Heroes of Ruin (3DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: n-Space
Publisher: Square Enix
Releasedatum: 15/06/2012
ab 12
Spieleranzahl: 1-4
Genre: Rollenspiel
Während sich nahezu alle PC-Spieler nach über 10 Jahren Wartezeit auf Diablo III stürzen, schauten 3DS-Besitzer hinsichtlich dieses Genres bislang ins Leere. Dem will Entwickler n-Space und Publisher Square Enix mit Heroes of Ruin für 3DS nun ein Ende setzen. Auch in diesem Action-RPG schlagt ihr euch in bester Hack `n Slay-Manier durch Dungeons, dies auch mit bis zu 4 Spielern online. Wie spaßig das jedoch wirklich ist und ob sich damit das viel gefürchtete Sommerloch überbrücken lässt, erfahrt ihr in unserem Review!
 
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Spielinhalt: 
In Heroes of Ruin seid ihr in der Welt Veil unterwegs, welche gebeutelt ist von einem über Jahrhunderte wütendem Krieg zwischen den verschiedenen Welten. Nur die sogenannten Ruinlords konnten dem Krieg letztlich ein Ende setzen, doch nun wurde Ataraxis, Ruinlord und Beschützer von Veil und der Stadt Nexus von einem Fluch heimgesucht, welcher ihn in einen unendlichen Schlaf versetzte. Nun sind echte Helden gefragt, viele von ihnen Reisen nach Nexus, um ihr Glück zu versuchen. Denn immerhin winkt eine kräftige Belohnung, sollte man das Gegenmittel finden und Ataraxis neues Leben einhauchen können.
 
Als Spieler habt ihr die Wahl, mit welchem Charakter ihr der Königsfamilie und den um Hilfe bittenden Bewohnern der Stadt Nexus gegenübertreten wollt. Euch stehen dabei vier unterschiedliche Klassen zur Verfügung. Der Barbar setzt voll und ganz auf seine kräftigen Faustschläge und kämpft sich somit durch die größten Gegnerhorden, während die Alchitektin vor allem auf ihre magischen Zaubersprüche setzt. Damit weniger zu tun hat wiederum der Verteidiger, der sich seine Kunst des Schwertkampfes zunutze machen möchte, aus der Entfernung agiert der Revolverheld, ausgestattet  mit gleich zwei kräftigen Pistolen. Die Charaktere unterscheiden sich im Vorhinein hinsichtlich der Attribute Macht (beeinflusst die Stärke), Vitalität (beeinflusst die Gesundheit) und Seele (beeinflusst die Regeneration). Grundsätzlich ist es während des Spiels aber möglich, aus den unterschiedlichen Charakteren immer den gleichen zu machen. Bei jedem Levelaufstieg nämlich erhaltet ihr 3 Attributspunkte, die ihr frei verteilen dürft. Auf der einen Seite könnt ihr hier taktisch vorgehen und euch den ultimativen Charakter für eure Bedürfnisse zusammenstellen, auf der anderen Seite werden die Charaktere hierdurch auch sehr verallgemeinert.
 
 
Habt ihr euch nun aber für eine Klasse entschieden, könnt ihr sie noch minimal anpassen hinsichtlich des Namens und des Aussehens, also beispielsweise die Frisur, Hauptfarbe etc. Ist dies geschehen, kann es auch gleich losgehen. Fortan erwartet euch ein Abenteuer, in welchem ihr von euch von eurer Basis aus, nachdem ihr in der Stadt nach Quests Ausschau gehalten habt, in diverse Dungeons in unterschiedlichen Gebieten wagt. Es erwartet euch also nicht nur ein Höhlensystem in den Korallengräbern oder ein Dickicht an Bäumen und Sträuchern im Ältestenwald, sondern auch eine von Schnee bedeckte Umgebung in den Frostweiten. Die unterschiedlichen Oberareale beherbergen jeweils mehrere Dungeons. Hier werdet ihr auf jede Menge Gegner, große wie kleine, treffen, die ihr aus dem Weg räumen müsst. Dabei erledigt ihr Quests, indem ihr eine gewisse Anzahl eines Gegnertyps erledigt, bestimmte Objekte in der Umgebung sucht, oder schlichtweg den richtigen Weg einschlagt. Am Ende jedes Dungeons erwartet euch ein Endgegner, die im Vergleich zu den sonstigen Mobs an Monstern schon eher eine kleinere Herausforderung darstellen und euch nach ihrem Ableben mit einer Schatztruhe belohnen. In jener findet ihr nicht nur Items, sondern auch jede Menge Gold. Mit diesem könnt ihr euch in Nexus mit neuen Ausrüstungsgegenständen, darunter Waffen, Halsketten, Gürteln oder allerlei andere Gegenständen ausrüsten. Allerdings werdet ihr davon eher weniger Gebrauch machen, vor allem im späteren Spielverlauf.
 
