Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: EA Bright Light
Publisher: Electronic Arts
Releasedatum: 14/07/2011
ab 12
Genre: Action-Adventure

Bereits vor wenigen Wochen konnten wir die DS-Version von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 etwas genauer unter die Lupe nehmen. Inzwischen ist in unserer Redaktion auch die Wii-Version eingetrudelt und wir haben uns für euch erneut in die Schlacht von Hogwarts begeben.

Spielinhalt: 

Gerade eben durchgezockt und schon gehts ans Review tippen. Fangen wir zu erst einmal mit dem Startbildschirm an: Wow! Für mich als persönlicher Liebhaber der Spiele und Filme, war ich beim ersten Mal Einschalten und Betrachten des Startbildschirmes, bzw. das "Intro" zum Startbildschirm hin, richtig begeistert. Ein etwas dunklerer Bildschirm, gehüllt in Gewitterwolken wird untermalt mit dem weltweit bekannten Harry Potter-Theme, bis so langsam der Harry Potter-Schriftzug zum Vorschein kommt und auch hier sehr genial mit diversen Blitzeffekten belichtet wird. Spätestens ab diesem Zeitpunkt konnte ich es kaum noch erwarten endlich das Abenteuer auf der Wii fortzusetzen.

Das Hauptmenü von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 wird sehr übersichtlich und klar dargestellt, ohne großen Spielereien. Im Hintergrund, wie so üblich, wird die Schule für Hexerei und Zauberei - Hogwarts - im Dunkel der Nacht dargestellt. Schnell einen leeren Speicherplatz ausgewählt und schon kann die Reise mit Harry Potter beginnen. Genau wie im Film, beginnt das Spiel damit, dass Lord Voldemort das Grab von dem verstorbenen Schuldirektor, Albus Dumbledore, öffnet und sich den mächtigsten aller Zauberstäbe unter die Nägel reisst - den Elderstab. Der Elderstab ist, neben dem unsichtbarmachenden Tarnumhang und dem Stein der Auferstehung, eines der drei sogenannten Heiligtümer des Todes - besitzt man alle drei, so gilt man selbst als der Bezwinger des Todes (kleine Info).

Nach der kleinen Zwischensequenz, geht es über in eine weitere Sequenz. Harry, Ron und Hermine laufen mit dem Kobold Griphook im Sand entlang, um dort ihre Pläne auszuarbeiten, wie sie am besten unbemerkt in das Bankverlies von Bellatrix Lestrange, in der Gringotts-Bank kommen würden. Hermine macht sich den Vielsafttrank zu Nutze, Ron klebt sich ein wenig Bart ins Gesicht, während Harry mit Griphook, unsichtbar unter dem Tarnumhang, neben den beiden die wohl sicherste Bank in London betreten. Man sagt, Kobolde seien sehr intelligente Wesen, so lassen sie sich also nicht lumpen, als Bellatrix Lestrange bzw. Hermine Granger versucht sich Zugang zu ihrem Verlies zu verschaffen. Die bereits alamierten Wachen kommen den vieren immer Näher, doch schnell den passenden Zauber auf den Bankangestellten gewirkt und schon besitzen sie die volle Kontrolle über ihn - noch schnell eine kleine Rundfahrt in der unterirdischen Achterbahn von Gringotts und schon beginnt das eigentliche Spielgeschehen und ihr dürft nun selbst Hand anlegen.

So kämpft ihr euch im Spielgeschehen durch die unterirdischen Gänge von Gringotts, besiegt Todesser in Hogsmeade, oder wehrt Angriffe in der Schule für Hexerei und Zauberei ab. In allen Leveln besteht auch die Möglichkeit, diverse versteckte Symbole zu finden - habt ihr eines solcher Symbole gefunden, schaltet ihr entweder Charaktere frei, oder Musiktitel, die ihr im nachhinein über das Menü anhören könnt.

 

Grafik: 

Grafisch gesehen hat das Spiel im Vergleich zum 5. Teil der Reihe einen kleinen Sprung gemacht - dies spiegelt sich vorallem in den Zwischensequenzen wieder, wobei man hier jedoch geteilter Meinung sein kann. Findet man einerseits die Blend- und Lichteffekte gelungen, wirkts auf der anderen Seite doch leicht übertrieben, man kann sich also nicht so wirklich festlegen. Ansonsten, wie bereits oben erwähnt, kommt es ganz selten Mal im Spiel vor, dass die Bildrate erheblich in den Keller fällt, mir persönlich ist es nur drei Mal kurz aufgefallen - es ist zwar nicht schlimm, dennoch ein wenig ärgerlich.

