Medieval Games (Wii)
Medieval Games ist eine waschechte Minispielsammlung im Mittelalter-Stil und das bedeutet, dass ihr euch in diesem Spiel in ein Abenteuer des Mittelalters begebt und mittelalterliche Minispiele mit euren Freunden absolviert. Doch eigentlich kennen Wii-Besitzer Minispielsammlungen ja nur zu gut – brauchen wir da noch eine Sammlung? Finden wir es heraus!
Zu Beginn des Spiels stehen euch im Menü drei verschiedene Modi zur Verfügung. Ihr habt die Wahl zwischen dem Geschichts-Modus, dem Turnier-Modus oder dem Freien Spiel. Den Fokus haben die Entwickler hier ganz klar auf den Geschichts-Modus gelegt, bei dem ihr eine mittelalterliche Geschichte erzählt bekommt, die in drei verschiedene Kapitel unterteilt ist. Zu Beginn des Modus ist nur eine von den drei Kapiteln freigeschaltet, das Kapitel „Harvest Festival“. Die beiden anderen Kapitel hören auf die Namen „Feuding Kingdoms“ und „Dragon Mountain“. Neben der Tatsache, dass die drei Kapitel jeweils eine eigenständige Geschichte beinhalten, die euch von der englischen Stimme mit deutschem Untertitel erzählt werden, ist es zudem so, dass die drei Kapitel auch drei unterschiedliche Spielbretter darstellen. Denn in diesem Spiel wählt ihr nicht einfach nur die Minispiele aus, auf die ihr gerade Lust habt, sondern spielt eine Art Brettspiel, wie man es schon aus der „Mario Party“-Reihe kennt.
Man könnte meinen, hier würde einem ansprechende mittelalterlich schön gestaltete Spielgrafik geboten, doch dies trifft nur bedingt zu. Während die unterschiedlichen Spielbretter noch ganz okay sind, fallen einem besonders die manchmal vorkommenden Ruckler auf, die vor allem dann vorkommen, wenn man beispielsweise eine Option auswählt; auch wirkt die Grafik oft kantig.
Wie es der Stil des Spieles vermuten lässt, bietet euch das Spiel soundtechnisch mittelalterliche Klänge, über die sich natürlich streiten lässt, doch auch wenn man nicht auf eben solche Sounds steht, fallen sie weniger negativ auf.
Neben der manchmal nicht schön anzusehenden Grafik kommen wir mit dem Punkt Steuerung schon zum nächsten und größtem Problem des Spiels, denn gerade bei einem Spiel, welches einem Minispiele bietet, die ausschließlich mit der Wiimote und mit Hilfe von Bewegungssteuerung gespielt werden, erwartet man dann doch schon eine funktionierende Steuerung. Doch leider bekommt man die bei vielen Minispielen einfach nicht geboten, denn viel zu oft kommt es vor, dass beispielsweise der Pointer nicht ordnungsgemäß reagiert oder die Steuerung einfach nur hakelig wirkt, wenn man z.B. ein Schwein steuern soll, in dem man die Wiimote neigt – daran gewöhnt man sich wohl nie.
Natürlich ist der Multiplayer einer der wichtigsten Aspekte eines Spiels, welches sich Minispielsammlung nennt, denn diese Art von Spielen will man wohl vor allem mit Freunden spielen, wobei einem natürlich auch die Möglichkeit geboten wird, gegen Computergegner anzutreten. Es ist im Übrigen nicht so, dass ihr zwingend zu viert spielen müsst, denn ihr habt auch die Möglichkeit mit zwei Freunden und zwei Computergegnern zu spielen. Die fehlende Anzahl an menschlichen Mitspielern wird stets mit Computergegnern aufgefüllt, sodass ihr immer zu viert unterwegs seid.
Das Fazit zu diesem Spiel kann nur dahingehend ausfallen, dass man, wenn man auf der Suche nach einer Minispielsammlung für die nächste Party ist, eher auf andere Spiele zurückgreifen sollte. Hier fällt einem bei dieser Art von Minispielsammlung in Medieval Games wohl zunächst Mario Party ein, das an sich dasselbe Spielprinzip bietet, allerdings in allen Punkten deutlich besser abschneidet, sei es in Grafik, Sound und vor allem die Steuerung. Dieses Spiel kann man demjenigen nur ans Herz legen, der ein totaler Mittelalter-Freak ist und schon immer einmal in die Rolle eines Ritters schlüpfen wollte, der Gegner schön mit der Lanze vom Pferd schlägt und dabei über die angesprochenen Missstände hinweg sehen kann.
Pro & Contra:
+ für Fans des Mittelalters
+ immerhin drei Spielbretter/Geschichten
+ 30 verschiedene Minispiele
- sehr schlechte Grafik
- schlechte Steuerung
- durchwachsende Minispiele
Wertung:







»Kommentare