Mario Kart 8 (Wii U)

Spieleinfos
 Boxart (EU)
Entwickler: Nintendo
Publisher: Nintendo
Releasedatum: 30/05/2014
ohne Altersbeschränkung Im Nintendo eShop als Download verfu
Spieleranzahl: 1-12
Genre: Rennspiel
Jetzt steht er endlich nicht mehr nur in den Startlöchern, sondern ist in den Wohnzimmern zu Hause angekommen: Der langerwartete Nintendo-Blockbuster Mario Kart 8 für Wii U ist erschienen, doch kann man mit dem neuesten Teil der Fun-Racer-Reihe an die Genialität der Vorgänger anknüpfen und erneut für viele Stunden Spielspaß sorgen, dabei vielleicht sogar Fehler aus der Vergangenheit korrigieren und mit neuen Spielelementen überzeugen? Erfahrt dies und mehr in unserem Review!
 
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Spielinhalt: 
Seit jeher haben sich neue Teile der Reihe immer dadurch ausgezeichnet, das Spiel lediglich in mancherlei Hinsicht zu verändern bzw. sinnvoll zu ergänzen, damit man auch stets dem traditionellen Mario Kart-Feeling treu bleiben konnte. Vorweg: Das hat man auch mit Mario Kart 8 wieder geschafft, was die meisten wohl freuen dürfte. Man hat nicht sonderlich viele Neuerungen mit einfließen lassen, doch die wenigen vorhandenen können sich dafür mehr als nur sehen lassen.
 
Das Spielprinzip eines Mario Karts muss wohl niemandem mehr erklärt werden, ihr düst mit wahlweise eurem Kart oder Bike und einem Charakter aus dem Nintendo-Universum, darunter Veteranen wie Mario, Peach, Bowser oder Yoshi, aber auch einige freischaltbare Charakteren wie Rosalina, Bowsers Schergen oder Metall-Mario über insgesamt 32 verschiedene Strecken und versucht dabei möglichst, den ersten Platz zu erreichen. Das ist wie immer gar nicht so einfach, wenn sich insgesamt 12 Spieler mit ihren unterschiedlichen Fahrweisen, aber vor allem dem Einsatz der diversen altbekannten, aber auch einigen neuen Items das Leben gegenseitig so schwer wie möglich machen. Leider haben wir es hinsichtlich der freischaltbaren Charaktere nicht wirklich mit echten Highlights zu tun – insgesamt 7 Schergen Bowsers freizuschalten beglückt auf Dauer nicht wirklich – etwas mehr Mut zu neuen Gesichtern wäre hier schön gewesen.
 
Umso mehr Spaß hat man allerdings mit den neuen Items: Mit dem Bumerang hat man beispielsweise gleich drei Mal die Möglichkeit, seine Gegner vor oder hinter einem zu erwischen, die aufgesammelte Piranha-Pflanze schnappt sich alles, was sich einem in den Weg stellt, seien es die auf dem Boden herumliegenden Bananenschalen, neben einem fahrende Mitspieler oder sammelbare Münzen auf der Strecke – mit jedem Biss wird einem dabei sogar noch ein kleiner Temposchub beschert – und sollte mal gar kein Hindernis vorhanden sein, ist die Pflanze auch so freundlich genug, euch mit einigen gezielten Bissen nach vorne Richtung Ziellinie zu befördern. Die Pflanze mit sich herum zu kutschieren sieht nicht nur ulkig aus, sondern macht auch jede Menge Spaß – ein nützliches Item mit Spaßfaktor. Spaß kann es auch machen, die Superhupe zu ergattern – diese im richtigen Moment eingesetzt schleudert alles um euch herum weg, seien es eintreffende Schildkrötenpanzer oder Gegner um euch herum. Erstmals in der Geschichte der Mario Kart-Reihe könnt ihr selbst einem blauen Schildkrötenpanzer davon kommen, der euch sonst eigentlich so gut wie immer erwischt. Leider erhält man das Item auf dem ersten Platz seltener, als man von einem solchen Panzer heimgesucht wird. Insofern ist die Idee zwar eine nette, in der Praxis umsetzbar ist sie allerdings eher selten.