Der Grund dafür liegt ganz eindeutig auf der Hand: Recht schnell werdet ihr das Limit von 99.999 tragbaren Goldstücken erreicht haben. Warum? Weil ihr in den Dungeons und durch erledigte Quests mehr Gold erhaltet, als ihr ausgeben könnt. Benötigte Ausrüstung findet ihr nämlich ebenfalls genug, sodass ihr nicht mehr auf den Kauf solcher bei Händlern angewiesen seid. Unterwegs findet ihr zudem nicht nur Gegenstände für eure Klasse, sondern auch für die der anderen. Diese könnt ihr zwangsweise nur verkaufen und erhaltet dadurch noch mehr Gold. Es ist schade, dass Gold somit stark an Reiz und Wert verliert, später werdet ihr dadurch nicht nur Gold, sondern auch alle nicht zu gebrauchenden Gegenstände links liegen lassen und eures Weges gehen. Besonders praktisch jedoch: Euch werden die Attribute des Items bereits angezeigt, bevor ihr es aufgesammelt habt. Wenn ihr es direkt anlegen wollt, müsst ihr nur das Steuerkreuz nach oben gedrückt halten oder aber ihr haltet nach unten gedrückt und verkauft es sogleich, ohne es aufzunehmen.
 
Apropos Wege – diese gestalten sich in den Dungeons sehr linear. Es gibt zwar sehr viele Kreuzungen, doch ist es hier meist nur der Fall, dass ihr in zwei der drei möglichen Wege in einer Sackgasse landet, die dann noch nicht einmal etwas für euch bereit halten, seien es Gegner oder Schätze. Nur selten trifft man auf einen geheimen Schatzraum oder auf einen für den weiteren Spielverlauf wichtiges Areal. Man sucht nur mehr oder weniger gezwungen die Sackgassen ab und weiß sehr schnell, welcher der richtige Weg ist. Einige kleinere Abzweigungen gibt es, hier erledigt man zumeist Sidequests oder sie führen ohnehin wieder auf den ursprünglichen Weg zurück. Die Dungeons werden bei mehrmaligem Betreten im Übrigen immer wieder neu generiert. Das soll natürlich für Abwechslung sorgen und immer wieder eine neue Herausforderung darstellen, in der Realität jedoch werden dieselben Bausteine benutzt, sodass euch nicht nur alles sehr bekannt vorkommt, sondern sich die Wege im Grunde fast 1:1 ähneln. Der Sinn des Neugenerierens der Dungeons kann somit hinterfragt werden.
 
Die verschiedenen Dungeons beherbergen stets gewisse Typen an Gegnern, seien es kleine Goblins, eklige Spinnen oder riesige Steingolems. Hier muss sich das Spiel allerdings trotzdem einen weiteren Kritikpunkt gefallen lassen: Die Gegner auf eurem Weg hin zum Boss sind nie eine Herausforderung. Sie halten nicht nur extrem wenig aus, sondern nennen im Grunde auch keine Finessen ihr Eigen. Zwar können sie sich durch einen Block schützen, doch mit einer aufgeladenen Attacke durchbrecht ihr diese mühelos. Einige Gegner teleportieren sich kurzzeitig, andere spucken auf euch, sodass ihr kurz fest steckt, doch das war es im Grunde auch schon. Der Schwierigkeitsgrad, der auch nicht verstellbar ist, hält sich demnach stark in Grenzen, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass ihr von euren maximal 20 tragbaren Tränken für Gesundheit, sowie Mana zum Wirken von Zaubern oder sonstigen Fähigkeiten, eigentlich immer genug findet, sei es bei Gegnern oder in zerstörbaren Objekten wie Krügen. Den Händler in der Stadt, um euren Vorrat aufzufrischen, werdet ihr demnach höchstens einmal nach einem Bosskampf aufsuchen. Die Bosskämpfe sind dabei schön in Szene gesetzt und etwas herausfordernder, doch mit der richtigen Taktik und kräftigen Attacken sind auch diese kein Problem.
 
