Kirby Mass Attack (DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US) Boxart (JAP)
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Releasedatum: 28/10/2011
ab 6
Spieleranzahl: 1
Genre: Jump'n'Run

Kirby ist derzeit in aller Munde und nachdem man mit Kirby und das magische Garn bereits einen ausgefalleneren Weg in Sachen Grafik und Gameplay gegangen war, bleibt man sich in Kirby Mass Attack in dieser Hinsicht treu und verzichtet auf die einzigartigen Saug- und Verwandlungsfähigkeiten. Dafür wartet man mit neuen Gameplay-Ideen auf, die darauf beruhen, dass ihr es dieses Mal gleich mit bis zu 10 kleinen Kirbys zu tun haben werdet. Doch wie kam es überhaupt dazu? Erfahrt dies und viel mehr in unserem Review!

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Spielinhalt: 
Schuld für die Masse an Kirbys ist Nekrodeus, der Anführer der Schädli-Bande, der Kirby verzaubert, während dieser gerade versucht, in einer ruhigen Umgebung zu faulenzen. Durch den Zauber wird unsere kleine rosa Kugel in zehn Abbilder seiner selbst gespalten, wobei jedes dieser Abbilder somit nur noch einen Bruchteil der eigentlichen Kräfte aufwenden kann. Für den Bösewicht ist es nun ein leichtes, sich der Kirbys zu entledigen, lediglich einer kann entkommen und nimmt es fortan mit dem Bösen auf, in der Hoffnung, es für immer aus der Welt zu vertreiben und wieder zur alten Stärke zurückzufinden.
 
So begebt ihr euch mit einem einzigen Kirby in das erste Level und seid zunächst auf euch selbst gestellt. Es gilt, die ersten Früchte einzusammeln, denn wie immer ist unser Held mehr als nur hungrig und zudem gilt es, Gegner zu besiegen, die ebenfalls ab und an leckeres Obst hinterlassen. Früchte spielen demnach eine zentrale Rolle in Kirby Mass Attack, denn durch das Verspeisen dieser füllt ihr eine Leiste auf dem oberen Bildschirm. Ist diese vollständig gefüllt, erhaltet ihr einen weiteren Kirby – nach und nach vergrößert ihr dadurch euer Team. Sind 10 Kirbys auf dem Touchscreen zu sehen, geben weitere Früchte nur noch extra Punkte für euren Highscore. Eine möglichst hohe Anzahl an Kirbys ist extrem wichtig, um den Gegnern selbstbewusst entgegentreten zu können. Kommt euch einer dieser nämlich in die Quere, schickt ihr eure kleine Armee ganz einfach auf diesen und sie erledigen den Rest, allerdings dauert diese Aktion länger, wenn nur wenige Kirbys vorhanden sind. Manche Gegner lassen sich auch nur mit einer bestimmten Anzahl besiegen und lassen sich von vereinzelten Angriffen nicht sonderlich beeindrucken.
 
Diese Mindestanzahl an Kirbys ist in vielerlei Hinsicht bedeutsam. So beruhen diverse Aktionen darauf, genügend von ihnen zu besitzen. So lassen sich Ranken nur ab einer bestimmten Anzahl überhaupt aus dem Boden ziehen – oftmals versperren sie euch zu Beginn einen alternativen Weg im Level, sodass ihr gezwungen seid, zu einem späteren Zeitpunkt den Level noch einmal zu spielen. Weitere Level können ebenfalls nur betreten werden, wenn ihr ein gewisses Minimum an Kirbys aufzuweisen habt. Das mehrmalige Betreten eines Levels ist dabei aber keinesfalls nervig, da ihr diese nicht nur wegen der Früchte besucht.
 