Eher selten ist es auch, die Wunderacht zu erhalten, die euch gleich 8 Items auf einmal beschert, die ihr nacheinander nach Belieben abfeuern dürft – selten, aber dafür natürlich geschickt eingesetzt auch sehr mächtig. Ebenso selten sind die meist eher auf den hinteren Plätzen anzutreffenden Items wie Kugelwilli oder Superstern. Rundum ist festzuhalten, dass man das Item-Balancing in Mario Kart 8 eher im Griff hat, als noch in Mario Kart Wii. Die Items sind auf die jeweiligen Plätze der Fahrer halbwegs fair aufgeteilt, Kugelwillis kommen seltener vor und auch Items wie der Superstern machen einen zwar kurzzeitig unantastbar, verleihen aber einen weniger großen Temposchub. Man hat also durchaus das Gefühl, dass es wieder etwas mehr auf das individuelle Können des Spielers ankommt, als auf pures Itemglück. So ist es nicht mehr ganz so einfach, vom letzten Platz ohne Probleme mit Glück bis ganz nach vorne zu rauschen. Das dürfte gerade die fortgeschrittenen Spieler freuen.
 
Mindestens genauso wichtig wie spaßige und fair verteilte Items sind natürlich die Strecken in einem Fun-Racer wie Mario Kart. Die Reihe war schon immer bekannt für ihre ausgefallenen, kreativen, bunten und schlichtweg genial durchdachten Streckendesigns – und daran ändert sich auch im neuesten Teil auf Wii U nichts. Die 16 neuen Strecken wissen nahezu alle zu begeistern – natürlich mal mehr mal weniger stark, wobei es hier auch auf die Vorlieben des jeweiligen Spielers ankommt, aber wenn man sich in einer der imposantesten Bowser-Festungen überhaupt befindet, in der ein rieisger Bowser-Steinkoloss aus der Lava empor steigt und mit seinen riesigen Fäusten die Strecke zum Beben bringt oder man sich auf einem Flughafen durch luftige Höhen treiben lässt, während man ein anderes Mal herrlich schnelle Skipisten hinuntersaust, dann kann man hier wahrlich von einem großartigen Erlebnis sprechen.
 
Apropos Erlebnis, dass man mit seinem Kart oder Bike an Wänden entlang oder sogar kopfüber die Strecken meistert, das klingt unvorstellbar – aber wie schon seit Ankündigung des Titels bekannt, sind diese Antigravitations-Abschnitte auf den Strecken zentrales, neues Spielelement in Mario Kart 8. Sobald ihr euch also dazu entscheidet, einen der neuen Wege an Decke oder Wand einzuschlagen, verwandelt sich euer Fahrzeug in ein Antigravitations-Gefährt und vollführt noch nie Dagewesenes. Zwar gestaltet sich die Fahrt in diesen Abschnitten weniger berauschend und das Fahrgefühl verändert sich weniger als zunächst angenommen, sie stellen neben den schon aus Mario Kart 7 bekannten Luft- und Wasserabschnitten aber eine weitere Komponente dar, welche die Strecken abwechslungsreicher, die Kämpfe intensiver und die Rennen spannender gestaltet.

Man merkt vielleicht durchaus, dass sich das Fahrgefühl leicht/minimal verändert, allerdings nicht wirklich in großem Maße. Ganz anders verhält es sich da mit dem Fahrzeugverhalten, wenn ihr einen Gegner rammt. Passiert dies, vollführt ihr nämlich einen schwungvollen Dreher, der euch einen zusätzlichen Temposchub beschert und dies lässt sich beliebig oft ausführen. Das führt gerade im Multiplayer-Modus zu herrlich chaotischen Situationen, wenn man gegenseitig versucht, vom anderen einen Temposchub zu erhalten. Ist gerade kein weiterer Fahrer zur Hand, erwarten euch auch immer wieder kleinere Pfosten auf den Strecken, die gleiches bewirken. Einen Temposchub erhaltet ihr natürlich ansonsten – wie bereits gewohnt – durch Geschwindigkeitsfelder auf den Streckenböden, durch das Vollführen von Tricks nach einem Sprung über eine Rampe oder Ähnliches.
 
