Rayman Legends (Wii U)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (US) Boxart (JAP)
Entwickler: Ubisoft
Publisher: Ubisoft
Releasedatum: 29/08/2013
ab 6 Im Nintendo eShop als Download verfu
Spieleranzahl: 1-5
Genre: Jump'n'Run
Für Nintendo-Anhänger dürfte es vor allen Dingen Mario mit seinen diversen Jump`n Run-Vertretern sein, welche dieses Genre definieren, doch schon 2011 kehrte Ubisoft mit einem neuen Rayman-Spiel fulminant zurück. Zurück zu den Ursprüngen der Jump `n Run-Kunst und auch zurück auf das Schlachtfeld, wenn es darum geht, den wahren König dieses Genres auszumachen. In Rayman Legends könnte der trollige Held von Schöpfer Michel Ancer nun wahrlich zu einer Legende werden, doch hat sich, gerade für Wii U-Besitzer aufgrund der Verschiebung des Titels, das lange Warten überhaupt gelohnt? Kann Ubisoft Montpellier an den spaßigen Vorgänger anknüpfen oder haben wir es hier doch mit einer riesigen Enttäuschung zu tun? Erfahrt es in unserem Review!
 
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Spielinhalt: 
In Rayman Origins bereits hatte es Rayman mit seinen Freunden bereits mit aus den Albträumen des Traumbläsers stammenden bösen Kreaturen zu tun, konnte sie aber letztlich zurückschlagen. Nun ist die sogenannte Lichtung der Träume, die Heimat unserer tapferen Heldentruppe, wieder in Gefahr. Denn so schön diese Welt auch sein mag, sie ist nicht gefeit vor wiederkehrenden Albträumen. Diese breiten sich rasant aus und erschaffen neue Welten, die sich in Form von sogenannten Gemälden in einer Galerie manifestieren. Die Helden, müde und schnarchend vorzufinden wie eh und je werden daraufhin von unserem treuen Gefährten Murphy unsanft geweckt und gehen den Ursachen fortan auf den Grund. Sie finden sich zugleich in der ersten Welt wieder und nach dessen Abschluss in der sogenannten Hauptgalerie – die Gemälde nämlich stellen nämlich jeweils einen Eingang zu einer Welt dar, die wiederum in diverse Level (Bilder) unterteilt ist.
 
In der sogenannten Hauptgalerie wählt ihr also eine von 5 Welten, diese reichen von einer riesigen Unterwasserlandschaft bis hin zum an die griechischen Sagen angelehnten Berg des Olymps und versucht in ihnen die Kleinlinge zu retten, die beim Überfall der Lichtung der Träume gefangen genommen wurden, sowie die Albträume zu vertreiben und nebenbei auch noch möglichst viele herumirrende Lums zu sammeln. Das Spielprinzip eines Jump`n Runs ist denkbar einfach: Ihr lauft mit eurem Charakter von links nach rechts und versucht, das Ende eines jeden Levels zu erreichen. Man kennt dieses Prinzip schon zu Genüge, um ein ähnliches Spielprinzip handelt es sich auch hier, doch ist das Spiel gespickt mit eigenen, neuen und kreativen Gameplay-Ideen, die das Spiel nie langweilig werden lassen. Denn ganz so einfach ist es natürlich nicht, das Ende zu erreichen – im Gegenteil. Jede Menge Hindernisse, Gegner und sonstige Herausforderungen machen euch das Leben schwer.
 
Gleiches traf auch schon auf den Vorgänger zu, doch welches Ideenfeuerwerk hier zum Besten gegeben wird, kann sich wirklich sehen lassen. Abwechslung wird nicht nur durch die sowohl grafisch als in manchen Teilen auch spielerisch unterschiedlichen Welten gewährt, sondern auch durch das exzellente Leveldesign. Ihr rennt, springt, schlagt, hangelt oder rutscht euch durch die Level und das geschieht in einem solchen Flow, dass sich hier sogar Super Mario was abschauen kann. Nahezu jeder Level eignet sich für einen Speedrun, denn alle Elemente, seien es die Gegner, Abgründe, Ketten zum Festhalten, Sprungkissen uvm. sind auf den Millimeter perfekt gesetzt, sodass man selten zum Stoppen kommt. Das ist in vielen Fällen auch gar nicht notwendig, höchstens, wenn ihr die diversen versteckten Areale finden wollt, und da es keine Leben gibt und man nach einem Treffer einfach wieder an einem der fair gesetzten Checkpoints weitermacht, ist Frust auch bei den vor allem zum Ende hin doch recht anspruchsvollen Level nie wirklich ein Thema.
 