Denn Sammelfreunde werden ihren Spaß damit haben, bis zu 5 goldene Medaillen in den Leveln zu finden, die teilweise recht einfallsreich versteckt sind. Für weitere Motivation und vor allem Wiederspielwert der Levels sorgt die Tatsache, dass ihr am Ende eines Levels je nach Qualität eurer Leistung eine Auszeichnung erhaltet. Eine goldene Auszeichnung erhaltet ihr nur dann, wenn all eure Kirbys unbeschadet den Levelausgang in Form eines Tores erreichen. Denn selbstverständlich können sich diese an einigen Gegnern derart die Zähne ausbeißen, dass sie Schaden nehmen, oder aber ihr feuert sie versehentlich in eine Falle. Wird ein Kirby getroffen, verändert er seine Farbe von Rosa zu Blau, ein weiterer Treffer lässt ihn ohnmächtig werden und befördert ihn dann ins ewige Traumland, sofern ihr niemanden der Teamkameraden losschickt, ihn zu retten, während er gen Himmel fliegt. Schon zuvor könnt ihr einem Kirby aber helfen, indem ihr ihn durch einen Erholungsring befördert.
 
Eine gute Sache also - weniger gut ist die Kamera, die öfter mal dafür sorgt, dass man mit derlei Sorgen überhaupt zu kämpfen hat. Diese nämlich reagiert oft nicht entsprechend schnell genug auf eure Reaktionen. So befindet ihr euch durch einen Sprint schon längst am Ende des Bildschirms, eine zu große Gefahr für euer Team, wenn ein Feind wenige Zentimeter entfernt auf euch lauert. Auch in anderen Situationen sorgt die Kamera für Frust, dem man zwar entgehen kann, doch das ist nicht Sinn der Sache. Legt man den Fokus darauf, lediglich das Level zu beenden, wird man mit dem Spiel keinerlei Schwierigkeiten haben und man hat es hier wieder mit einem typischen Kirby-Schwierigkeitsgrad zu tun, mit dem selbst junge Spieler zurechtkommen sollten.
 
Man kann sich hier aber selber der Herausforderungen stellen, die Medaillen zu sammeln und zusätzlich eine möglichst gute Auszeichnung zu ergattern. Ein Level zu beenden, ohne das auch nur ein Kirby blau wird, ist dabei manchmal recht knifflig. Die Medaillen lassen sich da schon leichter finden, im Notfall greift euch Daroach, Anführer einer Gruppe von Weltraumpiraten, unter die Arme, indem er euch hilfreiche Tipps zum Aufenthaltsort dieser liefert. Das Sammelfieber zahlt sich aus, denn mit einer ausreichenden Menge an Medaillen könnt ihr Extras freischalten, welche sich zumeist auf Minispiele reduzieren. Doch das muss nicht schlecht sein, im Gegenteil.
 
Manch ein Entwickler hätte mit den in Kirby Mass Attack enthaltenen Spielen gleich ein eigenes Spiel herausgegeben, doch hier sind sie ein nettes Extra, welche größtenteils für jede Menge Spaß sorgen. So könnt ihr euch an einem Flipper im Kirby-Design versuchen, der sogar mit Endgegnern aufwartet, denen ihr mit Kugeln in Form von Kirbys her werden müsst. Ein kleines aber feines RPG oder auch ein Vertikal-Shooter sorgen für Abwechslung. Den kompletten Soundtrack kann man sich in einem kleinen Musik-Player zu Gemüte führen und vieles mehr. Heutzutage dürfen natürlich auch keine Achievements fehlen, die sich hier in Form besonderer Trophäen präsentieren.
 
