The Last Story (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (JAP)
Entwickler: Mistwalker
Publisher: Nintendo
Releasedatum: 24/02/2012
ab 16
Spieleranzahl: 1-6
Genre: Rollenspiel
Lange Zeit konnte die Wii nicht gerade als Hochburg für Rollenspiele bezeichnet werden, doch gegen Ende der Ära scheint sich das Blatt zu wenden: Nachdem bereits Xenoblade Chronicles die Spielergemeinde zu begeistern wusste, erschien nun The Last Story und auch Pandora’s Tower wartet noch darauf, erkundet zu werden. The Last Story stammt von Final Fantasy-Schöpfer Hironobu Sakaguchi, der gleichzeitig auch Gründer des Entwicklers Mistwalker ist. Die Aufmachung des Spiels und die Präsentation lassen auf den ersten Blick ein klassisches, japanisches Rollenspiel vermuten – doch wie spielt sich The Last Story wirklich? Erfahrt es in unserem Review!
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Spielinhalt: 
Dreh und Angelpunkt des gesamten Geschehens ist die Insel Lazulis und die gleichnamige Hauptstadt dieser. Zu Beginn des Abenteuers, welches den Spieler mit seinem nahezu rasanten Einstieg etwas überraschen dürfte, finden wir uns mit Hauptcharakter Zael hier wieder. Grund der langen Reise: Zael ist auf der Suche nach dem Ort, an welchem er seine Karriere zum Ritter beginnen kann, bislang muss er sich mit seiner Truppe nämlich als Söldner durchschlagen. Diese allerdings werden zumeist verachtet und genießen wenig Anerkennung. Umso erfreulicher ist es, dass sie schon bald den ersten großen Auftrag von König Arganan entgegen nehmen dürfen – sie sollen die Sicherheit bei der Vermählung von Prinzessin Calista gewährleisten. Doch das große Glück wehrt nicht lange, die dunklen Geheimnisse des letzten nach außen scheinbar sicheren Ortes Lazulis werden offensichtlich. Eine epische Schlacht bahnt sich an, mittendrin Zael und seine Gruppe…
 
Was darf bei einem JRPG trotz allem nicht fehlen? Natürlich viel Emotion & Liebe verbunden mit einer Portion Schmalz, auf der anderen Seite aber auch Intrigen & Schmerz. Die Entwickler haben es mit ihren sympathisch und authentisch wirkenden Charakteren geschafft, dies in Bravour umzusetzen, allerdings muss man ihnen auch zugestehen, dass trotz der Entsprechung so ziemlich aller Klischees ein mitreißendes Abenteuer geschaffen wurde. Die Geschichte packt einen, sie lässt einen in diese Welt eintauchen und was noch viel wichtiger ist: Die Stimmung und Lage der Charaktere lässt sich nachvollziehen. Die Story versucht auf der einen Seite, die Bedrohung für das gesamte Königreich als Ausgangspunkt für das epische Abenteuer zu nehmen, schafft es gleichzeitig aber auch, auf einer sehr individuellen Ebene zu punkten. Zael als Protagonist bleibt bodenständig und auch wenn seine Entscheidungen nicht immer zu 100 Prozent nachvollziehbar sind, so sieht man sich mit ihm verbunden – mit ihm und seiner individuellen Geschichte.
 
 
So streift man also durch die Gegenden und besucht die unterschiedlichsten Orte mit den verschiedensten Aufträgen. Dabei ist man zu keiner Zeit alleine unterwegs, Zael steht seine Söldner-Truppe immer zur Verfügung, wenn auch immer mal wieder in einer etwas anderen Besetzung – maximal zu sechst geht‘s zum nächsten Schlachtfeld hin, hinein und letztlich wieder raus, wenn die Taktik stimmt. Das macht das Kampfsystem von The Last Story nämlich unter anderem aus. Mit stumpfem Draufschlagen und Hineinstürzen in die Schlacht gegen oftmals übermächtige Gegner kommt man nicht weit. Dabei sind die Grundlagen sehr einfach.
 