 
Selbst die Tatsche, viele der Level öfter spielen zu müssen, entweder weil man einen der 8 normalen Kleinlinge nicht aus ihren Käfigen befreien geschweige denn ihre Könige in den versteckten Räumen entdecken konnte, oder aus dem einfachen Grund, dass man nicht genügend Lums sammeln konnte, um die goldene Trophäe abzustauben, sorgt nicht für Frust – im Gegenteil, man freut sich eher darauf, noch mehr zu tun zu haben. Durch das Sammeln möglichst vieler Kleinlinge und Lums schaltet ihr neue Gemälde und damit gleich ganze Welten bzw. einzelne Level frei, doch auch neue Charaktere oder altbekannte in neuen Kostümen sind mit von der Partie. Immer wieder erwarten euch Level, in denen ihr einzelne Charaktere befreien müsst, nach Abschluss diverser Level tauchen diese in eine neuen Variante auf – sie wurden also nochmals „heimgesucht“, was das Ganze noch mal schwieriger macht. Erreicht ein Levelende bspw. innerhalb einer vorgegebenen Zeit, könnte eine Herausforderung lauten.
 
Doch die richtigen Highlights in den Welten kommen erst noch: Jede Welt beherbergt natürlich einen Endboss und diese erweitern die 2D-Welt Raymans noch einmal um eine Dimension, denn sie können jetzt von allen Seiten angreifen und machen die imposant inszenierten Kämpfe damit umso spannender, ein riesiger Drache aus der ersten Welt bekämpft euch also von allen Seiten mit seinen Flügel- und Feuerattacken und diverse andere sagenhafte Wesen erwarten euch. Doch die Endbosse sind nicht wie bei anderen Spielen der endgültige Abschluss einer Welt, für die gute Laune soll nämlich noch weiter gesorgt werden mit jeweils einem neuen Musiklevel. Auch hier macht sich das an Perfektion grenzende Leveldesign bemerkbar – ihr vollführt eure Fähigkeiten nämlich jeweils zu einem für den Rhythmus des Lieds passenden Moment aus – jede eurer Tätigkeiten nimmt Einfluss auf das Musikstück. Entdeckt also beispielsweise, wie sich die Melodie von „Eye of the Tiger“ langsam im Level entfaltet, während ihr über die Feinde hüpft, sie schlagt oder diverse Lums einsammelt.
 
Als ob das nicht schon mehr als zufriedenstellender Umfang wäre, haben die Entwickler noch was drauf gelegt – sie haben mehr untergebracht, als man erwarten würde und kann – vielleicht macht sich hier aber auch die aufgrund der Verschiebung längere Entwicklungszeit bemerkbar. Doch kommen wir zur Sache: Neben den bisher besprochenen Inhalten gibt es auch rund 40 Originallevel aus dem Vorgänger noch einmal zum Erleben, natürlich in entsprechend angepasster  Optik und Spielbarkeit. Fans des Vorgängers freuen sich auf einen erneuten Besuch, alle anderen dürfen sowieso nicht meckern. Freischalten könnt ihr die Level nur über sogenannte Rubellose, die ihr bei jedem Level erhaltet, solltet ihr mehr als 450 Lums sammeln (Goldtrophäe liegt im Übrigen bei 600 Lums). Mit Rubellosen lassen sich jedoch nicht nur Origin-Level freischalten, sondern auch Lums oder gar Kleinlinge gewinnen, ein zusätzliches Extra sind Kuscheltiere, die es zu sammeln gilt. Sie finden sich in eurer Kuscheltiersammlung wieder, bei deren täglichen Besuch ihr weitere Lums ergattern könnt.
 