 
Das Fahrgefühl während der Antigravitations-Abschnitten wäre sicherlich ein anderes gewesen, hätte man die Kamera starr gelassen, so aber dreht sie sich mit, sodass es einen mehr vorkommt, als drehe sich die Welt um das Kart – die Sicht für den Spieler bleibt nämlich stets dieselbe. Wirklich zur Geltung kommen die verdrehten Welten und Blickwinkel dann erst im Nachhinein, wenn man sich die Highlight-Videos anschaut. Zu jedem Rennen wird ein solches generiert, welches sich dann zusätzlich noch bearbeiten lässt, zum Beispiel hinsichtlich der Abspielgeschwindigkeit, der Tatsache, worauf der Fokus gelegt werden soll oder Ähnliches. Seine größten Erfolge, lustigsten Erlebnisse oder peinlichsten Pannen kann man dann in 30- bis 90-sekündigen Videos oder als vollständiges Rennen im Miiverse hochladen und, einen Google-Account vorausgesetzt, auch auf Youtube. Danach lassen sich die Videos selbstverständlich in allen möglichen Sozialen Netzwerken teilen. Mario Kart TV nennt sich dieses neue Feature und es stellt gar einen eigenen Menüpunkt im Spiel dar. Hier könnt ihr nicht nur die eigenen Highlights immer wieder anschauen, sondern auch die eurer Freunde oder von Spielern auf der ganzen Welt. Erlebt also deren besten Szenen oder schaut euch Tricks der echten Profis ab.

Das kann besonders dann hilfreich sein, wenn man die Strecken zu Beginn noch nicht so gut kennt oder aber man sich einfach nicht so recht mit ihr anfreunden will und auf der Suche nach den versteckten Abkürzungen & Co ist. Denn natürlich sind die Strecken auch damit wieder zahlreich versehen und wer weiß, wann macht es eher Sinn, sich auf den „Boden der Tatsachen“ zu verlassen, wann sollte man bei einer Abzweigung lieber auf die Antigravitation vertrauen? Mit der Zeit legt man sich seine individuellen Routen fest. Auch auf den 16 neu aufgelegten Strecken vergangener Teile, darunter zum Beispiel die Kuhmuh-Weide von der Wii, dem DK Dschungel vom 3DS oder dem Sorbet-Land vom Gamecube. Letztlich hat man die Strecken schön den aktuellen Anforderungen hinsichtlich Luft- und Wasserabschnitten, die immer noch keinen fahrtechnischen Unterschied ausmachen, dafür aber weiterhin Abwechslung ins Geschehen bringen, sowie den Antigravitations-Abschnitten angepasst – mal mehr mal weniger intensiv und kreativ, doch spaßig bleiben die meisten Strecken dafür allemal.
 
 
Das gilt für alle Modi, die das Spiel so zu bieten hat – hier hat man sich auch wieder auf die klassischen Modi berufen, Überraschungen bleiben also aus. Zunächst stürzt sich wohl jeder eifrige und ehrgeizige Mario Kart-Spieler auf die 8 verschiedenen Grand Prix in den Geschwindigkeitsklassen 50, 100 und 150ccm. Hier gilt das altbekannte Prinzip: Hinten raus wird’s schwer. Die erste Klasse noch ohne Probleme dauerhaft auf Platz 1 verbringend, wird das bei 150ccm dann schon manchmal eine kleine Zerreißprobe. Die KI stellt sich teils sehr klug an, verwendet Items in den richtigen Momenten und benutzt Abkürzungen,  zudem ist hier ist dann auch endlich mal richtig Tempo am Start. Zwar bemerkt man hin und wieder dann doch noch eine Art Gummiband-KI, doch diese fällt nicht zu sehr negativ ins Gewicht. Man muss dem Spiel zugute halten, dass es ohnehin mehr auf Tempo setzt, als noch die Vorgänger. Wird man beispielsweise von einem grünen oder roten Schildkrötenpanzer erwischt, hat man sich viel schneller wieder berappelt und kann weiterfahren, als früher. Gleiches gilt, wenn man in den Abgrund stürzt und man von Lakitu zurück auf die Strecke befördert wird o.Ä.

Hat man sich erst einmal überall und in jedem Grand Prix seine drei Sterne eingeheimst und man ist auf den Strecken fit genug, kann man sich ans Zeitfahren machen und sich mit Geistdaten seiner Freunde oder Spielern der ganzen Welt messen und seine Zeiten mit anderen teilen bzw. sie herausfordern. Hier mag es dann mehr denn je auch auf die Wahl des richtigen Fahrzeugs ankommen und wie schon in Mario Kart 7 könnt ihr auch auf der Wii U wieder mit auf der Strecke gesammelten Münzen nach und nach neue Karosserie, Reifen und Gleiter freischalten, die sich dann wild kombinieren lassen und sich jeweils auswirken auf Attribute wie Geschwindigkeit, Beschleunigung, Handling oder Haftung. Gerade später können sich Nuancen hier durchaus bemerkbar machen, zu Beginn spielt das noch weniger eine Rolle. Da ihr auch wieder die Wahl zwischen Bikes und normalen Karts habt, was nicht heißen soll, dass es hier nicht wieder abgefahrene Designs wie Karts im Schiff-Design oder fliegende Unterassen gibt, müsst ihr euch auch hier wieder für ein Modell entscheiden. Karts haben auf geraden Strecken meist einen Geschwindigkeitsvorteil, mit Bikes kommt ihr bei kurvenreichen Strecken besser voran, auch verhält es sich hier mit dem Driftverhalten anders – die Möglichkeit zum Wheelie fällt allerdings weg. Insgesamt sind die Bikes den Karts weniger stark überlegen als zuvor, auch hier stimmt also das Balancing. Hinsichtlich des Singleplayer hat es sich damit dann aber auch schon fast wieder erledigt, lediglich die Ballon-Kämpfe stehen einem noch zur Verfügung, doch da diese eher bei Mehrspieler-Partien eine Rolle spielen, dazu später mehr.
 