Nähert man sich einem Gegner, wird ein automatischer Angriff gestartet, was einer normal starken Attacke mit bspw. einem Schwert entspricht. Die Kollegen werden die gesamte Zeit über von der KI gesteuert, wobei Zael das Kommando im Kampf übernimmt und ihnen Anweisungen geben kann. Während die Kämpfer mit ihren Schwertern, Hämmern und Dolchen zumeist vorpreschen, halten sich die anwesenden Magier zumeist im Hintergrund auf und versuchen ihre Zauber zu wirken. Da die Zauber eine gewisse Zeit benötigen, um zu wirken, müssen die Zauberer in dieser Konzentrationszeit beschützt werden, denn ein gelandeter Angriff bricht den Zaubervorgang komplett ab. Doch was macht das nahezu in Echtzeit ablaufende Kämpfen noch so besonders und einzigartig?
 
Bei entscheidenden Schlachten erwartet euch vor dem Kampf stets eine Übersicht aus der Vogelperspektive. Hier könnt ihr euch einen Überblick verschaffen und euch eine Taktik zu recht legen, beispielsweise ist es oft ratsam, die Heiler als erstes auszuschalten. Entweder ihr nähert euch mit schnellen Schritten, auch wenn ihr dabei Gefahr lauft, aufgehalten zu werden, oder aber ihr sucht hinter einem schweren Felsen Schutz und zückt die Armbrust, um sie mit speziellen Pfeilen aus der Ferne niederzustrecken. Überhaupt kommt es in den seltensten Fällen darauf an, sich direkt auf die Gegner zu stürzen. Oftmals ist es ratsam, Deckung zu suchen, Gegner zu sich zu locken und sie mit einem überraschenden Schlag zu Boden zu bringen, oder blitzartig aus der Deckung zu springen und eine Spezialattacke auszulösen.
 
Für den Einsatz von speziellen Fähigkeiten benötigt ihr eine aufgeladene Technik-Leiste. Diese füllt sich im Laufe der Zeit von ganz allein und erlaubt es euch beispielsweise, in den Kommando-Modus zu wechseln. Hier könnt ihr jedem Teammitglied individuelle Befehle erteilen, ob sich derjenige bspw. erholen sollte oder einen Angriff starten soll. Besonders wichtig bei Magiern: Soll eine vernichtende Attacke oder ein Heilkreis erschaffen werden? Kreise spielen im Allgemeinen eine wichtige Rolle. Kreise, von euren eigenen Magiern oder den Hexern der Gegner, können verschiedene Eigenschaften haben. Sie dienen entweder als Heilkreise, fügen Elementarschaden hinzu oder Ähnliches. Als Leader der Gruppe kommt Zael mit seinem Sturmangriff hier eine besondere Aufgabe zu teil. Er kann die Heilkreise aufwirbeln und damit beispielsweise unerwünschte Auswirkungen unwirksam machen, dafür sorgen, dass die Gegner eine Zeit lang nicht blocken können oder die Sofortheilung aller Mitstreiter erwirken.
 
Was Zael so mächtig macht? Eine einzigartige Macht, die ihm zu Beginn des Abenteuers verliehen wird, befähigt ihn dazu und sorgt unter anderem für die Fähigkeit des „Fokus“. Damit lenkt Zael die Aufmerksamkeit aller Gegner auf sich und erleichtert dem Team somit seine Arbeit, sieht sich aber auch einer ganzen Armee von Feinden ausgesetzt. Vorteil dieser Fähigkeit ist wiederum, dass ihr währenddessen in der Lage seid, zu Boden gegangene Mitglieder der Gruppe wiederzubeleben. Jedes Mitglied hat in jedem Kampf 5 Leben, erst nachdem diese aufgebraucht sind, scheitert man. Das kann leichter passieren als zunächst gedacht, denn besonders bei größeren Gruppen oder einfach einem übermäßig starken Boss ist es nicht so einfach, die Übersicht zu behalten. Und Übersicht ist hier das A und O. Man muss mit Zael versuchen, sein Ding durchzuziehen, darf dabei aber nicht seine Kollegen vernachlässigen. Im Gegenteil, es gilt Magier zu beschützen, Magiekreise aufzuwirbeln, im richtigen Moment die passenden Befehle zu geben, den Fokus zur richtigen Zeit auf sich zu lenken und vieles mehr.
 