 
Auch online ist eine Menge los, man darf zwar nicht online miteinander spielen, sich dafür aber in Online-Herausforderungen messen. Den Challenge-Modus mag so manch einem Wii U-Besitzer bereits bekannt vorkommen, durfte er doch im Vorfeld der Veröffentlichung der Vollversion bereits kostenlos gespielt werden. Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt, dass euch hier sowohl tägliche, als auch wöchentliche Herausforderungen erwarten. Diese bestehen aus diversen Bausteinen, die zufällig aneinandergereiht werden. Es mag also beispielsweise darum gehen, in einem endlosen Abgrund möglichst weit zu kommen, innerhalb eines gewissen Zeitlimits möglichst viele Lums zu sammeln oder aber möglichst schnell eine gewisse Anzahl der gelben Flugviecher zu ergattern. Je nachdem, wie ihr abschneidet, könnt ihr auch hier Trophäen abstauben – stets nach Abrechnung am Ende des Tages bzw. der Woche.
 
Es ist nicht bereits  im Vorfeld klar, für welche Leistung es welche Trophäe gibt, denn man orientiert sich hier an den durchschnittlichen Leistungen aller Spieler – ist das Gesamtniveau der Spielerleistungen also höher, steigen die Anforderungen an jeden einzelnen Spieler. Das bringt ganz schön Dynamik in die Sache und man kann sich nie sicher sein, ob man seine Silbertrophäe behält oder nicht am Ende doch noch auf den Bronzeplätzen landet. Mittels Ranglisten können die Zeiten und Ergebnisse von Spielern aus der ganzen Welt angesehen werden, ist der Geist-Modus aktiviert habt ihr zur jeder Zeit eine gewisse Anzahl gegnerischer Spieler im Level und könnt euch mehr oder weniger direkt mit ihnen messen, euch Taktiken abschauen uvm. Mit gesammelten Trophäen gibt es Punkte und mehr Punkte bedeuten eine höhere Genialitätsstufe. Diese eignet sich nicht nur äußerst gut zum Angeben, sondern schaltet auch die tägliche bzw. wöchentliche Extremherausforderung frei. Hier gilt das gleiche Prinzip – die Aufgaben sind nur nochmals schwieriger und können zudem nur alleine bestritten werden. Die anderen Online-Herausforderungen könnt ihr nämlich auch im Multiplayer bestreiten, was dies zum Teil deutlich einfacher macht. Hier ist der Kritikpunkt angebracht, dass eine Unausgewogenheit zwischen Einzelspielern und Multiplayer-Matches im Online-Modus gegeben ist. Auch verliert der Modus mit der Zeit aufgrund der wiederkehrenden Elemente etwas an Spritzigkeit. Was der Multiplayer abseits davon noch so zu bieten hat und inwiefern Murphy hier nochmals eine besondere Rolle spielt, erfahrt ihr gleich.
 
Zunächst sei jedoch festgehalten, dass sich Rayman Legends in vielerlei Belangen noch einmal steigern konnte im Vergleich zu Origins. Damit stellt man den Vorgänger gnadenlos in den Schatten, überflügelt ihn regelrecht. Hinsichtlich der allgemeinen Spielbarkeit hat sich wenig getan, doch hier gab es auch wenig zu verbessern. Als Rayman oder als einer seiner Freunde zu spielen ist intuitiv und eingängig sowie spaßig wie zuvor, doch die vielen neuen Ideen, das fantastische Leveldesign und der enorme Umfang des Spiels übertreffen wahrlich die höchsten Erwartungen an diesen Titel.
 
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Grafik: 
Auch wenn der Vorgänger bereits ein Augenschmaus war, steckte in ihm grafisch gesehen noch Potential und das hat man diesmal mehr als nur ausgenutzt – das Spiel sieht zu jedem Zeitpunkt absolut fantastisch aus, da gibt es nichts dran zu rütteln. Der einzigartige, detailverliebte Look mit handgezeichneten Grafiken zaubert einem am laufenden Band ein Lächeln auf die Lippen, die Charaktermodelle mit ihren komischen Proportionen, den runden Cartoon-Augen und ihrem trolligen, leicht dämlichen Verhalten schließt man dabei gleich ins Herz. Doch nicht nur die Charaktere sind skurril, witzig und einfallsreich gestaltet, auch die Gegnertypen weisen diese Eigenschaften auf.
 