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Grafik: 
Was eine Augenweide! Nahezu am besten beschreiben lässt sich dies – ungewolltes Wortspiel voraus – mit der Kuhmuh-Weide, die wir bereits von der Nintendo Wii kennen. Gerade an dieser Strecke erkennt man den enormen Sprung, den die Mario Kart-Reihe mit ihrem achten Teil machen konnte. Das hier ist nicht nur HD, das hier ist ein ganz neues Level an Detailreichtum und Verspieltheit. Wie sich hier der Lens Flare der Sonne in Szene zu setzen weiß, sich der Matsch auf der Strecke verteilt und einige kleinere Wasserpfützen von unseren Karts durchquert werden, sieht einfach traumhaft aus. Wenn man auf anderen Strecken nach Unterwasser-Abschnitten wieder trockenen Boden befährt und das restliche Wasser von den Karts und den Charakteren heruntertropft oder man sich im Zuckersüßen Canyon befindet, der einen fast schon dazu einlädt, in den Fernseher zu beißen, dann weiß man, wie man von diesem Spiel verzaubert werden kann. Farbenfroh wie eh und je – und das gilt nicht nur für den Regenbogen-Boulevard, mit Details an allen Ecken und Enden – da macht das Rennfahren gleich doppelt so viel Spaß, selbst wenn man in hektischen Situationen gar nicht die Zeit hat, alles in sich aufzusaugen. Doch mit der Zeit entdeckt man auf allen Strecken hier und da neue Details und Überraschungen, die man zuvor noch gar nicht wahrgenommen hat. Dass es ab und an ein paar unschöne Kanten zu sehen gibt, mag vorkommen und das man auf den anderen Next-Gen-Konsolen sicherlich noch prächtigere Grafikwunder zu Gesicht bekommt, mag auch stimmen. Aber für einen Fun-Racer wie Mario Kart 8 ist das hier ein Spitzenniveau.
 
Sound: 
Das gilt auch für den Sound, der extra von einer Band live eingespielt wurde. Zugegebenermaßen hört man dies als Nicht-Vollblut-Musiker nicht immer heraus, doch was man heraus hört ist definitiv die Qualität dieses Soundtracks. Die brandneuen, aber auch neu aufgelegten Tracks der Vergangenheit reißen wieder einmal fabelhaft mit, die Soundeffekte, von den Motorengeräuschen über das Zerstören einer ?-Box bis hin zum Einsatz der Items, gehen sofort wieder ins Ohr. Wer meint, es käme bei einem solchen Racer vor allem auf Strecken und Fahrgefühl an, der hat sich noch nicht mit einem solchen Soundtrack wie in Mario Kart 8 über die Pisten treiben lassen.
Steuerung: 
Grundsätzlich lässt das Spiel hinsichtlich der Steuerung keine Wünsche offen, ihr könnt mit nahezu allen Steuerungsvarianten unterwegs sein, also beispielsweise auch mit Wiimote und Nunchuck oder Pro Controller. Auf dem GamePad kann man sich entweder das Spielgeschehen spiegeln lassen und damit auch ohne TV spielen, oder aber man kann sich beispielsweise die Karte oder weitere HUD-Elemente einblenden lassen. Für die Verspielten unter euch steht sogar eine Hupe zur Verfügung, um auf sich aufmerksam zu machen. Jeder Spieler wird seine Lieblingsvariante finden, mit der er oder sie am besten zurecht kommt, grundsätzlich funktionieren aber alle Arten gleichermaßen gut. Auch mit Bewegungssteuerung kann man wieder unterwegs sein, wobei man hier wohl weniger genau steuern kann, als mit den Buttons.
 