 
Doch letztlich hört es sich vielleicht komplizierter an, als es ist. Die ganzen Fähigkeiten werden erst nach und nach erlernt und immer in Text- sowie Videoform erläutert. Somit behält man selbst dann die Übersicht, wenn Außenstehende vor lauter Zahlen, Effekte und Linien schon gar nicht mehr wissen, wohin sie schauen sollen. Das gleichzeitig durchaus komplexe, aber in seinen Grundzügen auch einfach zu erlernende Kampfsystem bereitet also jede Menge Spaß.  Vielleicht auch unter anderem deshalb, weil euch nicht alle 10 Meter ein neuer stupider Kampf erwartet – denn es wird auf Zufallskämpfe verzichtet. Man muss unterscheiden zwischen Gegnern, die euch auf eurem Weg erwarten und jenen, die mit der genannten Vogelperspektive starten und auch immer schön inszeniert sind. Die Kämpfe scheinen damit bedeutungsvoll. Das hat aber auch einen Haken: Eine freie Erkundung der Gebiete ist nicht immer möglich und gewollt. Vielmehr folgt man einem vorgegebenen, roten Faden, der die Geschichte in Kapitel unterteilt. Nur an einigen wenigen Orten, dazu gehört natürlich Lazulis, darf sich Zael frei bewegen.
 
In der Stadt kann er sich dabei mit verschiedensten Bürgern unterhalten, manchmal hat man sogar die Wahl zwischen verschiedenen Antworten in einem Gespräch. Nebenquests sind eher rar und gestalten sich meist recht simpel. Dennoch wird man durchaus eine Weile an solchen Orten verweilen, da man in den unterschiedlichsten Geschäften sich für die nächste Schlacht rüstet. Es gibt Waffen- und Rüstungsläden, in denen ihr euch neue Ausrüstung besorgen könnt, oder ihr lasst die bereits vorhandenen bei einem Schmied verbessern. Verbesserte Rüstungsteile oder Waffen haben oft verbesserte Attribute, während manchmal ein kleiner Obolus ausreicht, sind manchmal auch bestimmte Items von Nöten, die ihr auf eurem Abenteuer finden werdet, um dem Schmied für seine Arbeit zu begeistern. Mit der Zeit werdet ihr eine Reihe von Items euer Eigen nennen, die ihr entweder selber euren Charakteren anlegen könnt, oder aber ihr lasst sie automatisch verteilen. Hier wird entweder für den Charakter oder für die gesamte Gruppe die stärkste Ausrüstung zusammengestellt. Man kann sich also vertiefen, was das angeht, muss aber nicht.
 
In Gemischtwarenläden stockt ihr euer Inventar auf, in Farbenläden könnt ihr die Farben eurer Kleidung verändern und beim Schätzer lasst ihr bislang nicht identifizierte Gegenstände ratifizieren. Da euch abseits des vorgegebenen Handlungsstrangs keine Kämpf erwarten, seid ihr auf bestimmte Beschwörungskreise angewiesen, um mehr Erfahrungspunkte zu sammeln. Keine Panik, ihr seid nicht ständig darauf angewiesen, auf Monsterjagd zu gehen, um den nächsten Kampf zu überleben, an der ein oder anderen kniffligen Stelle ist es aber durchaus von Vorteil, sich vorher etwas zu verbessern. Bei den Beschwörungskreisen könnt ihr beliebig oft Feinde herbeirufen, um sie zu bekämpfen. Oder aber ihr stattet der Arena einen Besuch ab, hier erwarten euch mit steigendem Level immer stärkere Gegner.
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Grafik: 
The Last Story kann auch auf technischer Ebene glänzen. Grafisch weiß der Titel zu überzeugen und lässt kaum Wünsche offen. Die Kulissen im Spiel sind großartig, das gilt auch für die Charaktermodelle. Auch Detailverliebtheit kann man den Entwicklern glücklicherweise an so einigen Stellen im Spiel unterstellen. Das Spiel schafft es, eine passende Atmosphäre zu schaffen. Es ist kein Spiel der bunten und grellen Farben, denn das würde auch gar nicht zur Spielwelt passen. Vielmehr könnte die Welt schon bald in Schutt und Asche liegen, wenn nicht schnell etwas passiert. Genau diese Atmosphäre wird einem in diversen Situationen vor Augen geführt. Genauso gibt es aber auch romantische und liebevolle Augenblicke unter dem Sternenhimmel an der Sternenwarte oder aber einen noch unbefleckten grünen Ort im Wald zu bestaunen.
 