Raymans Heimat heißt zudem wohl nicht ohne Grund „Lichtung der Träume“, denn während ihr euch einen Weg durch den Level bahnt, findet ihr euch immer wieder in einer wahrhaft traumhaften Umgebung wieder. Doch neben den idyllischen Orten zum Wohlfühlen hat man es auch mit einigen dunklen, gefahrenvollen Orten zu tun, die ebenso atmosphärisch sind. Dass man das Spiel mit zusätzlichen Lichteffekten, HD-Grafiken, lebendigen Hintergründen und den weiterhin klasse Animationen auf eine neue Grafikstufe hebt, sollte also verständlich sein.
 
Sound: 
Nicht nur die Musiklevel im Spiel können sich hören lassen, auch sonst passt der Soundtrack stets gut zum Spielgeschehen, das Spiel ist nicht nur grafisch gesehen bunt und schrill – auch was den Sound angeht quiekt und schreit es an allen Ecken und Enden und das macht einen großen Teil des Charmes dieses Spiels aus. Ob ruhige Töne angeschlagen werden oder es schnell und rockig zugeht, für jede Situation hat dieses Spiel etwas zu bieten, teils sind die Stücke orchestraler inszeniert als beim Vorgänger. Die Soundeffekte der Charaktere bei ihren Bewegungen, beim Klatschen der Gegner, dem Einsammeln der Lums oder Befreien der Kleinlinge klingen immer noch so charmant wie zuvor. Ein stimmiges Gesamtbild ergibt sich immer nur aus einem erstklassigen Team an Spielbarkeit, Grafik und Sound und die Musikstücke stehen dem restlichen Spiel in nichts nach. 
Steuerung: 
Ist man die Rayman-Steuerung bereits gewohnt, kann man gleich loslegen, man fühlt sich gleich wieder wohl und dürfte keinerlei größere Probleme haben. Nur für Neueinsteiger ist die Steuerung zu Beginn zumindest leicht gewöhnungsbedürftig. Was die präzise Steuerung angeht, hat Super Mario vielleicht noch die Nase vorn, denn ganz so genau wie dort klappt es hier nicht – da scheinen Rayman und seinen Kollegen wohl doch die entsprechenden Gliedmaßen zu fehlen. Das ändert aber nichts daran, dass man sich auch an dieses Konzept schnell gewöhnt und sowohl am GamePad, als auch an Wiimote mit oder ohne Nunchuck sowie dem Pro Controller seinen Spaß haben kann.
 
Das gesamte Spiel kann man im Einzelspieler-Modus einzig und allein auf dem GamePad spielen, hier werden die Menüpunkte & Co. dann, aber auch ansonsten, sinnvoll und leicht zu bedienen dargestellt, die Steuerung mit dem Touchscreen in den jeweiligen Levels funktioniert ebenso einwandfrei und ist das gewisse Extra dieser Version des Spiels, doch dazu mehr im Multiplayer.
 
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Multiplayer: 
Was ich als Schreiberling nun schon die ganze Zeit über unbedingt loswerden will, kann nun endlich aus mir heraussprudeln: Der Multiplayer dieses Titels setzt neue Maßstabe und zeigt, wie eben dieser, genauer gesagt der asymmetrische Multiplayer auf Wii U, funktionieren kann. Denn dieser geht darüber hinaus, dass ihr mit bis zu fünf Spielern jedes einzelne Level der Kampagne absolvieren könnt. Natürlich ist allein das schon eine Spaßgranate und für nahezu jedermann geeignet, denn da ihr mit unendlich Leben ausgestattet seid und sofern noch ein Spieler im Spiel bleibt, auch schnell wieder ins Spiel zurückfindet, kommt auch bei ungeübten Spielern kein großer Frust auf. Doch das hat vielleicht auch schon der ein oder andere weitere Titel in dieser Richtung zu Stande gebracht. Kommen wir nun also zur Wii U-exklusiven Nutzung des Wii U GamePads und dessen Touchscreen.
 