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Multiplayer: 
Bevor wir uns hinsichtlich des Multiplayers dem sicherlich interessantesten Element, dem Online-Modus widmen, sei zunächst noch die Möglichkeit erwähnt, dass ihr natürlich auch im aktuellen Teil der Fun-Racer-Reihe wieder Versus-Rennen gegen die KI oder menschliche Mitspieler austragen dürft. Hier bestimmt ihr die Regeln, also welche ccm-Klasse, welche Items zugelassen sind und vieles mehr. Für viele in den vergangenen Teilen immer wieder spaßig waren die Arena-Modi, darunter die Münzjagd und der Ballon-Kampf. Erstere ist nicht mehr vorhanden, der Ballon-Kampf nur in abgewandelter Form. Der Schlachtmodus findet nämlich nicht mehr in den Arenen statt, sondern aus einer Auswahl von insgesamt 8 Strecken. Diese erlebt ihr so, wie in einem Rennen – die Teams werden zu Beginn so aufgestellt, dass sie jeweils in eine andere Richtung fahren, sodass man sich überhaupt begegnet. Allerdings sind die Strecken natürlich teilweise derart groß, dass man seine Gegner oft nur selten zu Gesicht bekommt. Hat man dann mal jemanden vor der Linse, ist er auch so schnell wieder weg, wie er gekommen ist. Spielt man nur mit echten Mitspielern, kann man sich natürlich eher mal auf einen Platz „einigen“, auf dem der Kampf zentral stattfindet, doch klappt auch das in der Regel eher weniger. Letztlich verliert der Modus derart an Spannung, dass er kaum noch spielenswert ist, denn ohne Spannung und ohne echte und erbitterte Kämpfe, ist der Modus einfach nur öde und langweilig. Schade eigentlich, in der Vergangenheit hatte man hier immer noch die Möglichkeit, etwas anderes außerhalb der Rennen zu erleben. Schade ist auch, dass das GamePad nicht dazu genutzt wird, den Multiplayer mit bis zu 5 Spielern zu realisieren, so bleibt es leider bei Schlachten und Rennen zu viert.
 
 
Gut, dass man online um einiges mehr an Möglichkeiten hat. Hier kann man natürlich in Rennen gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten, sprich global mit wirklich allen Spielern, oder regional begrenzt auf Europa. Man wird automatisch einer Gruppe von bis zu 11 weiteren Spielern zugeteilt, die in etwa dem eigenen Niveau entsprechen. Wie schon zuvor sammelt man durch Rennen Punkte, auf den vorderen Plätzen fügt man seinen anfangs 1000 Punkten etwas hinzu, weiter hinten verliert man Punkte. Bevor es mit dem Rennen losgehen kann, steht die Streckenauswahl an, hier kann man das Ganze entweder dem Zufall überlassen, oder aber eine von drei vorgeschlagenen Strecken wählen. Man hat also nicht mehr die Wahl aus allen Strecken, die es gibt – zumindest nicht im globalen bzw. regionalen Onlinemodus. Das soll wohl verhindern, dass immer wieder dieselben Strecken gewählt werden, wie das in vergangenen Teilen öfter mal der Fall war. So bleibt die Abwechslung erhalten. Bevor es los geht, kann man sich im Raum mit einigen Text-Ausschnitten grob verständigen und sich einen Überblick über die Mitspieler verschaffen, also beispielsweise, aus welchem (Bundes)Land sie kommen.
 
Will man nicht gegen fremde Spieler spielen, wobei man den Onlinemodus auch mit einem zweiten Spieler, der lokal neben einem sitzt, betreten kann, kann man natürlich wieder private Räume eröffnen und den jeweiligen Code weitergeben. Hier hat man dann auch freie Streckenwahl und kann sich über das Mikrofon des GamePads mit seinen Kameraden unterhalten – allerdings nicht während der Rennen. Auch gibt es die Möglichkeit, Turniere zu veranstalten, entweder wieder privat oder offen für alle. Hier sind die Regeln frei festlegbar, also welche Items verwendet werden können, ob beispielsweise nur Fahrer mit Bewegungssteuerung teilnehmen dürfen, wie lange das Turnier andauern soll und viele weitere Optionen stehen zur Auswahl.
 
Während der Testphase, zu Beginn mit noch recht wenigen Onlinespielern, aber auch später mit vollen Räumen, konnte der Onlinemodus hinsichtlich Stabilität durchaus überzeugen, Verbindungsabbrüche waren selten, Lags oder Vergleichbares konnten erst gar nicht beobachtet werden. Daher steht dem Spielspaß hier kaum etwas im Wege und man wird wohl viele Stunden online verbringen können, um sich mit den Besten der Besten zu messen.
 
