige Schritte vollführen, ansonsten tänzelt ihr um eure Gegner bzw. diese um euch herum. Euch wird angezeigt, welche Gegner euch in welcher Reihenfolge angreifen werden, es kann stets immer nur einer sein.
 
Dann geht es auch schon ans Eingemachte: Manche Gegner laufen von der Ferne auf euch zu und wollen euch mit ihrem Schwert bzw. Katana eines überziehen, andere stoppen vor euch und holen weiter aus, andere stoßen euch mit ihrem Speer ins Mark usw. – natürlich nur, wenn ihr nicht ausweicht. Begegnet ihr einem Gegner das erste Mal, ist es schwer abzuschätzen, was er als nächstes tun wird, doch habt ihr die Angriffs- und Verhaltensmuster erst einmal kennengelernt, sollte es mehr oder weniger ein Einfaches sein, ihnen auszuweichen. Dies geschieht durch das Drücken des B-Knopfes in Kombination mit dem Schiebepad, mit welchem ihr die Richtung angebt, in die ihr ausweichen wollt. Das kann rechts bzw. links oder nach hinten sein. Je nach Angriffsart eures Gegners müsst ihr hier variieren. Seid ihr ausgewichen, gilt es danach direkt zuzuschlagen, was mit Button A möglich ist. Ein, zwei oder drei Schläge könnt ihr loswerden und euren Gegner damit auch schon gleich erledigt haben, mit etwas Glück spuckt er beim Ableben eine Goldmünze oder ein Herz aus. Ansonsten müsst ihr euch erst wieder mit den anderen beschäftigen und ihm beim nächsten Versuch den Gar ausmachen. Ihr habt also keine wirkliche Kontrolle darüber, wen ihr zuerst angreift etc. Ihr seid also mehr der Reagierende, als der Agierende. Letzteres könnt ihr höchstens sein, wenn ihr den X-Button gedrückt haltet, denn dann könnt ihr euch sehr wohl frei bewegen, was letztendlich aber nicht wirklich von Vorteil ist. Hier seid ihr nämlich um einiges einfacher angreifbar, auch geht die Steuerung hier nicht wirklich gut von der Hand und die Kamera spielt häufig nicht mit – ihr stürzt euch also mit dieser Option eher ins Elend, als dass ihr einen Vorteil daraus ziehen könntet.
 
 
Doch manchmal lasst ihr euch doch dazu verleiten, vor allem, wenn ihr es mit aus der Ferne angreifenden Gegnern zu tun habt, seien es Bogenschützen oder Ninjas mit ihren Wurfsternen. Die kann man in einigen Situationen wahrlich besser besiegen, wenn man schnell und frei auf sie zustürmt. Ihr seht also, es gibt zudem noch weitere Gegnerklassen, in späteren Leveln treffen natürlich Gruppen mit den unterschiedlichsten Typen auf euch, was es ganz sicher nicht einfacher für euch macht. Denn greifen sie schnell hintereinander an, müsst ihr euch schnell umstellen und erkennen, wie ihr nun zu reagieren habt. Besonders die Boss-Level haben es hier in sich, nicht nur, dass ihr euch hier gleich in mehreren Arealen bewegt und so viele Gegnermassen zu sehen bekommt, wie in keinem anderen Level, zusätzlich erwartet euch am Ende auch noch ein riesiger Boss. Hier die Attacken vorherzusehen ist beim ersten Versuch praktisch unmöglich, einige Superattacken sind fast unausweichlich, es mag also ein paar Versuche brauchen, bis ihr es geschafft habt.
 
Hier ist eine gewisse Frusttoleranz dann schon gefragt, denn ihr beginnt dieses, wie auch alle anderen Level, immer wieder von vorne. Das Verlieren eines Levels hat für euch dafür aber auch keine großartig negativen Konsequenzen – ihr habt unendlich Versuche. Natürlich bekommt ihr eingesetzte Items aber nicht wieder, sei es eine Pflanze zur Herstellung von Lebensenergie oder ein Wetzstein zum Schärfen des Schwertes. Denn dieses verliert mit der Zeit an Schärfe und damit auch an Stärke. Wurfmesser gehören ebenso zum Repertoire wie Frösche zum Verwirren der Gegner. All diese Items findet ihr in den drei Dörfern – je eins pro Spielabschnitt – im Itemladen wieder. Hier könnt ihr also eure hart verdienten Goldmünzen liegen lassen, oder aber ihr schlaft im Gasthaus, um eure Herzen wieder aufzufrischen. Auch speichern könnt ihr hier, beim Schmied hingegen könnt ihr euer Schwert schärfen, sodass es kurze Zeit mehr Schaden macht oder es upgraden, was aber nur einmal pro Abschnitt möglich ist.
 