Was ich bisher nämlich verschwiegen habe sind die ganz besonderen Murphy-Level, die euch immer wieder begegnen werden. Hier steuert ihr im Einzelspieler-Modus nicht mehr euren Charakter, sondern übernehmt Murphy und könnt mit diesem den Level beeinflussen, während der Charakter von der KI übernommen wird. Mit Murphy müsst ihr dafür sorgen, dass der Charakter den Level unbeschadet überstehen kann, entschärft also gefährliche Fallen, kitzelt riesige Gegner, damit sie besiegt werden können, löscht brandgefährliche Flammen oder bewegt Plattformen mithilfe des Gyrosensors in die korrekte Position bzw. Richtung. Es gibt noch einige Beispiele mehr, selbst optionale Tätigkeiten wie das Festhalten von Gegnern oder das Aufwecken von Lums für noch mehr von ihnen sorgen dafür, dass ihr zu keiner Sekunde gelangweilt auf den Bildschirm starrt.
 
 
Doch warum steht dieses Feature des Spiels unter „Multiplayer“? Ganz einfach: Weil die Murphy-Level nicht für den Einzelspieler-Modus, sondern für den Multiplayer ausgelegt sind. Zwar machen sie auch alleine Spaß, doch wenn man sich als Spieler, egal ob als Charakter auf dem Bildschirm des Fernsehers oder am GamePad, absprechen muss und die richtigen Aktionen im richtigen Moment ausführen muss, dann merkt man, wie hier die Stärke der Wii U zur Geltung kommt. Hier kann man sich dann wenigstens auch nicht über die zwar im Grunde gute, aber natürlich nicht immer perfekte KI aufregen, sondern höchstens über seine menschlichen Mitspieler. Alle haben alle Hände voll zu tun und es entsteht ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl vor der Konsole mit einem riesigen Haufen Spaß – das kann auch ein Online-Modus, der trotz alledem leider fehlt, nicht bieten.
 
Wenn ihr euch dann auch noch im Minispiel „Kung Foot“ austoben könnt, indem ihr in Teams gegeneinander antretet und es euer einziges Ziel ist, einen Ball ins gegnerische Tor zu befördern, ist der Abend perfekt. Nahezu unfassbar, wie viel Zeit man in diesem unscheinbaren Minispiel verbringen kann und wie viel Spaß man dabei hat. Gerade zu viert wird das Chaos perfekt, man versucht den Ball, aber auch seine Gegner regelrecht „wegzuklatschen“, dem Ball den richtigen Drall zu geben und ein Tor der Gegner um jeden Preis zu verhindern. Eine Partie ist recht schnell vorüber, doch da wartet auch schon die Revange!
 
Fazit: 
Darf ich vorstellen? Rayman Legends ist eins der besten, wenn nicht gar das beste Jump `n Run der letzten Jahre und mit Sicherheit ein absolutes Must-Have für Wii U. Das Spiel übertrifft seinen Vorgänger in allen Belangen, wunderschöne Welten und Level gepaart mit einem exzellenten Leveldesign und einem riesigen Arsenal an neuen Gameplay-Ideen sorgen zusammen mit dem enormen Umfang, der keinerlei Abwechslung missen lässt, für stundenlangen Spielspaß. Highlight des Titels ist der Multiplayer, der in den Murphy-Levels sogar die Nutzung des Wii U GamePads neu definiert und zeigt, was möglich ist. Wenn selbst hohe Erwartungen an den Titel noch übertroffen werden können und sich langes Warten lohnt, lässt sich nur festhalten: Wer Rayman Legends nicht spielt, ist selber schuld.
 
Vielen Dank an Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!
 
Spielverweis: 

Screenshots:

Pro & Contra

+ wunderschöne Welten und Level
+ exzellentes Leveldesign mit Ideenfeuerwerk
+ enormer Umfang & viel Abwechslung
+ Multiplayer auf Wii U neu definiert
+ motivierende Online-Challenges und und und…

-

Wertung

Grafik:

wunderschöne Welten und Level, klasse Animationen
Sound:

ob ruhig oder schnell und rockig - der Soundtrack passt
Multiplayer:

Multiplayer auf Wii U neu definiert
Spielspass:
Deine Wertung: Nichts Userwertung: 10 (3 Stimmen)

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Kommentare

Selten war ein Review hier so eindeutig positiv geschrieben wie dieses. An sich wird nicht wirklich was negatives genannt.
Und dennoch gibt es nirgends eine volle Punktzahl. Grafik, Sound, Multiplayer, alles nur 9 Punkte, Spielspaß 9,5 Punkte. Dann stellt sich mir aber die Frage: Was ist denn bitteschön nötig, um die 10 zu kriegen? Was fehlt Rayman Legends?

