Pokémon X & Y (3DS)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US)
Entwickler: GameFreak
Publisher: Nintendo
Releasedatum: 12/10/2013
ohne Altersbeschränkung Im Nintendo eShop als Download verfu
Spieleranzahl: 1
Genre: Rollenspiel
Mit Pokémon X & Y wird inzwischen die 6. Generation auf uns los gelassen und zum 15. Geburtstag der Reihe haben sich die Entwickler von GameFreak wohl gedacht, dass es nicht länger reicht, mehr und mehr Taschenmonster hinzuzufügen und mit lediglich kleineren Anpassungen um die Ecke zu biegen, wie es zuletzt beispielsweise bei Schwarz & Weiß 2 der Fall war. Nein, Pokémon X & Y besticht durch viele kleinere, aber auch einige durchaus tiefgreifende Änderungen, allen voran der Sprung in die Dreidimensionalität. Doch kann die Reihe ihren Charme, ihr Suchtpotential und vieles mehr mit in die nächste Generation nehmen? Erfahrt es in unserem Review!
 
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Spielinhalt: 
Hinweis: Wir haben Pokèmon X getestet. Beide Versionen sind im Grunde identisch, unterscheiden sich aber z.B. hinsichtlich einiger exklusiver Pokémon oder Items.
 
Pokémon – ein Begriff, der nahezu jedem etwas sagen dürfte. Ob man damit die Videospiele – hauptsächlich auf den Nintendo-Handhelds – die Anime-Serie oder einfache Merchandise-Artikel in Verbindung bringt, jeder hat davon gehört, jeder weiß, worum es geht. Seit jeher begeistert die Reihe im Videospielbereich sowohl Gelegenheitsspieler als auch eingefleischte Strategie- und Rollenspielexperten. Ihr unvergleichlicher Charme und der hohe Suchtfaktor konnte bisher von Generation zu Generation übertragen werden und so viel sei verraten: Auch in Pokémon X & Y ist das nicht anders. Am grundsätzlichen Spielprinzip hat sich nämlich nicht viel verändert. Ihr brecht, diesmal nicht vom Professor, sondern von anderen Junior-Trainern mit einem ersten Starterpokémon versorgt, die Entscheidung muss zwischen Pflanzen-Pokémon Igamaro, Feuer-Typ Fynx und Wasser-Typ Froxy gefällt werden, von zu Hause auf und bereist die Kalos-Region. In dieser begegnet ihr neuen Bekanntschaften und Freunden, vielen mutigen Trainern, einigen feindlich gesinnten Schurken des Team Flare und letztendlich auch den insgesamt 8 Arenaleitern, die ihr besiegen müsst, um Zugang zur Pokèliga zu erhalten, um euch am Ende einen wahrhaftigen Meistertrainer nennen zu können. Denn wie immer gilt: Ich will der Allerbeste sein!
 
Um dieses eigentliche Grundziel zu erreichen, bedarf es einer Menge „Arbeit“. Zum einen: Ein Pokèmon im Team reicht nicht aus und selbst mit einem zweiten Starter-Pokémon, welches ihr dann später wirklich auch vom Professor überreicht bekommt und eines der Starter aus den ursprünglichen Versionen Rot und Blau entspricht, also entweder Bisasam, Shiggy oder Glumanda, hat man im weiteren Verlauf keine Chance gegen immer anspruchsvollere Gegner. Da hilft es nur, sich auch dem Ziel zu widmen, den Pokédex, einer Datenbank aller Pokémon, denen ihr begegnet, zu vervollständigen. Doch das alleinige Begegnen reicht hier natürlich nicht aus, am besten ihr schnappt euch die Taschenmonster auch gleich mit einem Pokèball und fügt sie eurem Team hinzu. Die maximale Größe des Teams, das euch begleiten kann, liegt weiterhin bei 6, die anderen Errungenschaften werden wie immer eurer Box hinzugefügt.
 
