Tony Hawk: RIDE (Wii)
Nach zwei mäßigen Skateboard-Titeln für Nintendos Wii besinnt sich Skaterlegende Tony Hawk auf eine grundlegende Neuausrichtung der Serie. Anstelle mit einem normalen Gamepad wird nun auf einem originalgetreuen Skateboard-Controller gezockt. Ob es das Spielerlebnis steigert oder ein technischer Totalausfall geworden ist, verraten wir euch in unserem Test.
Wie das bei Zusatzhardware für ein einzelnes Spiel so ist, muss zuerst einmal alles angeschlossen werden. Bei Tony Hawk RIDE erwarten euch mehrere Schritte, bevor ihr ins Skate-Erlebnis für euer Wohnzimmer eintauchen dürft. Gleich vorweg solltet ihr einen Kreuzschlitzschraubendreher zur Hand haben, da ihr sonst das Batteriefach des Skateboards nicht aufbekommt. Desweiteren müsst ihr den beigelegten Funksignal-Empfänger an einem freien USB-Slot der Wii-Konsole anschließen, damit die Konsole und das Brett miteinander kommunizieren. Zu guter Letzt gilt es dann noch, euren neuen Untersatz und dessen Sensoren im Spiel zu kalibrieren, um optimale Funktion gewährleisten zu können.
In einem Tutorial lernt ihr daraufhin Schritt für Schritt das Ausführen von Ollies, Flip-Tricks und Grinds, um zu guter Letzt nacheinander durch die sechs im Spiel vorhandenen Locations, darunter auch beispielsweise der Frankfurter Flughafen inklusive ICE-Bahnhof, zu skaten und verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Dazu gehören Abfahrten mit einer Zeitvorgabe oder Trick-Sessions auf der Straße sowie auch vertikal in der Half-Pipe.
Um Einsteiger nicht zu überfordern lassen sich insgesamt drei Schwierigkeitsstufen einstellen. Im "Casual"-Modus skatet ihr auf einer vorgegebenen Route durch die Levels und müsst euch nur um das Ausführen von Tricks kümmern, während ihr in der "Hardcore"-Stufe die volle Kontrolle über das Board übernehmen dürft.
Der Comic-Look des Titels passt eigentlich zum Spiel, haut aber heutzutage keinen mehr vom Hocker. Zudem wirken die Levels lieblos zusammengezimmert und steril, da zum Beispiel nicht einmal Passanten anzutreffen sind. Der feste Kamerawinkel hingegen fängt das Geschehen auf dem Bildschirm gut ein, sodass ihr keine Orientierungsprobleme erleiden solltet.
Beim Soundtrack des Spiels hat man sich serientypisch wieder sehr viel Mühe gegeben. Das Spektrum reicht von Hip-Hop bis zu Rock und ist mit bekannten Künstlern wie "KRS One" oder "Queens of the Stone Age" besiedelt. Auch die Tutorials wissen zu gefallen, da sie von Skatergrößen eingesprochen wurden.
Für Tony Hawk RIDE benötigt ihr den beigelegten Skateboard-Controller, welcher bei normaler Anwendung auf euer TV-Gerät zeigt. Ihr steht also seitlich auf dem Brett und lenkt eure Figur mit seitlichen Neigungen. Wenn ihr ruckartig die Nase des Boards nach oben zieht, zaubert ihr ein "Ollie" auf den Bildschrim und landet ihr dabei auf einer Kante, führt ihr einen "Grind" aus, der sich durch Drehungen variieren lässt. Durch Neigungen während des Sprungs in der Luft macht ihr außerdem "Flip-Tricks", verdeckt ihr dabei mit einer Hand einen der vier Sensoren, führt ihr "Grab-Tricks" aus. Neigt ihr die Nase des Boards nur langsam nach oben, fahrt ihr in einem "Manual", bei dem es das Gleichgewicht zu halten gilt.
Die Online-Funktionen wurden zwar bei der Wii-Version wegrationalisiert, der Party-Modus für bis zu vier Spielern in eurem Wohnzimmer ist aber immernoch mit dabei. Hier steht ihr abwechselnd auf dem Skateboard-Controller.
Das Hauptproblem von Tony Hawk RIDE ist die Steuerung: Vom Prinzip her leicht auszuführende Aktionen werden von der neuen Hardware viel zu häufig falsch erkannt, sodass ihr bei bestimmten Herausforderungen unkontrolliert Tricks auf den Asphalt zaubert und eine Niederlage nach der anderen über euch ergehen lassen müsst - auch mehrfache Neukalibrierung verhalf zu keiner Verbesserung, weswegen wir euch dazu raten müssen, eure 100 Euro lieber in andere Spiele zu investieren, die auch so funktionieren, wie sie sollten.
Vielen Dank an Activision für die Bereitstellung des Testmusters.
Pro & Contra:
+ 6 Locations
+ 3 Schwierigkeitsstufen
+ Genialer Soundtrack
- Mieserable Bewegungserkennung
- angestaubter Comic-Look
- Batteriefach mit Schraubverschluss
Wertung:







»Kommentare
Im normalen Text objektiv beschrieben und im Fazit dann die Kritik °_°
Wenn man die Tricks machen soll die vorgegeben werden = Frust und Skatebord aus dem Fenster werf Gefahr °_°
Wenn man die Tricks machen soll die vorgegeben werden = Frust und Skatebord aus dem Fenster werf Gefahr °_°
Es macht so lange Spaß wie man "Casual mäßig" machen kann was man will....
Von daher kann ich mich der bescheidenen Gesamtwertung nur anschließen. Zumal ich keine 100 Euro für paar Tage fun im "mach was du willst, aber werde nicht gefordert Modus" bezahle.