Aber keine Bange: Auch abseits dieser besonderen Features wird euch so schnell nicht langweilig. Die Level in den vier unterschiedlichen Welten strotzen nur so vor unterschiedlichen Gameplay-Ideen, einigen Bossen und einer insgesamt putzig-charmanten Darstellung. Melodienschalter und Kanonen, sowie Schatztruhen, die durch einen zuvor eingesammelten Schlüssel geöffnet werden können, sorgen für eine weitere Portion Spielspaß. Selbst ein Riesenlolli wartet nur drauf, eingesammelt zu werden und die Kirbys für kurze Zeit riesengroß und unbesiegbar zu machen. Ein Riesenspaß, durch die Level zu trampeln und alles kurz und klein zu treten!
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Grafik: 
Kirby Mass Attack präsentiert sich, wie man es von einem Spiel mit Kirby in der Hauptrolle erwarten würde: Eine niedliche, knuddelige und einfach charmante Präsentation. So zeichnen sich die verschiedenen Welten, aber nicht selten auch die einzelnen Level durch eine abwechslungsreiche Gestaltung aus. Seien es die liebevoll gestalteten und im Comic-Look gehaltenen Hintergründe, die witzigen und putzigen Gegner oder aber die kleinen rosa Kirbys selbst – alles ist hübsch anzusehen. Zwar kitzelt man hier nicht alles aus der eigentlichen Hardware-Leistung des Systems heraus, das stört aufgrund der durch den Look geschaffenen Atmosphäre aber überhaupt nicht. Während des Spielens kann man sich wohl keinen derart herzallerliebsten Ort auf Erden vorstellen.
Sound: 
Unter den Extras findet ihr nicht umsonst einen eigenen kleinen Musikplayer, der es euch erlaubt, die Musikstücke aus den diversen Levels noch einmal anzuhören und das in aller Ruhe. Denn die meisten dieser haben es auch verdient, sie hinterlassen nicht selten einen Ohrwurm. Das gesamte Spiel wirkt wie aus einem Guss, der Sound gliedert sich hier zweifelsohne ein und sorgt für eine heitere Stimmung.
Steuerung: 
Das Spiel verlässt sich bei der Steuerung voll und ganz auf den Touchscreen. Während des gesamten Spiels werdet ihr nicht ein einziges Mal die Buttons gebrauchen und dieses Konzept klappt erstaunlich gut. Ihr steuert euren Haufen Kirbys indem ihr mithilfe des Touchpens einen Stern auf dem Bildschirm erscheinen lasst. Hintergrund: Der einsame Kirby zu Beginn des Spiels bekommt Hilfe in Form eines netten Sternes, der euch auch in weiteren Levels begleitet. Die Kirbys werden dem Stern folgen, soweit sie ihre Füße tragen. Drückt ihr zweimal schnell hintereinander in eine Richtung, sprinten sie sogar. Aber nicht alle Hindernisse können sie ohne weiteres überwinden. Höher gelegene Plattformen erreicht ihr, indem ihr den Touchpen auf den Haufen Kirbys führt, diese werden sich nun am Stern festhalten und eurer vorgezeichneten Linie folgen – jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Viel wichtiger ist es jedoch, dass ihr eure Kirbys in verschiedene Richtungen schnipsen könnt. Diese Sprünge können als Angriffe eingesetzt werden, um Blöcke zu zerstören oder aber sich auf den Gegner zu stürzen. Befindet sich ein Gegner in erreichbarem Umfeld, könnt ihr diesen aber auch einfach anklicken, sodass sich die Kirbys in den Kampf bewegen. Zusammenfassend haben wir es hier mit einer intuitiven, leicht erlernbaren Steuerung zu tun, die mit der erforderlichen Präzision daherkommt.
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Fazit: 
Auch wenn Kirby ohne seine gewohnten Fähigkeiten auskommen muss und sich Kirby Mass Attack somit von einem „waschechten“ Kirby-Titel unterscheidet, so ist es doch die frische Spielidee, der unbestreitbare Niedlichkeitsfaktor der liebevollen Präsentation und der ausreichende Umfang des Spiels, der zu begeistern weiß. Die Minispiele und Trophäen sorgen für Motivation und wecken den Sammlertrieb im Spieler, was einen hohen Wiederspielwert zur Folge hat. Abgerundet wird das durchdachte System mit der gelungenen Steuerung; doch auch Kirby Mass Attack ist leider nicht fehlerfrei. Die Kamera macht einem manchmal einen Strich durch die Rechnung und all diejenigen, die mit dem ganzen Sammeln nicht so viel anzufangen wissen, wird das Spiel zu leicht vorkommen. Davon abgesehen: Klare Empfehlung für Kirby-Fans und diejenigen, dessen Interesse geweckt werden konnte. Denn wir haben es hier nicht nur mit einer Masse Kirbys zu tun, sondern auch mit einem Haufen Spielspaß!
 
Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ gelungenes Leveldesign
+ neue Gameplay-Ideen, intuitive Steuerung
+ hoher Wiederspielwert der Level
+ klasse Minispiele und weitere Extras
+ unbestreitbarer Niedlichkeitsfaktor
- ohne Sammlerdrang zu einfach
- ab und an Kamera-Probleme

Wertung

Grafik:

liebevolle, charmante und putzige Präsentation!
Sound:

stimmiger Sound
Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 8 (1 vote)

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