Zweiter Schritt zum Erfolg: Das Trainieren eurer neuen Freunde. Mit jeder Teilnahme an einem Kampf gegen ein wildes Pokémon, das euch wie immer zufällig und jederzeit unterwegs im hohen Gras begegnen kann oder ein Pokémon aus der Obhut eines anderen Trainers, gewinnt euer Schützling an Erfahrung, wird eine gewisse Zahl an Erfahrungspunkten überschritten, steigt es ein Level auf, erlernt dabei unter Umständen neue Attacken oder entwickelt sich sogar weiter, was ein anderes Erscheinungsbild und eine im größeren Ausmaße Steigerung der Werte wie z.B. Angriff, Verteidigung oder Lebenspunkte (KP) zur Folge hat. Bislang war stets der ausgeklügelte Einsatz mehrerer Pokémon oder zumindest die gerechte Aufteilung an Einsätzen zu beachten, um alle Pokèmon dauerhaft auf ein vergleichbares Level-Niveau zu bringen. In den beiden neuen Versionen schafft da der sogenannte EP-Teiler Abhilfe, denn damit erhalten, sofern verwendet, auch alle nicht am Kampf beteiligten Pokémon zumindest die Hälfte der EP. Allerdings kann dies wiederum zur Folge haben, dass das eigene Team schon fast zu stark wird, wodurch der ohnehin nicht hohe Schwierigkeitsgrad des Spiels nochmals gesenkt wird, was letztlich selbst aus den finalen Kämpfen gegen Ende keine großen Hindernisse mehr macht. In diese Gefahr läuft man schnell, beschäftigt man sich des Öfteren mit dem Aufspüren so mancher seltener Pokémon und scheut man keine Begegnung mit anderen Trainern in der Umgebung, der EP-Teiler bleibt aber immerhin optional.
 
 
Will man ein wirklich unschlagbares Team zusammenstellen, vor allem für den späteren Multiplayer, denn da hat man es nicht mehr nur mit manchmal selten dämlichen KI-Gegnern zu tun, gilt es natürlich nicht nur, sich eine Strategie in den Kämpfen zurecht zulegen, indem man beispielsweise auf die Typen der Gegner und der eigenen Pokémon achtet und diese gegeneinander ausspielt (Wasser besiegt zum Beispiel mit Leichtigkeit einen Feuer-Typ o.Ä.) oder die in den Supermärkten der Stadt erworbenen Items (z.B. Tränke zum Heilen oder Items zur temporären Verbesserung mancher Statuswerte) zur richtigen Zeit einsetzt, sondern auch alle anderen Möglichkeiten der Stärkung ausnutzt. Dazu zählen z.B. die beiden neuen Features des Supertrainings und des PokéMonAmi.
 
Widmen wir uns zunächst dem Letztgenannten: Hierbei handelt es sich im Grunde um ein integriertes Tamagotchi-Spiel, auch vergleichbar mit den Nintendogs-Ablegern von Nintendo. Hier könnt ihr eure geliebten Pokèmon nicht nur streicheln, um ihre Zuneigung bzw. das Vertrauen zu euch zu stärken, sondern mit ihnen auch Minispiele absolvieren. Es stehen drei verschiedene in diversen Schwierigkeitsgraden zur Verfügung, wobei es z.B. um das schnelle Einsammeln von Beeren oder das Vervollständigen eines Puzzles gehen kann. Je nachdem wie gut ihr euch anstellt, hat das Pokémon nicht nur jede Menge Spaß, sondern ihr erhaltet auch Pofflès zum Verfüttern, was wiederum das Zutrauen steigert und natürlich auch den Hunger stillt. Hört sich banal an, diese Spielfunktion – im Grunde ist sie es auch - allerdings kann es z.B. die Voraussetzung für eine Entwicklung sein, dass eine gewisse Zuneigung vom Pokèmon herrscht. Es ist durchaus spaßig, sich hier auszuleben und mit den Monstern zu beschäftigen und sie in ihrer ganzen Pracht zu begutachten, nach einer Weile verfliegt der Reiz allerdings zunehmend.
 