Und noch eine andere Frage zum Umfang: Wieviele Welten und Level gibt es insgesamt? Es ist von 5 Welten die Rede, aber auch dass man welche freispielen kann. Zur Levelanzahl wird gar nichts gesagt - paradoxerweise dafür die exakte Anzahl der Remake-Level genannt. Insbesondere würde mich auch interessieren, wieviele besondere Level enthalten sind, also die mit Musik oder dem Gamepad etc.

Schön geschriebenes und detailreiches Review aber. Kriegt von mir 9 von 10 Punkte

Zitat:
Zitat von Romplayer Beitrag anzeigen
Selten war ein Review hier so eindeutig positiv geschrieben wie dieses. An sich wird nicht wirklich was negatives genannt.
Und dennoch gibt es nirgends eine volle Punktzahl. Grafik, Sound, Multiplayer, alles nur 9 Punkte, Spielspaß 9,5 Punkte. Dann stellt sich mir aber die Frage: Was ist denn bitteschön nötig, um die 10 zu kriegen? Was fehlt Rayman Legends?

Und noch eine andere Frage zum Umfang: Wieviele Welten und Level gibt es insgesamt? Es ist von 5 Welten die Rede, aber auch dass man welche freispielen kann. Zur Levelanzahl wird gar nichts gesagt - paradoxerweise dafür die exakte Anzahl der Remake-Level genannt. Insbesondere würde mich auch interessieren, wieviele besondere Level enthalten sind, also die mit Musik oder dem Gamepad etc.

Schön geschriebenes und detailreiches Review aber. Kriegt von mir 9 von 10 Punkte
Danke für dein Feedback, Rom.
Zunächst einmal: Ja, du hast recht - es gibt nahezu keine Negativpunkte, deshalb steht unter Contra auch nichts und die Gesamtwertung (die bei uns keine ist) beträgt 9.5 Punkte.
Wir hier bei Npower haben keine festgeschriebene "Wie werten wir"-Philosophie, in den letzten Jahren hat sich bei mir aber etwas manifestiert, was ich Dir gerne darlege, um meine Entscheidung, jetzt im Beispiel bei den höheren Wertungen, nachvollziehen zu können.

Grundsätzlich - und das gilt jetzt mal ganz grob - ordne ich wie folgt ein:

9 Punkte - Ein sehr gutes Spiel ohne Mängel, Fehler, Kritikpunkte oder ein mehr als sehr gutes Spiel mit in diesem Zusammenhang vernachlässigbaren Mängeln, Fehlern, Kritikpunkten.
9,5 Punkte - Gilt im Grunde das selbe wie oben mit dem Unterschied, dass ich hier vom Spiel will, dass es noch etwas drauflegt, was andere Spiele vielleicht nicht unbedingt tun. Um mal die Floskel zu verwenden: Das gewisse Etwas!
10 Punkte - Ein Meilenstein der Videospielgeschichte - hieran wird man sich auch noch in 10 Jahren gerne zurückerinnern. Dass das schwer zu erreichen ist? Klar, manch einer mag sagen, man soll auch mal 10 Punkte vergeben können, doch ich finde, es soll schon etwas Besonderes bleiben.

Auch wenn die Wertungen von 9-10 so nah beieinander liegen, ich finde gerade hier sind die Unterschiede dann doch nochmal sehr entscheidend. Und das dieses, was ist sehr gut und was ist "mehr als sehr gut" im Einzelfall natürlich nicht immer leicht zu entscheiden ist, liegt auch auf der Hand. Und da für viele ja auch die Wertungen am Ende so wichtig sind, glaube mir, sitze ich lange hier und grübel darüber nach.

Da es eine Spielspaß-Note ist, kann ein Spiel, welches dann doch einige Mängel mehr aufweist, dennoch in einen sehr guten Bereich rutschen, wenn der Spaß auf irgendeine Art und Weise trotzdem stimmt und gegeben ist. Dass eine höhere Spielspaß-Note meist auch mit höheren Wertungen in Sachen Sound, Grafik etc. einhergeht, ist aber auch klar.