Das Spiel bringt die Wii sicherlich an die Grenzen ihrer Belastbarkeit – leider muss auch der Spieler das des Öfteren selbst zu spüren bekommen. In genau jenen Momenten nämlich, in denen die Framerate in die Knie geht. Manchmal wird das Spiel hier zum kurzzeitigen K.O. getrieben, oftmals bemerkt man nur kleinere Unstimmigkeiten in den Bewegungen der Charaktere o.Ä. Eine unschöne Sache, die den Spielgenuss natürlich negativ beeinflussen und den sonst so fabelhaften Eindruck trüben. Das gilt auch für die Ladesequenzen, die doch recht häufig vorkommen. Zum Glück hält sich ihre Dauer in Grenzen und man wird oft durch eine nette Zwischensequenz wieder fröhlich gestimmt. Diese nämlich können sich ebenso sehen lassen und verdeutlichen noch einmal die stellenweise grandiose grafische Umsetzung. Einige dunkle Ecken außen vor gelassen, denen vielleicht weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Ein Abenteuer in gestochen scharfem HD darf man nicht erwarten, dann wird man auch nicht enttäuscht. Kleines, aber feines Feature: Die Zwischensequenzen lassen sich vorspulen und zu jeder Zeit wieder in normaler Geschwindigkeit starten. Es dürfte sich bei einem solch auf eine emotionale Story bedachtem Spiel zwar nun wirklich nicht gehören, die Funktion aber ist eine gute Idee.
 
 
Unterhaltet ihr euch im Spiel mit anderen Charakteren bleibt ihr entweder in der normalen Spielansicht oder Charaktermodelle der Figuren werden euch vor Augen geführt und in den Vordergrund gerückt. Hier kann zwar von keiner Synchronität der Lippen die Rede sein und die Figuren schauen sich nicht einmal wirklich an, nett ausschauen tut’s trotzdem. Die Kamera sorgt nur ab und an für kleinere Probleme, die die Übersicht erschweren.
Sound: 
Nobuo Uematsu, über die japanischen Landesgrenzen hinaus bekannter Komponist, ist ein wahrlich fantastischer Soundtrack gelungen. So wundert es nicht, dass der ebenfalls erhältlichen Limited Edition eine „Premium Soundrack CD“ mit 7 Stücken, inklusive dem fantastischen Theme, welches ihr jeweils beim Starten des Spiels zu hören bekommen werdet, beiliegt. Der Soundtrack zeichnet sich vor allem durch seine Vielfältigkeit aus. Während einige Stücke, wie auch das Theme, im Grunde recht ruhig, getragen und entspannend wirken, wissen andere wiederum, spannende Kämpfe passend in Szene zu setzen. Nahezu epische Musikstücke werdet ihr hier zu Ohren bekommen, denen ihr oft gerne länger lauschen würdet.
 