Das gilt im Grunde auch für das Supertraining, wobei hier fast noch ein Stück weit mehr die Aktion des Spielers gefordert ist. In diesem Training könnt ihr gezielt einige Statuswerte erhöhen, indem ihr mit Bällen durch einen Ring schießt. Schlagt ihr euch unter Zeitdruck und mit zunehmender Schwierigkeit gut, wirkt sich dies positiv auf die Stärke des Pokémons aus, außerdem verdient ihr euch Sandsäcke, an denen die Pokémon wiederum trainieren und sich in Teilen verbessern können. Ein Pokémon, welches das Supertraining in Gänze ausschöpft und es sich auch im PokèMonAmi gut gehen lassen kann, wird euch mit seiner Stärke auf jeden Fall belohnen. Natürlich nicht in einem solchen hohen Ausmaße, dass kein Gegner euch mehr gewachsen ist, weshalb sich der Nutzen teilweise auch in Grenzen halten kann, umsonst ist die Mühe aber nicht. Allerdings gilt auch hier: Es wird irgendwann relativ monoton, stupide und langweilig, noch mehr Abwechslung und Funktionen in diesem Bereich wären also schön gewesen: Netter Ansatz also, aber noch ausbaufähig.
 
 
Nützt das beste Training in den Kämpfen oder den eben vorgestellten Teilen des Spiels nichts und ein Gegner ist immer noch zu stark, können die viel umworbenen neuen Mega-Entwicklungen vielleicht weiterhelfen. Diese werden im Laufe des Spiels auch hinsichtlich der Geschichte, in denen man ihnen auf den Grund gehen will, thematisiert. In Sachen Story erwartet man bei einem Pokémon-Spiel nicht viel, allerdings muss man dem Spiel zu Gute halten, dass es zunächst schnell startet und einen ohne ewig lange Einführungen auf die Spielwelt loslässt, im Verlauf dann leicht nachlässt, um am Ende noch einmal anzuziehen.
 
Manche eurer Taschenmonster, die auf ihrer bisher vermeintlich höchsten Entwicklungsstufe angelangt sind, bei Glumanda wäre das z.B. Glurak, können sich für die Dauer eines Kampfes und sofern alle erforderlichen Hilfsmittel sowie ein zur Entwicklung spezieller Megastein vorhanden sind, nochmals weiterentwickeln und erreichen damit ihre Mega-Entwicklungsstufe. Auch hier erhalten sie nochmals ein anderes Aussehen, ihre Werte werden gestärkt, in manchen Fällen ändert sich gar der Typ oder Vergleichbares – solche Entwicklungen bleiben also immer ein spannender Moment, erlebt man sie zum ersten Mal, sind aber auch danach immer noch ein spektakuläres Highlight. Auch hier aber wieder gilt: Ausbaufähig wäre das Ganze dennoch, denn so schön die Entwicklungen auch sein mögen, hat man sich nach all der Berichterstattung im Vorfeld vielleicht mehr davon erwartet? Ja, durchaus. Übrigens: Nur einige wenige Pokémon älterer Generationen können davon Gebrauch machen.
 
Apropos ältere Generationen: Es ist erstaunlich, wie viele Anspielungen, aber auch nostalgische Momente man in diesem Spiel erleben kann. Zu verdanken hat man dies insbesondere der gelungenen Abwechslung an Pokémon. Zwar sind auch die neuen Versionen wieder mit einigen neuen Monstern ausgestattet, es sind aber nicht ganz so viele wie in den Editionen zuvor und außerdem erinnern viele Designs von ihnen wieder an die der älteren Pokémon. Außerdem begegnet man von Spielbeginn an direkt Pokémon, die man von den älteren Versionen her kennt, gleich im ersten Wald z.B. einem Pikachu, aber auch ein Hornliu ist nicht weit. Man hat sich also Mühe gegeben, die alten Fans und deren nostalgischen Gefühle zu bedienen, gleichzeitig aber auch mit Neuerungen aufzuwarten.
 