Fazit: 
Mario Kart 8 bleibt der Reihe nicht nur hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Modi und allgemeinen Möglichkeiten treu, sondern bleibt vor allem auch eins: Ein Spaßgarant. Sein volles Potential schöpft der Titel natürlich wie immer im Mehrspieler-Modus aus, sei es lokal auf der Couch im Wohnzimmer oder online mit Freunden bzw. Spielern aus der ganzen Welt. Die neuen Antigravitations-Abschnitte sorgen, wie schon die Luft- und Wasserabschnitte, für zusätzliche Abwechslung auf den Strecken und aufgrund ihrer ganz eigenen Dynamik auf den ausgeklügelten neuen wie auch alten und angepassten Strecken für noch mehr Spaß. Verbessert hat sich zudem das Balancing zwischen Karts und Bikes und hinsichtlich der Item-Verfügbarkeit. Das Tempo des Spiels wurde dank schnellerem Rücksetzen erhöht, das Spiel präsentiert sich wahrlich fabelhaft und auch der live eingespielte Soundtrack reißt mit wie eh und je. Rundum ein fantastischer neuer Teil der Reihe, wahrlich ein absolutes Must-Have und Blockbuster für Wii U.
 
Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ tolle neue und alte Strecken mit Antigravitation
+ Fahrzeuge und Items gut ausbalanciert
+ Spaßgranate im Multiplayer lokal und online
+ Grafikpracht und eingängige Sounds
+ Highlight-Videos, Turniere, Sprach-Chat
- Ballon-Kampf ohne Arenen
- kein fünfter Spieler mit GamePad
- Singleplayer mit wenigen Modi

Wertung

Grafik:

mehr als nur HD: wunderschön und detailverliebt
Sound:

live eingespielt mitreißend wie eh und je
Multiplayer:

Spaßgarantie im Multiplayer
Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 9.5 (2 Stimmen)

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Kommentare

Jau, dass kein 5ter offine mitspielen kann finde ich auch ätzend.
Oder halt, dass man zu zweit an einer Konsole ohne splitscreen zocken kann.

Nur 9/10!? FANBOYYYRAAAAGEEE!

i haette glaub cih sogar nur ne 8 gezückt °_°
wobei.. spielspaß.. vielleicht 9 aber wenn es keine Spielspaßnote, sondern eine "Endnote" wäre, würde ich wohl nur eine 8 zuecken.

Ey hier wird für fast alles ne 9 gegeben undd afür würdest du ne 8 geben? Malte, du bist raus. Da ist die Tür!

Warum hättest du nur ne 8 gezückt Malte, würde mich schon interessieren. Dass es auf ne 9 hinausläuft war bei mir schon relativ früh abzusehen, denn wirklich viel zu kritisieren hab ich nun wirklich nicht.

Das liegt am Skill, weil er immer gegen mich verliert. Das macht dann eben keinen Spaß mehr

Naja wie gesagt, wir haben ja eine Spielspaßnote. Und da hätte ich auch eine 9 gezückt. Aber als Endnote eher ne 8 oder ne 8.5.

Keine Battlearenen
Kein richtiger Voicechat
Splitscreen nicht teilbar
Gamepad Features total sinnlos, sogar hinderlich. Ich würde ja gerne die Streckenkarte sehen, aber bei einem Rennspiel ist es einfach nicht praktikabel woanders hinzuschauen. Auch die Anzeige welcher Fahrer welches Item hat ist nützlich nur in der Praxis nicht anwendbar.
Kein 5ter Offline Spieler
Keine Möglichkeit zb. im zweispielermodus, dass einer auf der Glotze einer auf dem Gamepad zockt, nein man muss sich selbst auf dem Gamepad mit nem Splitscreen benügen.
Keine Karrieremodus oder sowas..

und noch einige kleinigkeiten. Und die würden mir verhindern, dass das Spiel eine 9 als Endnote bekommt. Aber als Spielspaßnote ist die 9 vollkommen erdient, auch wenn ich nach manch einem Rennen eher ne Spielspaßnote von -100 vergeben würde

Hätte MK8 hier eine 8/10 gekriegt hätte ich meinen Acc gelöscht. Ganz ehrlich °_°

Na ein Glück °_°

Und dann hätte ich dir einen riesen Haufen in den Briefkasten gesetzt!