Die englischen Sprecher wissen ihre Rollen gut zu verkaufen und überzeugen. Wer dem Englischen nicht allzu mächtig ist, verfolgt einfach den dt. Untertitel. Besonders nett sind einige Akzente der Sprecher, ebenso berührende, wie lustige Momente der Gruppe. Vor, während und nach den Kämpfen finden oft Unterhaltungen innerhalb der Gruppe statt, seien es Anweisungen zur Taktik oder sonstige Gespräche. Auch wenn man nicht immer die Zeit hat, alles zu verfolgen, so lockern sie das Spielgeschehen doch sehr auf und lassen die Situation durchaus authentischer wirken.
Steuerung: 
Auf Bewegungssteuerung wird in The Last Story glücklicherweise komplett verzichtet, man verlässt sich hingegen auf das klassische Knöpfchendrücken entweder mit der Wiimote und Nunchuck-Variante oder dem Classic Controller. Beide Varianten funktionieren gut, sofern man sich ein wenig eingearbeitet hat. Schon nach kurzer Zeit geht die Steuerung gut von der Hand. Nett sind auch einige kleinere Quick-Time-Events oder kleinere Suchspiele mithilfe des Fadenkreuzes der Armbrust. Ohne Probleme geht ihr in Deckung, überwindet glanzvoll kleinere Hindernisse, greift an und aktiviert eure Spezialfähigkeiten.
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Multiplayer: 
Wer hätte das erwartet? Da legt man uns ein JRPG auf der Wii vor und spendiert diesem sogar einen Online-Modus über die Nintendo Wi-Fi Connection. Nach der Entscheidung für einen der beiden Online-Modi, also entweder „Schlacht“ oder „Bosskampf“, landet ihr in einer Lobby. Diese besteht entweder aus euren Freunden, oder es joinen Fremde aus der ganzen Welt. Im „Schlacht“-Modus tretet ihr gegen die anderen 5 Spieler online an und erhaltet Punkte, wenn ihr diese zu Boden bringt. Eine Schlacht dauert 5 Minuten, je nach eurem Rang erhaltet ihr zusätzliches Ansehen oder mit etwas Glück sogar eine neue Waffe oder sonstige Ausrüstung, die ihr auch im Singleplayer verwenden könnt. Auch wenn ihr online mit eurem weiterentwickelten Charakter aus dem Singleplayer spielt, werden die Werte aller angeglichen, sodass Chancengleichheit hergestellt ist.
 
Im „Bosskampf“-Modus hingegen kommt euer Charakter so zum Einsatz, wie er ist. Auch ist hier Teamfähigkeit gefragt, denn nur so könnt ihr einen der übermächtigen Bosse besiegen. Für die Kommunikation in der Lobby und im Kampf sorgen vorgefertigte Zitate, selber schreiben oder Wii Speak nutzen ist also nicht möglich. Insgesamt bietet der Multiplayer sicherlich noch die ein oder andere vergnügliche Stunde, dennoch kann hinterfragt werden, welchen Sinn das Ganze mit sich bringt. Immerhin handelt es sich hier um ein sehr auf die Story bedachtes Einzelspielervergnügen, sodass der Multiplayer nur als eine nette Dreingabe gesehen werden kann, den mit Sicherheit auch einige links liegen lassen werden.
 
Fazit: 
The Last Story ist ein unterhaltsames, fesselndes und somit gelungenes Wii-RPG vom Final Fantasy-Schöpfer Hironobu Sakaguchi, der seinem Namen hier alle Ehre gemacht hat. Auch wenn das Spiel, vor allem hinsichtlich der Geschichte, von einigen klassischen Klischees nicht verschont bleibt, so bleibt man dennoch öfter dran, als einem lieb ist. Selbstverständlich hebt sich das Spiel vor allem durch das clevere und durchdachte Kampfsystem von der breiten Masse ab und zaubert den ein oder anderen schönen Moment auf den Fernseher. Hier wird gezeigt, wozu die Wii in der Lage zu sein scheint, auch wenn sie dabei an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben wird und die Framerate darunter zu leiden hat. Untermalt wird das Spielgeschehen von einem grandiosen Soundtrack, als nette Dreingabe ist hingegen der Multiplayer zu sehen, der unter Umständen für ein paar zusätzliche Spielstunden neben dem etwas kürzeren Singleplayer sorgen kann, aber nicht muss. Letztlich lohnt sich jede Stunde des Spiels und es lässt sich wohl festhalten, dass die Wii, vor allem im RPG-Bereich, am Ende ihrer Ära noch einmal echte Perlen hervorzubringen scheint.
 