Da hätten wir zum Beispiel den Typ Fee, der den bislang viel zu starken Drachen-Typ etwas in die Schranken weist und z.B. Pummelhuff oder Marill beherbergt. Neben den altbekannten Turbotretern zur schnelleren Fortbewegung zu Fuß und dem Fahrrad gibt es ein weiteres, neues Fortbewegungsmittel: Die Inline-Skates, mit denen man sich nochmals schneller und in viel mehr Richtungen bewegen kann. Das gilt für das gesamte Spiel: Man kann sich nicht mehr länger nur in einem vorgegebenen Raster bewegen, sondern in alle Richtungen. Um Kämpfe ab und an zusätzliche Spannung zu verleihen, hat man sich auch etwas ausgedacht: Selten, aber ein paar Mal im Spiel werdet ihr es mit Massenbegegnungen zu tun haben, hier trefft ihr auf 5 wilde Pokémon gleichzeitig – eine teils nervige, aber auch lohnenswerte Angelegenheit. Die Himmelskämpfe hingegen können, man kann es erahnen, nur von Flugpokémon abgeleistet werden – auch eine nette Idee, in der Potential steckt.
 

 

Wer zudem Spaß daran findet, seinen Charakter, ob männlich oder weiblich, individuell anzupassen, der darf sich freuen: Überall im Spiel verstreut werdet ihr nämlich auf Boutiquen treffen, in denen ihr euch mit allerhand Accessoires und neuen Klamotten ausstatten könnt und euch entsprechend individuell präsentieren könnt, was auch zur Geltung kommt, wenn ihr erstmals auf bestimmten Pokémon reitend durch die Gegend marschiert. Treue Fans freuen sich auf die Wiederkehr folgender Features, Neulinge dürfen sich mit Neugierde darauf stürzen: Natürlich darf man weiterhin seine Pokémon züchten, Eier bis zum Schlüpfen mit sich herumtragen, Beeren sammeln, die Beerenfarm nutzen, TMs und VMs zum Erlernen von Attacken nutzen und vieles, vieles mehr. Unschwer zu erkennen: Das Spiel platzt nur so vor Möglichkeiten und Umfang, v.a. wenn man sich zusätzlich den Multiplayer vor Augen führt.
 
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Grafik: 
Auch für‘s Auge: Die neue Grafik in Pokèmon X & Y. Erstmals in der Geschichte haben wir es mit teilweise kompletten 3D-Umgebungen zu tun, während wir uns also durch das hohe Gras bewegen oder uns in den kreativ und detailreich gestalteten Städten bewegen, hat unser Auge so einiges zu erfassen. Nie zuvor gestaltete sich ein Pokémon-Spiel derart dynamisch, lebensecht und authentisch. Mal zoomt die Kamera an das Geschehen heran, mal zoomt sie weiter weg, mal blickt sie dem Charakter gar über die Schulter – ein völlig neues Erlebnis. Während man die Pokémon bisher nur auf stationären Konsolen in einigen Ablegern des Franchises in ihrer ganzen Pracht bewundern konnte, haben wir es jetzt auch auf dem Handheld nicht mehr länger nur mit 2D-Sprites zu tun, sondern mit echten 3D-Modellen. Entsprechend wurden auch die Attacken angepasst, d.h. man erkennt nun auch, wie sich die Pokémon in einem Kampf gegenseitig bekriegen und muss sich das als Spieler nicht mehr selber vorstellen. Einige Attacken sind imposanter bzw. kreativer in Szene gesetzt als andere, insgesamt jedoch überzeugen die Umsetzungen. Wenn Pikachu zu einer gewaltigen Donnerattacke ausholt, macht das Zusehen richtig Spaß, die Mega-Entwicklungen können sich sehen lassen. Natürlich will das Spiel gleichzeitig auch Gebrauch vom 3D-Effekt machen, doch dieser Umstand bricht ihm gleichzeitig oft das Genick. Man muss es leider so sagen: In einigen Passagen, v.a. in Kämpfen mit viel Action, leidet die Framerate zu stark, als dass man es noch als erträglich oder unwichtiges Detail abstempeln könnte.
 
