Resident Evil Archives: Resident Evil Zero (Wii)

Spieleinfos
 Boxart (EU) Boxart (JAP)
Entwickler: Capcom
Releasedatum: 22/01/2010
ab 16
Publisher: Capcom
Spieleranzahl: 1
Genre: Horror

Mit Resident Evil 4 brachte Capcom das erste Spiel der Resident Evil Reihe und damit ein erfolgreiches GameCube Spiel, mit besserer Steuerung auf Nintendos Wii. Darauf folgte Resident Evil Archives Remake, womit man jedoch nur eine 1:1 Portierung auf die Wii brachte, nicht ganz chronologisch geht es mit dem exklusiven GameCube Titel Resident Evil Zero weiter. Ob uns das Spiel auf der Wii überzeugen konnte, könnt ihr in unserem Review nachlesen.

Spielinhalt: 

Das Bravo-Team der S.T.A.R.S. wurde in die Arkley Mountains entsannt, um die rätselhaften Morde aufzuklären, die sich in letzter Zeit dort ereignet hatte. Doch kurz vor der Landung stürzte der Hubschrauber ab und beim sichern des Geländes stößt die Truppe auf einen Gefangenentransporter. Aus welchem der Ex Marine Billy Coen entflohen ist. Auf der Suche nach ihm, wird die junge Rekrutin Rebecca Chambers von ihren Kameraden getrennt, und findet daraufhin mitten im Wald einen Zug. Als sie diesen genauer untersuchen will, wollen die vermeidlich toten Passagiere bald darauf an das Fleisch der ausgebildeten Rettungssanitäterin. Anfangs muss sie sich zwar allein gegen die Angriffe wehren, doch trifft sie schnell auf Billy Coen, den sie eigentlich festnehmen müsste, doch in anbetracht der heiklen Lage, tun sich die Zwei zusammen, um dem Horror zu entkommen.

Zugegeben, Resident Evil Archives: Resident Evil Zero bietet nichts Neues, keine zusätzlichen Räume, keine weiteren Kostüme, keine Geheimnisse, die man nicht schon kennt. Eben nichts weiter, als eine 1:1 Portierung eines Spiels, das schon vor 8 Jahren auf dem GameCube rauskam. Da dieser aber nicht so erfolgreich war, wie man es sich erhofft hatte, verspricht man sich nun aus diesen Portierungen, die Serie noch bekannter zu machen. Erst recht bei einem Titel, der exklusiv für eine Nintendo Konsole erschien.

Resident Evil Zero
war lange Zeit das erste Spiel der Reihe, mit dem sogenannten “Buddy-System”. Das heißt, dass ihr während des Spiels die Kontrolle über beide Charaktere übernehmen könnt. Je nachdem in welcher Situation ihr euch befindet, müsst ihr das sogar, wenn ihr zum Beispiel getrennt werdet und nur durch das Intervenieren beider Figuren aus dieser Lage entkommt.

Eine weitere Neuerung war, dass man die Kiste aus dem Spiel verbannt hat. Daher lässt man alle Items einfach da liegen, wo man gerade steht. Vorteil dabei ist, dass man sich so schnell Platz in seinem Inventar schafft. Nachteil ist aber definitiv, dass man, ist man im Spiel schon weiter, nicht mehr an Items ran kommt, die man zum Beispiel im Zug hat liegen lassen. Ein Neustart des Spiel wegen fehlenden Items, kommt aber dennoch selten vor, da die Aufgabe meist immer noch lautet “bringe Objekt A, in Raum D, um in Raum B weiterzukommen”.

Sowohl die Rätsel, als auch der Schwierigkeitsgrad kann man als ausgeglichen bezeichnen. Und da einem von “Leicht” bis “Schwer” alles geboten wird, sollten auch Neueinsteiger kein Problem haben, sich bis zum Ende durchzuschlagen.

Grafik: 

Als Exklusivtitel des GameCubes konnte sich Resident Evil Zero damals schon sehen lassen. Obwohl man auch auf der Wii, jetzt noch keine Echtzeitgrafik zu sehen bekommt, braucht sich Resident Evil Archives: Resident Evil Zero nicht hinter anderen Titeln zu verstecken, erst recht wenn man bedenkt, dass der Titel schon 8 Jahre auf dem Buckel hat.

Sound: 

Schon zu Beginn hört man im Zug das prasseln des Regens auf das Zugdach. Nur ein Beispiel, für die gute Soundkulisse des Titels. Zu jeder Situation das passende Musikstück, wobei man dann auch auf bekannte Themes trifft, wie zum Beispiel die sanften klassischen Klänge, wenn man das Schreibmaschinenzimmer betritt.

Steuerung: 

Hier liegt wohl der größte Negativpunkt des Titels. Nicht, dass sie nicht funktionieren würde, das tut sie, genauso gut wie auf dem GameCube. Allerdings ist sie, im direkten Vergleich mit anderen Spielen dieses Genres, etwas steif. Mehr als die starre Steuerung des Cubes wird einem auch hier nicht geboten, denn bei Resident Evil Archives: Resident Evil Zero hat man die Steuerung, wie auch schon bei Resident Evil Archives Remake, in keinster Weise an die Vorzüge der Wii angepasst. Denkt man da einfach mal an die hervorragende Umsetzung von Resident Evil 4 Wii, welche beweist, dass man durchaus GameCube Titel mit besserer Wii Steuerung spielen kann, ist das einfach nur enttäuschend.

Fazit: 

Bewertet man Resident Evil Archives: Resident Evil Zero ohne zu wissen, dass es den Titel schon auf dem GameCube gab und sogar schon auf dem N64 erscheinen sollte, gibt es eigentlich nur zu bemängeln, dass die Steuerung für heutige Verhältnisse viel zu steif ist. Bedenkt man aber, dass es lediglich eine 1:1 Portierung ist und gerade den Fans der Serie nichts Neues bietet. Und man aus der Steuerung mehr hätte machen können (siehe RE 4 Wii), dürfte man das Spiel bei Leibe nicht gut bewerten. Allerdings ist es dennoch ein guter Titel, zwar brauchen es Fans nicht, da sie sowieso schon die Cube-Version ihr Eigenen nennen, aber für Neulinge der Resident Evil Reihe ist es eine gute Möglichkeit, mehr über die Hintergünde von Umbrella Inc. und  Co. zu erfahren, ohne sich dafür extra eine GameCube kaufen zu müssen.

Pro & Contra:

+ günstiger Preis
+ Buddy-System


+/- keine Kisten

- keine Neuerungen
- steife Steuerung

Wertung:

Grafik:

Keine Echtzeit, aber schick
Sound:

Stimmige Soundkulisse
Multiplayer:

Spielspass:

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