 
Zu diesen kräftigen Attacken zählen besonders die angesprochenen Fertigkeiten. Bei einem Level-Up erhaltet ihr nicht nur Punkte zur Steigerung eurer Attribute, sondern könnt im Skilltree auch neue Fertigkeiten freischalten bzw. bestehende verbessern. Dazu sind nicht nur die Skillpunkte von Nöten, sondern auch ein bestimmtes Level. Manche Skills lassen sich auch nur aktivieren, wenn ihr bereits andere freigeschaltet habt. Die Skills unterscheiden sich in den Kategorien Kraft, Buff und Passiv. Zu den Kraft-Skills zählen Attacken, die eurem Gegner mächtig Schaden zufügen. Ein Buff generiert beispielsweise Gesundheit, wenn ihr einen Gegner trefft oder ähnliches und ein passiver Skill ist die ganze Zeit über wirksam. Bis auf letztere könnt ihr diese Skills auf einen der drei Buttons, sprich X, A oder Y legen. Auf dem unteren Touchscreen könnt ihr, sofern ein Button mehrfach belegt ist, durchschalten. Buffs wirken in der höchsten Stufe im Mehrspielermodus auch auf Mitspieler, wenn sich diese im Umkreis befinden.
 
Insgesamt lässt sich festhalten, dass wir es hier mit gewohnter Genre-Kost zu tun haben, die über Stunden Spaß bereiten kann. Allerdings ist der Umfang von maximal 10h, sofern man alle Quests erledigt und alles erkundet, auch nicht riesig. Negativ fallen zudem die immer gleichen Abläufe auf: Dungeon meistern, in Nexus neue Quests einholen, nächsten Dungeon mit vergleichbaren Quests absolvieren und so weiter. Das ist für einen Dungeon Crawler nicht ungewöhnlich, doch gestalten sich die wenigen Rätsel auch meist zu einfach, wie insgesamt auch der Rest des Spiels. Spaß hat man trotzdem und die Motivation, nach dem Durchspielen mit einem oder mehreren weiteren Charakteren zu starten oder sich die Zeit weiter im Mehrspielermodus zu vertreiben, ist recht hoch.
 
Weiterhin erwähnenswert sind die täglichen, sowie wöchentlichen Aufgaben. Diese sogenannten Webherausforderungen müssen innerhalb eines Tages oder eben einer Woche erledigt werden, bei Erfüllung winken euch Erfahrungspunkte, aber auch Tapferkeitsmedaillen. Diese könnt ihr bei einem speziellen Händler gegen exklusive und besonders starke Ausrüstung eintauschen. Immer mal wieder wird man wohl das Spiel starten, um lediglich diese Aufgaben zu lösen. Ärgerlich dabei: Hat man einen Dungeon schon abgeschlossen und die Aufgabe ist es, gerade diesen nochmal zu absolvieren, kann man dies leider nicht. Ebenso sind manche Aufgaben nur für spezielle Charaktere gedacht oder Ähnliches. Hier kann man also durchaus nachbessern. Interessant ist dabei die offizielle Webseite HeroesofRuin.com, hier erhaltet ihr Erfahrungspunkte auf der Webseite und könnt Statistiken abrufen und der Community beitreten. Doch das ist nur ein netter Zusatz, das Spiel wird dadurch nicht unbedingt umfangreicher, es bleibt ein recht geringer Umfang mit immerhin ein paar Motivationsansätzen, es auch nach einmaligem Durchspielen erneut anzugehen. Leider fehlt ein New Game+ Modus oder Ähnliches.
 