Meine Wertungskriterien beziehen sich meist auf die Spielspaß-Note, worauf es ankommt. Ich bin auch schon länger kein Freund mehr davon, Grafik, Sound etc. extra zu bewerten. Deshalb tue ich mich hier auch oft schwer - doch klar, auch hier 9 Punkte weil es nicht wirklich was zu meckern gibt, außer ein zwei Kleinigkeiten und es vielleicht bspw. der Sound nicht zwingend in die Videospielgeschichte eingeht (wenn man die Spielspaß-Noten-Kriterien darauf anwenden würde).

Wer Negativ-Punkte zum Spiel lesen möchte:
- Multiplayer: Für manch einen mit 4 oder gar 5 Spielern zu chaotisch, keine Balance in Online-Herausforderungen
- Steuerung v.a. mit Wiimote gewöhnungsbedürftig, auch ansonsten nicht super genau
- Online-Herausforderungen wiederholen sich mit der Zeit

Alles Punkte, über die ich super gerne hinwegsehe und deshalb auch keinen Grund sehe, sie dem Spiel anzulasten. Da Reviews subjektiv bleiben, sieht ein anderer das vielleicht total anders - ebenso kann man die Murphy-Level im Einzelspieler-Modus total öde finden und sich über die KI aufregen - ich hatte auch alleine meinen Spaß damit und keine Probleme mit der KI. Das Fußball-Minispiel ist wirklich nichts besonderes, für mich aber eine Spaßgranate. So spinnt sich dann das eine zum anderen.

So, wirres Zeug von mir zu früher Stunde (verzeih ), aber ich hoffe, es kommt einigermaßen rüber. Was die Level-Anzahl angeht: Ja, es sind 40 Origins-Level, steht auch so im Text, weil ich da die genaue Zahl wusste. Habe jetzt im Spiel nicht alle Level nachgezählt und bevor ich Unwahrheiten verbreite, werde ich lieber nicht zu genau. Aber um es zu verdeutlichen: Es gibt 5 Welten (+ Origins, also wenn man so will 6), in denen findet sich je ein Musiklevel, je ein Endboss + diverse Herausforderungen (Charaktere retten, "Heimgesucht"-Level etc.), Murphy-Level wild gestreut. Ich kann nachher gerne noch mal drüberschauen, wie viele es letztlich genau sind.

P.S. Auch wenn ich weiß, dass deine Punktevergabe mit Absicht so ist, was fehlt zur 10? Kein Review, dass in die Videospielreview-Geschichte eingeht?

Wow, ganz schön lange Antwort °_°
Zu deiner letzten Minifrage: Na die Kritik was zur 10 gefehlt hat bei deinem Review ist die Tatsache, dass ich nicht verstanden habe wieso bei den anderen Punkten die 10 fehlt Und dass ich eine Aussage zum Umfang vermisst habe. Sei es nun was die Levelanzahl betrifft oder die Stundenzahl. Man hätte auch erwähnen können, wo denn nun der Unterschied zu PS3- und X360-Versionen ist, nämlich dass sich die Murphy-Level ganz anders spielen.

Dein Unterschied zwischen 9,0 und 9,5 beim Spielspaß finde ich übrigens richtig gut. Aber den von 9,5 zur 10 finde ich ein wenig schwierig. Woher weiß man, ob etwas ein Evergreen wird? Wenn nicht das Spiel, das alles richtig macht und sogar noch das gewisse Extra hat, auf den sonst kein Entwickler gekommen ist (Wertung 9,5), welches Spiel denn dann?
Klar, das sind jetzt alles Kleinigkeiten, auf denen man eigentlich nicht rumreiten müsste Eigentlich spielts ja keine Rolle, ob da nun ne 9 oder 10 steht. Aber bei diesem Review fand ich es einfach ganz besonders auffällig, weil quasi nix negatives erwähnt wurde und dann trotzdem keine einzige der Einzelnoten die 10 bekommt.

Es gibt also nur fünf Musiklevel? Das enttäuscht mich etwas. Die meisten davon dürfte man doch vermutlich sogar schon durch die Trailer kennen o_O
Die Gesamt-Levelzahl konnte ich übrigens gerade nichtmal über Google rausfinden.