Sound: 

Alleine schon vom Startbildschirm war ich vom Sound überrascht: die typische Harry Potter - Melodie gekoppelt mit diversen Blitz- und Donnereffekten war, so simpel es auch sein mag, wirklich gelungen -als Kenner der Bücher und Filme schossen noch einmal massig Erinnerungen in diesem Moment durch den Kopf und ich konnte es kaum noch erwarten das Spiel zu spielen.

Steuerung: 

Die Steuerung ist auch hier im Spiel sehr gut und ohne Probleme umgesetzt worden: die Charaktere steuert ihr, wie gewohnt, mit dem Nunchuck-Controller, während ihr euch mit der Wii-Fernbedienung eure Umgebung begutachtet. Sollten sich einmal Feinde nähern, so könnt ihr ganz bequem durch einfaches oder doppeltes Betätigen des Steuerkreuzes einen Zauber auswählen (Petrificus Totalus, Confringo, Stupor, Expelliarmus, Implementa). Mit der C-Taste für ihre euren Schutzzauber aus (Protego), welcher euch vor gegnerischen Angriffen schützt. Die Z-Taste dient dazu euren Gegner näher ins Visier zu nehmen um somit eine bessere Trefferquote zu erzielen. Haltet ihr die A-Taste gedrückt so kann sich euer Charakter schneller fortbewegen und somit der ein oder anderen Attacke besser ausweichen. Im Spiel ist es meist notwendig sich hinter Mauern oder Steinen Schutz zu suchen, da ihr sonst von den Gegner überwältigt werdet. Während ihr euch hinter einem Schutz befindet, kann euer Spieler nicht nur gezielt sondern auch blind auf Gegner schießen - die Chance, dass ihr Gegner jedoch trefft, ist nicht gerade hoch.

Fazit: 

Wie schon mit der DS-Version von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 schließt EA auch mit der Wii-Version das letzte Kapitel des kleinen Jungen mit der Blitznarbe auf der Stirn ab. Wenn man alleine nur die beiden Teile zwischen Harry Potter und der Orden des Phönix und Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 vergleicht, hat man das Gefühl, zwei ganz verschiedene Spiele zu spielen, und das ist EA meiner Meinung nach richtig gelungen. Fesselte man sich bei dem Orden des Phönix noch krampfhaft daran, die Story durchzuspielen und die ganzen versteckten Hogwarts-Symoble zu sammeln, so bekommt man hingegen bei den Heiligtümern des Todes Teil 2 einen richtig actiongeladenen Shooter. Moment...Shooter? Richtig! Die Wii-Version erinnert doch ein wenig sehr an einen Shooter: kamen z.B. beim 5. Teil der Reihe hauptsächlich die Bewegungssensoren der Wiimote- und des Nunchucks-Controllers zum Einsatz, legte man beim 7.2. Teil viel mehr Wert auf eine Art "zielen-und-schießen-Funktion" - und alleine mit dieser kleine Änderung wird das Spielerlebniss im letzten Abenteuer zu etwas Besonderem.

Persönlich gut gefallen hat mir am Schluss vorallem das kleine Video, welches noch einmal Einblicke in alle stationären Konsolen-Versionen der Harry Potter-Reihe gewährt - dadurch werden die ein oder anderen Erinnerungen in einem geweckt - sehr nettes Feature.

Für Fans der Reihe gibt es doch noch etwas Hoffnung, denn bereits am 18. November 2011 erscheint LEGO Harry Potter: Die Jahre 5-7 u.a. für Nintendo Wii, Nintendo DS und Nintendo 3DS.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an EA für ihre Unterstützung.


Screenshots:

Pro & Contra

+ Stimmungsvolle Musik in allen Situationen

+ im Vergleich zu alten Teilen, sehr actionreich und spannend

- Selten, jedoch leider schade: an manchen Stelle sinkt die Framerate des Spiels erheblich

- Nur etwa 3-5 Std. Spielzeit

- Leider kein Multiplayer-Modus

Wertung

Grafik:

Hier und da Treppchenbildung oder verwaschene Texturen, dennnoch sehr schön
Sound:

Zu jeder Situation sehr schöne Musikstücke
Spielspass:
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