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Grafik: 
Die Grafik kann stellenweise sehr beeindrucken, das Gesamtbild ist mehr als stimmig. Besonders die Zwischensequenzen setzen dabei den 3D-Effekt sehr gut in Szene, da mit verschiedenen Ebenen gearbeitet wird. Neben den Ebeneneffekten, die wir auch in Dungeons erleben, kann sich auch die sonstige Umgebung sehen lassen. Die unterschiedlichen Areale, sprich Höhlensysteme, Wälder und Schneelandschaften, sind abwechslungsreich und sehr atmosphärisch. Überall entdeckt man kleinere Details und auch die Gegner haben ihren unverwechselbaren Stil.
Sound: 
Loben muss man hier zunächst einmal die deutsche Synchronisation. Nicht alle Zwischensequenzen und Questtexe werden gesprochen, bei den wichtigsten ist dies jedoch der Fall und dort kann man stets von qualitativ hochwertigen Sprechern reden. Wenn ihr von den Menschen in Nexus Textboxen geliefert bekommt, begrüßen diese euch immerhin individuell mit einem netten „Hallo“. Die Soundeffekte vermitteln die richtige Stimmung, seien es die diversen Fertigkeiten oder die einfachen Faustschläge eines Barbaren. Allein das kleine und typische Geräusch beim Einsammeln von Goldmünzen lässt einen schmunzeln. Die Musikstücke sind mal eher im Hintergrund und schaffen eine etwas bedrohliche Atmosphäre, manchmal werden fast schon epische Melodien aufgefahren.
 
Steuerung: 
Grundsätzlich bewegt ihr euren Charakter mithilfe des Schiebepads und kämpft mithilfe der klassischen Buttons. Das funktioniert einwandfrei und bereitet keinerlei Probleme. Der Touchscreen kommt dann zum Einsatz, wenn ihr Aktionen auf dem unteren Screen ausführen wollt, also beispielsweise das Inventar öffnen, die Quests anschauen oder den Skilltree begutachten wollt. Ihr könnt eure Attacken, die entweder auf A, Y oder X liegen auch durch Druck auf die Schaltflächen durchschalten, mit B führt ihr eine Standard-Attacke aus. Mit dem rechten Schulterbutton weicht ihr aus, mit dem linken oder rechten Steuerkreuz nehmt ihr einen Trank ein. Das Wechseln vom Kampfgeschehen auf den Stylus und Touchscreen, um beispielsweise das Inventar zu öffnen, ist gewöhnungsbedürftig, aber machbar.
 
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Multiplayer: 
Der Multiplayer stellt bei Heroes of Ruin wohl den nahezu wichtigsten Aspekt dar. Zwar kann man das ganze Spiel auch alleine bewerkstelligen, es ist aber darauf ausgelegt, es mit bis zu 4 Freunden oder Spielern aus der ganzen Welt im KoOp durchzuspielen. Dies erlaubt der gelungene Onlinemodus. Entweder ihr erstellt selber ein Spiel als Host und habt dabei die Wahl, ob ihr mit bis zu 4 oder einer anderen Anzahl an Spielern unterwegs seid. Im Spiel könnt ihr dann auch Spieler kicken oder Slots öffnen bzw. schließen. Ihr habt aber auch die Möglichkeit, nach bereits offenen Spielen zu suchen und zu joinen. Dabei könnt ihr denjenigen helfen, die noch Quests erledigen, die ihr bereits absolviert habt oder joint denjenigen, die die gleiche Quests wie ihr absolvieren müssen.
 
Seid ihr im Spiel, habt ihr die Möglichkeit, euch mithilfe des Voice-Chats zu unterhalten. Haltet dazu einfach den L-Button gedrückt und sprecht in das 3DS-Mikrofon. Die Qualität stimmt dabei mal mehr, mal weniger. Was aber auch daran liegt, mit welchem Abstand und wie deutlich sich eure Kameraden ausdrücken. Insgesamt kann man hier aber schon von einer echten Innovation auf einer Nintendo Konsole sprechen. Ohnehin setzt der Multiplayer-Modus des Spiels neue Maßstäbe, was einen solchen auf dem 3DS angeht. Ärgerlich ist, dass man als Spieler im Onlinemodus keinen eigenes Loot erhält, sondern sich alles teilen muss. Das führt dazu, dass in den seltensten Fällen gerecht aufgeteilt wird, sondern sich manche alles an den Nagel reißen.
 