Zitat:
Zitat von Romplayer Beitrag anzeigen
Man hätte auch erwähnen können, wo denn nun der Unterschied zu PS3- und X360-Versionen ist, nämlich dass sich die Murphy-Level ganz anders spielen.
In der Tat, wollte ich eigentlich auch erwähnt haben, jetzt wo du es sagst. Aber da es ja immer noch um die Wii U-Version geht und höchstwahrscheinlich Wii U-User es lesen, passt's schon. Muss ja nicht auf den anderen Versionen herumreiten

Zitat:
Aber den von 9,5 zur 10 finde ich ein wenig schwierig. Woher weiß man, ob etwas ein Evergreen wird? Wenn nicht das Spiel, das alles richtig macht und sogar noch das gewisse Extra hat, auf den sonst kein Entwickler gekommen ist (Wertung 9,5), welches Spiel denn dann?
Ja, es ist in der Tat nicht einfach. Da es den Fall bei mir auch noch nicht so hundertprozentig gab, kann ich Dir das auch gar nicht so genau beantworten. Vielleicht spürt man es einfach?^^

Zitat:
Es gibt also nur fünf Musiklevel? Das enttäuscht mich etwas. Die meisten davon dürfte man doch vermutlich sogar schon durch die Trailer kennen o_O
Die Gesamt-Levelzahl konnte ich übrigens gerade nichtmal über Google rausfinden.
Es sind in der Tat wenige Musiklevel, dafür aber auch richtige Highlights. In jeder Welt gibt es ein reguläres, wenn du lange genug spielst, wirst du vielleicht noch was entdecken...

Das Presskit spricht übrigens von "über 120 Level".

Spoiler


edit von ChrisZocker (Spoiler-Tag)

Das Spiel ist echt großartig. Man hat nach Rayman nun auch garkeine Lust mehr zu Mario zurück zu gehen, weil es sich wie ein Rückschritt anfühlen würde.

Ein Negativpunkt am Spiel sind für mich diese Passagen wo man mit Aufwind durch die Gegend fliegen muss. Es gibt ganze Level die dieses "Feature" nutzen und es ist so grausig. Das sind für mich die stellen wo der ganze Spielfluss und Spielspaß total in den Keller sinken.

Und die Musiklevel sind einfach mal das Beste was in nem Jump'n Run jemals zu finden war

Also quasi die Rayman-Version von Wasserleveln?

Die Schwebe-Passagen nehmen in der Tat stellenweise etwas das Tempo und den Flow raus, haben mich aber nicht gestört, war halt ein Element, was dazu gehört. "Grausig" fand ich das nicht, stellenweise wurde dieser Wind ja auch genutzt, um es noch schneller zu machen. Das hält sich die Waage.

Und apropos Wasserlevel: Was bei Mario wirklich ein Graus ist, ist hier wirklich genial, Steuerung unter Wasser fühlt sich wirklich super an, bei Mario ständig dieses "Wip wip wip" um nach oben zu kommen, das ist schrecklich!

Die Wasserlevel sind tatsächlich mal gut gelungen. Zumindest für Wasserlevel. Keinen spaß machen sie dennoch :/ bin froh dass ich die Unterwasserwelt schon hinter mir hab.

Was mir gestern nochma aufgefallen ist, was mir noch mehr schwer im Magen liegt sind mit zunehmenden Level die Globox-Lemming-Level. Am Anfang fand ich die echt cool, weil es eben auch ne gute Abwechslung war, aber später werden die so nervig weil die KI oft auch so dumm ist.
Wie sehen diese Level eigentlich in den nicht-Wii U Versionen aus?

Ich weiß nicht, was du mit Globox-Lemming meinst, weil ich das Spiel nicht habe. Aber wenn du die Level meinst, wo man dieses fliegende Viech auf dem Touchpad steuert, wie es in all den Trailern immer gezeigt wurde: Bei den anderen Konsolen funktioniert die Steuerung genau umgekehrt. Bei der Wii U steuerst du ja das Viech und die KI Rayman. Auf PS3 und Xbox 360 steuerst du Rayman während die KI die nötigen Aktionen mit dem anderen Wesen zeitlich passend ausführt.