In einem hochwertig produzierten Produkt von Nintendo dürfte es nicht zu etwas solchem kommen. Hier wird einem dann auch klar, warum man auf der Oberwelt beispielsweise auch gleich auf den 3D-Effekt verzichtet hat und ihn nur in einigen Teilen bzw. Zwischensequenzen o.Ä. einsetzt: Es hat wohl die Zeit gefehlt, um alles so zu gestalten, dass dieser auch wie geplant umgesetzt werden kann. Hinsichtlich des 3D-Effektes haben wir es hier also mit einer eher halbgaren Umsetzung zu tun. In einigen Passagen macht das Zusehen Spaß, an anderen Stellen ist es ein Graus, an wieder anderen Stellen spielt es hinsichtlich 3D keine Rolle.
 
 
Doch das soll nicht darüber hinweg täuschen, dass es sich hier um ein optisch ansprechendes Spiel handelt. Ob grüne Pfade im Wald, Küstengebiete oder die Gebirge, überall lassen sich Details entdecken, der Wind weht über die Gebiete – insgesamt wirklich ein Augenschmaus, mal abgesehen von in Anbetracht der Größe der Region einigen unsauberen Stellen, mit z.B. schlechter aufgelösten Texturen.
Sound: 
Das Spiel lässt einen auch hier als Fan nicht im Stich: Viele bekannte Melodien der Reihe bekommt man zu hören, aber auch einige neue Stücke. Das Spielgeschehen wird dabei immer passend untermalt, d.h. ob ihr euch gerade auf einer buntfröhlichen Route befindet oder in einer dunklen, geheimnisvollen Zubat-Höhle, all das spiegelt sich auch hinsichtlich des Sounds wieder. Ansonsten kennen wir von unseren Taschenmonstern zumeist bereits ihre Laute, die sie in Kämpfen von sich geben.
 
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Multiplayer: 
Sich mit seinem Team mit anderen zu messen zählt zu den ursprünglichsten Instinkten eines jeden Pokèmon-Trainers, schon in den ersten Versionen, früher noch über ein Linkkabel, hat man sich mit Freunden verbunden und Kämpfe ausgetragen, inzwischen ist auch dieses Franchise aber im Onlinezeitalter angekommen. Man hat die Möglichkeiten vorangegangener Teile nochmals ausgebaut und verbessert. Mit dem sogenannten Player Search System (PSS) steht ihr jederzeit in Kontakt zu euren Freunden aus der Freundesliste des 3DS, registrierten Bekannten aus dem Spiel oder Spielern aus aller Welt. Ihr könnt jederzeit mit ihnen kommunizieren, Kämpfe über das Internet austragen, Pokémon tauschen und vieles mehr. Neu ist z.B. der Wundertausch, hier gebt ihr ein Pokémon zum Tausch frei und erhaltet natürlich auch eines, wenn jemand mit euch tauschen möchte, doch keiner kennt jeweils das Taschenmonster des jeweilig anderen – eine spannende Angelegenheit also. Über das Global Trade System könnt ihr aber auch gezielt nach Pokémon suchen und euch gegenseitig Angebote unterbreiten. Ihr könnt online an Zufallskämpfen teilnehmen, aber auch an größeren Turnieren, verbindet ihr euch mit dem Pokémon Global Link, werden eure Spieldaten mit der Webseite synchronisiert, ihr könnt euch dort eure Errungenschaften in der Chronik anschauen und euch mit eurem Profil den anderen vorstellen, was aber auch im Spiel schon möglich ist. Sogar mit einem eigenen Trainer-Promo-Video. Über die Internetverbindung könnt ihr sogenannte O-Kräfte auf andere oder euch selbst wirken: Jede dieser Kräfte benötigt Energie, die sich mit der Zeit wieder auffüllt und kann z.B. zur Folge haben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ihr ein Pokémon fangt, gesteigert wird oder KP der Pokémon wiederhergestellt werden.
 