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!
Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ klasse Grafik
+ grandioser Soundtrack
+ durchdachtes Kampfsystem
+ eingängige Steuerung
+ gut inszenierte Geschichte mit schöner Atmosphäre
- … die für Framerate-Einbrüche sorgt
- Ladezeiten stören Spielfluss

Wertung

Grafik:

schöne Kulissen, nette Charaktermodelle aber Framerate-Einbrüche
Sound:

vielseitiger, grandioser Soundtrack
Multiplayer:

nette Dreingabe zum Singleplayer-Genuss
Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 9 (2 Stimmen)

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Kommentare

Kampfsystem bei "The last story" für wii

Greife ich nun an, indem ich einen Befehl über Knöpfe eingebe, oder greife ich an, indem ich zum Beispiel die Wii-Mote senkrecht schwinke, um einen senkrechten Schwertangriff zu machen?

Bei "Legend of Zelda - Skyward Sword" geht der Angriff ja nur über die eigenen Bewegungen, also man schwingt quasi selbst das Schwert, deswegen würde mich das Kampfsystem interessieren.

Die Story klingt nämlich nicht schlecht, wenn aber das Kämpfen nur über "Knöpfe drücken" funktioniert, will ich es glaub ich trotzdem nicht kaufen, oder zumindest erst, wenn es schon älter und somit billiger zu erhalten ist.

Zitat:
Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
Greife ich nun an, indem ich einen Befehl über Knöpfe eingebe, oder greife ich an, indem ich zum Beispiel die Wii-Mote senkrecht schwinke, um einen senkrechten Schwertangriff zu machen?

Bei "Legend of Zelda - Skyward Sword" geht der Angriff ja nur über die eigenen Bewegungen, also man schwingt quasi selbst das Schwert, deswegen würde mich das Kampfsystem interessieren.

Die Story klingt nämlich nicht schlecht, wenn aber das Kämpfen nur über "Knöpfe drücken" funktioniert, will ich es glaub ich trotzdem nicht kaufen, oder zumindest erst, wenn es schon älter und somit billiger zu erhalten ist.
Im Review habe ich mich an einigen Stellen dazu geäußert, ich zitiere:

Zitat:
Nähert man sich einem Gegner, wird ein automatischer Angriff gestartet
Der normale Angriff des Charakters ist also bspw. ein Schwerthieb, wenn er vor einem Gegner steht.

Zitat:
Auf Bewegungssteuerung wird in The Last Story glücklicherweise komplett verzichtet
Man schwingt also nicht die Wiimote, wie das z.B. bei Zelda: Skyward Sword der Fall ist.

Das Kampfsystem besteht somit nicht nur aus purem Knöpfchendrücken, aber natürlich müssen andere Kommandos, also neben dem normalen Angriff, schon durch eben solches ausgeführt werden. Sei es nun die Aktivierung des Fokus, der Wechsel in den Kommandomodus (zum Befehle geben für die Kollegen) etc. Oder ein Ausfallangriff, bei dem man beispielsweise den Controlstick des Nunchucks in die Richtung des Gegners neigt, solange man in Deckung ist und dann mit dem A-Knopf aus der Deckung springt und attackiert.

Bei Zelda ist man praktisch auf das Schwert angewiesen und auch hier richtet man sicherlich vieles mit dem eigenen Schwert an, aber die ganzen Spezialattacken etc. werden durch Buttons ausgelöst, das Schwert selbst steuern funktioniert ebenso nicht.

Das Kampfsystem ist aber, wie im Review erwähnt, wirklich gelungen und macht bis zum Ende hin Spaß. Eine Mischung aus vielem - also werfe ruhig einen Blick drauf

Man kann ja btw. auch umstellen, damit per knopfdruck angegriffen wird, nicht mehr automatisch.

Vielen Dank Ich denk ich besorgs mir mal. Hätte zwar so ne Steuerung wie bei Skyward Sword cooler gefunden (hab das Spiel), aber diese Steuerung passt auch. Und die Story und die Charaktere sind einfach super