Trotz allen Lobes muss man an dieser Stelle den gesamten Multiplayer-Modus etwas hinterfragen. Es ist natürlich nett, dass man die ganze Geschichte auch im KoOp bewältigen kann, doch wenn in der Gruppe einer beispielsweise durchrushen will, während die anderen alles untersuchen möchten, kommt man schon in die Bredoullie. Dasselbe gilt auch für die Annahme und Abgabe von Quests. Dies kann immer nur einer tun, sodass die anderen nicht mitbekommen, was der Questgeber beispielsweise noch gesagt hat, außer den konkreten Auftrag selbst. Schöner ist da schon die Handelsfunktion, hier könnt ihr überflüssige Ausrüstung auf den Markt stellen und andere Charaktere können nach Belieben davon etwas kaufen, oder es bleiben lassen. Allerdings wird man diese Funktion im Grunde nie nutzen, da man selber genug neue und gute Ausrüstung findet.
 
 
Wünschenswert wären auch mehr Informationen zu den Mitspielern gewesen, also beispielsweise eine Lebensanzeige oder aber die Option, sich ihre Ausrüstung anschauen zu können. So hat man nur einen Namen und ein Level. Es gibt auch keine Möglichkeit, sie direkt der Freundesliste hinzuzufügen. Immerhin lohnt es sich, mit den Spielern auf der eigenen Freundesliste des 3DS zu spielen. Hier schließt man sich immerhin zu einer Allianz zusammen und erhält beim Spielen beispielsweise mehr Gold. Unverständlich ist es auch, dass man keine Bosskämpfe oder Quests wiederholen kann, um die Tagesaufgaben zu lösen oder Instanzen im Singleplayer erneut zu erleben.
 
Der Mehrspielermodus kann damit echte Freude bereiten, aber auch in Frust ausarten, je nachdem, mit wem man gerade spielt. Letztlich wäre noch mehr drin gewesen, mit mehr Einstellungsmöglichkeiten und einigen kleineren Veränderungen, darunter das Problem mit bereits erledigten Quests und den Tagesaufgaben, nicht wiederholbaren Bosskämpfen, der Beuteverteilung und der Tatsache, dass das Spiel beendet wird, sobald der Host das Spiel verlässt. 
Fazit: 
Heroes of Ruin ist in der Tat ein spaßiges „Diablo für die Hosentasche“ geworden, das mit einer Spielzeit von maximal 10h zwar etwas kurz geraten ist, dafür aber eine Menge Spaß bereitet. Gerne prügelt man sich durch die Massen an Gegnern und erlebt die Geschichte mit der ein oder anderen interessanten Wendung, wenngleich sie auch recht 0815 gehalten ist. Im Mittelpunkt steht natürlich der Mehrspielermodus, der vor allem durch sein flüssiges Gameplay, den Voice-Chat und das Handelssystem zu begeistern weiß. Ab und an muss man aber den Sinn eines solchen hinterfragen, auch erfolgt keine gerechte Verteilung der Beute und nicht alle Tagesaufgaben sind immer machbar. Zwar wird man unter Umständen auch einen zweiten Durchgang starten, doch es fehlen Optionen wie ein einstellbarer Schwierigkeitsgrad oder der New Game+ Modus, um noch etwas mehr aus dem Titel heraus zu kitzeln. So bleibt ein immer noch spaßiger Titel, der leider einiges an Potential verschenkt hat.
 
Vielen Dank an Square Enix für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!
 
Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ gelungene Grafik & Sound
+ Mehrspielermodus setzt Maßstäbe
+ Voice-Chat, Handelssystem, Bonus-Quests
- Story nach max. 10h beendet
- Spiel zu leicht, keine Schwierigkeitsgrade
- Mehrspielermodus mit kleineren Mängeln
- Quests und Bosskämpfe nicht wiederholbar
- kein New Game+ o.Ä.

Wertung

Grafik:

schöne Areale mit Liebe zum Detail
Sound:

mystische sowie epische Sounds
3D Faktor:

vor allem Ebeneneffekte begeistern
Multiplayer:

Herzsstück des Spiels
Spielspass:
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