Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: Sega of Japan
Releasedatum: 16/10/2009
ohne Altersbeschränkung
Publisher: Sega
Spieleranzahl: 1-4
Genre: Sportspiel

Die Tage werden kürzer und die Nächte länger und spätestens wenn der die Weihnachtstruck-Werbung eines bekannten Erfrischungsgetränkes im TV läuft, kann man sich sicher sein, dass es dem Winter zugeht. Gerade passend also, dass Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen bei uns zu kaufen gibt. In unserem Review erfahrt ihr, ob es uns dabei heiß wurde, oder eher eiskalt den Rücken runter lief.

Spielinhalt: 

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen kam seinerzeit bei den Spielern gut an. Es war schließlich neu, dass die Maskottchen von Nintendo und Sega in einem gemeinsamen Spiel auftauchen. Aber nun gut, das Konzept ging auf und der Titel verkaufte sich über 10 Millionen mal. Und da im Februar die Olympischen Winterspiele in Vancouver anstehen, bietet sich ein Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen geradezu an.

Dabei kommen wir in den gleichen Genuss der selben Disziplinen, wie die Teilnehmer in Vancouver auch. Skilanglauf, Biathlon, Snowboarden, Eishockey, Eiskunstlauf, Bob, Ski-Springen und viele mehr. Natürlich sind auch wieder die Traumdisziplinen mit dabei, diesmal in neuem Gewand. In ihnen findet man Elemente aus dem Mario-, aber auch aus dem Sonic-Universium, wie zum Beispiel die Fragezeichen-Blöcke aus Mario Kart, oder die goldenen Ringe aus vielen Sonic-Abenteuer.

Daneben habt ihr noch die Möglichkeit beim Sportfest die Olympischen Winterspiele mit allen Spielen von der Eröffnungsfeier bis zur Schlusszeremonie zu spielen.

Veränderungen zum Erstling liegen hauptsächlich in der Steuerung, aber dazu später mehr und dass man mehr Charakter zur Verfügung hat. Hinzu kamen Baby Bowser, Donkey Kong,  Metal-Sonic und Silver-Sonic, die genau wie die anderen Mitstreiter besondere Fähigkeiten auf ihrem Gebiet haben, oder mehr den Durchschnitts-Athlet verkörpern. Ausserdem hat man auf einen Online-Modus verzichtet, man kann lediglich seine Ergebnisse mit denen der Spieler aus der ganzen Welt vergleichen. Was sehr schade ist, denn gerade bei so einem Titel bietet es sich doch perfekt an, sich online 1:1 mit anderen zu messen und nicht nur langweilige Ergebnisse zu vergleichen.

Die DS-Version von Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen kommt sogar noch mit einem kleinen RPG daher.

Als kleine Spielerrei könnt ihr euch im olympischen Dorf eure Miis mit schicker neuer Kleidung ausstatten, oder eure Skiier, das Snowboard oder Bob mit netten Aufkleber und Banner aufpeppen. Das nötige Kleingeld dafür bekommt ihr, wenn ihr Disziplinen erfolgreich abschließt, dann erhaltet ihr die sogenannten "Sternenpunkte".
 

Grafik: 

Es zeigt sich diesmal wieder die typische Mario-Grafik - süß und knuddelig. Abstriche muss man natürlich bei der Hintergrundgrafik machen. Diese zeigt sich verschwommen und pixelig. Auch die Texturen sind nicht immer perfekt, dennoch präsentiert sich uns Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen in satten Farben.

Sound: 

Musikalisch kann man nichts neues erwarten. Uns dröhnen die gewöhnlichen Mario bzw. Sonic Melodien um die Ohren. Von denen man auch selten Notiz nimmt. Dafür erwarten uns verschiedene Musikstücke im Bereich des Eiskunstlauf. Sehr auffallend ist hingegen die Stimme des Sprechers, der einem voller Enthusiasmus sagt: „Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen“. Diese Stimme bekommt man nur sehr schwer wieder aus seinem Kopf.

Steuerung: 

Diesmal hat man auf anstrengende rütteln Nunchuk + Remote Passagen verzichtet und die Steuerung vereinfacht, damit beugt man schnellen Ermüdungserscheinungen in den Armen vor. Man konzentrierte sich mehr auf eine Steuerung mit den Tasten. Ausserdem kann man nicht nur mit der Remote und Nunchuk seine Protagonisten lenken, sondern auch mit dem Wii-Balance-Board. Dabei stellt man sich beim Snowboarden zum Beispiel einfach drauf und lenkt so das Board mit seinem Gleichgewicht in Richtung Ziel. Oder man legt sich mit dem Oberkörper auf das Balance-Board, um so beim Skeleton die Bahn Realitätsnah abzufahren. Diese Art von Steuerung ist zwar Gewöhnungsbedürftig, hat man aber schnell im Griff und erhöht den Spaß-Faktor um einiges.

Multiplayer: 

Natürlich ist auch dieser Titel mehr auf den Mehrspieler ausgelegt. Für den Einzelspieler ist die Motivation mehr auf Rekorden und Trophäen. Im Multiplayer tretet ihr dann mit bis zu vier Spielern nacheinander an. Gewonnen hat natürlich immer der bessere. Klar dürfte auch sein, dass der Spaßfaktor mit jeder Spieleranzahl steigt.

Fazit: 

Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen knüpft bei dem Spielspaß an dem Vorgänger an. Positiv ist vor allem, dass sich die Steuerung extrem vereinfacht hat und man bekommt keine großen Ermüdungserscheinungen im Handgelenk. Auch geben die Traumdisziplinen mit den neuen Features frischen Wind ab. Nur der fehlenden Online-Modus hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Was dennoch den Spaß an dem Titel nicht trübt. Wenigstens Highscore-Jäger werden wohl kein Ende finden.

 

Vielen Dank an Sega für die Bereitstellung des Testmusters.

Pro & Contra:

+ Viele Disziplinen
+ verschiedene Steuerungsmöglichkeiten
+ Traumevents

- kein richtiger Online-Modus
- keine großen Unterschiede zum Vorgänger

Wertung:

Grafik:

Zweckmäßig ausreichend
Sound:

Nicht der Überflieger
Multiplayer:

Wie der Einzelmodus, keine besonderen Modi
Spielspass:

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