Für die gewisse Portion Abwechslung sorgen die Minispiele in den Dörfern, wobei es hier vor allem auf eure Präzision ankommt. Ob es gilt, heranfliegende Melonen genau in der Mitte zu spalten oder nur eine bestimmte Art von ihnen zu erwischen, es macht durchaus Spaß und motiviert durch das Locken mit Belohnungen – in Form von Geld oder Items. Auch könnt ihr euch Stempel geben lassen, mit einer gewissen Menge von ihnen wird eure Spezialattacke stärker.
 
 
Diese kann euch dabei helfen, knifflige Situationen zu meistern, denn ist sie aufgeladen, entfesselt ihr damit einen sehr starken Angriff, welcher den Gegner auf Anhieb besiegt oder beim Endgegner wesentlich mehr abzieht. Kommt ihr trotzdem nicht weiter, solltet ihr euch vielleicht besser ausrüsten, doch dazu benötigt ihr mehr Geld. Da kommt es doch wie gerufen, dass ihr nach einem verlorenen Level danach die Möglichkeit habt, in einem zufällig ausgewählten und gekennzeichneten Level mehr Münzen zu erhalten, hier lassen die Gegner in der Regel gleich 5 Münzen fallen, während ihr sonst meist leer ausgeht. So kommt ihr also an neue Goldmünzen und könnt euch entsprechend vorbereiten. Mit der richtigen Ausrüstung, genügend Training, der passenden Taktik und einem schnellen Reaktionsvermögen solltet ihr alle Level früher oder später ohne große Probleme schaffen. Etwas weiter oben war die Rede von Frustrationstoleranz und diese ist ohne Zweifel auch gefordert, da ihr jedes Level immer wieder von vorne startet, doch motiviert einen das Spiel auch sehr, es schaffen zu wollen. Denn man scheitert stets an eigenen Fehlern und muss aus diesen lernen, um eine Chance zu haben. Startet ihr mit 3 Leben bzw. Herzen, erhaltet ihr alle zwei Level eines dazu, was euch auf der einen Seite mehr Fehler erlauben lässt, auf der anderen Seite aber auch dringend nötig ist, da die Gegner selbstverständlich immer lästiger und vor allem hinterlistiger werden.
 
Die 30 Level entsprechen keinem riesigen Umfang, im Grunde könnte man sie schnell nacheinander wegspielen, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass man sich zwischendurch nun einmal stärken muss, Abwechslung sucht oder Ähnliches. So verbringt ihr dann doch ein paar spaßige Spielstunden in der Welt. Im Hauptmenü anwählbar sind auch einige weitere Modi, in denen es beispielsweise darum geht, eine bestimmte Menge an Gegnern möglichst schnell zu erledigen und damit einen Highscore aufzustellen, oder durch das Sammeln von Schritten mit eurem 3DS Bäume zum Blühen zu bringen. Die Hartgesottenen erwartet nach dem Durchspielen zudem ein Modus, in dem die Gegner mehr Schaden austeilen und ihr das gesamte Spiel mit nur 3 Herzen durchzuspielen habt. Ob ihr euch auf diese Herausforderung einlassen werdet?
 
Die Steuerung konzentriert sich auf das Wesentliche und verzichtet auf unnötige Touchscreen-Einlagen und nach etwas Eingewöhnungszeit ist man richtig drin und kommt sehr gut damit  zurecht. Wie passend: Grafisch ist das Spiel leider ein zweischneidiges Schwert. Die Charaktermodelle und der allgemein asiatische Stil des Spiels wissen zu gefallen, doch die Schlachtfelder mit ihren ungenauen, immer selben und matschigen Texturen enttäuschen. Der 3D-Effekt aber kann einiges herausreißen und lässt einen wirklich ansehnlichen Tiefeneffekt entstehen. Asiatische Klänge beherrschen auch den Sound, der für das gewisse Feeling zu sorgen weiß, aber auch nicht sonderlich heraussticht.
 
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Fazit: 
Hana Samurai kommt mit einem interessanten Spielansatz daher, der einem einiges abverlangt: Auffassungsgabe, Reaktionsvermögen, Konzentration und oftmals Ausdauer. Die durchaus anspruchsvollen Level,  die RPG-Elemente und Minispiele sorgen für ein paar wenige Stunden Spielspaß und lassen einen in eine stimmige Welt eintauchen, die sich grafisch nicht immer ganz optimal zu präsentieren weiß. Wer kein klassisches Gemetzel erwartet und sich auf den neuen Ansatz einlässt, macht hier definitiv nichts falsch und wird die asiatische Welt schon bald wieder erstrahlen lassen.
 
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung der erforderlichen Nintendo Points!
 

Pro & Contra

+ interessanter Spielansatz
+ anspruchsvolle Level
+ stimmiger japanischer Stil
- Umgebungsgrafik lässt Wünsche offen

Wertung

Grafik:

stimmiger Stil, nur die Umgebung fällt negativ auf
Sound:

asiatische Klänge
Spielspass:
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