Nicht zu kurz kommen aber auch die lokalen Möglichkeiten: Auch hier sind natürlich Kämpfe oder Tauschgeschäfte möglich, Features wie das Erhalten von Geschenken über das Geheimgeschehen bleiben in den neuen Versionen ebenso mit an Bord. Insgesamt ein wirklich umfangreicher Multiplayer-Bereich des Spiels, der kaum Wünsche offen lässt und sicherlich auch noch für Stunden unterhalten kann, wenn man das Spiel an sich längst beendet hat.
 
Fazit: 
Weist Pokémon X & Y jetzt in der Tat den im Vorfeld versprochenen großen Sprung auf? Teils mehr, teils weniger. Das Spiel wartet mit vielen kleineren, aber auch einigen größeren Neuerungen auf, dazu zählen nicht nur die spektakulären Mega-Entwicklungen, die allerdings gar nicht einmal so häufig vorkommen und auch nicht den spielentscheidenden Einfluss haben, sondern auch die neuen Kämpfe in Form von Massenbegegnungen und Himmelskämpfen, deren nette Idee dahinter man versteht, dessen Ausführung aber noch ausbaufähig ist und vieles, vieles mehr.
 
Während sich auch vergangene Teile der Reihe schon durch einen großen Umfang auszeichneten, scheint dieses Spiel hier hingegen fast schon vor Umfang zu platzen, all die beschriebenen Möglichkeiten unterhalten für viele Stunden, manche Features, dazu gehören auch Supertraining und PokéMonAmi, verlieren allerdings auch schnell wieder ihren Reiz. Der Multiplayer kann einen da schon länger fesseln, sind die Möglichkeiten hier doch fast grenzenlos. Fans der alten Teile dürfen sich auf viele nostalgische Momente freuen, seien es so manche Anspielungen, Umgebungen oder einfach die vielen altbekannten Pokémon in ihrem neuen 3D-Gewand. Die neuen 3D-Grafiken können sich größtenteils wirklich sehen lassen und vermitteln weiterhin den gewissen Pokémon-Charme, der 3D-Effekt überzeugt aber nicht auf ganzer Linie.
 
Mit Sicherheit gehen die Entwickler mit diesem Teil einen Schritt in die richtige Richtung und haben die Weichen für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft des Franchise gestellt, auch wenn manche Wege noch ausbaufähig und verbesserungswürdig sind, haben wir es hier mit einem der besten Teile der Reihe zu tun, sowohl für eingefleischte Fans als auch absolute Neueinsteiger. Schnappt sie euch alle!
 
Danke an Nintendo für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!
 
Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ viele kleine & große Neuerungen (Entwicklungen, Kämpfe, Boutique…)
+ gelungener Sprung in die Dreidimensionalität
+ Nostalgie kommt nicht zu kurz
+ platzt vor Umfang
+ großer Multiplayer-Spaß
- … manche ausbaufähig / verbesserungswürdig
- 3D-Effekt sorgt für Framerate-Einbrüche

Wertung

Grafik:

Schöne, detaillierte 3D-Umgebungen
Sound:

Passende Sounduntermalung
3D Faktor:

Nicht überall vorhanden, sorgt für Framerate-Einbrüche
Multiplayer:

Hier bleiben keine Wünsche offen
Spielspass:
Noch keine Bewertungen

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